Facebook Fake News
Author
Henry Winning, Fr, 20. Jan. 2017
in Aktuelles

Facebook Fake News

Vorsicht, diese Meldungen sind unecht

Die Berichterstattung über Fake News nimmt aktuell stark zu. Ob in lokalen und überregionalen Wochenzeitungen oder im Fernsehen – überall häufen sich die Berichte. Das beliebteste Medium der Falschmeldungen ist und bleibt allerdings Facebook.

Wir zeigen die (teilweise erschreckenden) Auswirkungen der aktuellen Fake News Trends auf und erklären, was ihr dagegen machen könnt.

Was sind Fake News?

Unter dem englischen Überbegriff „Fake News“ versteht man Falschmeldungen, die gezielt über verschiedene Plattformen und Medien verbreitet werden. Am beliebtesten haben sich dabei die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter herausgestellt. Über diese können die Urheber eine nahezu unbegrenzte Reichweite für ihre Meldungen erzielen und dabei unter einem Decknamen gänzlich anonym agieren. Nun bleibt die Frage zu klären, warum und aus welchem Antrieb derartige Meldungen gepostet werden? Die Jagd nach Bestätigung auf beispielsweise Facebook in Form von Likes und Kommentaren, hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Volkssport entwickelt. Wer schafft es, mehr Likes zu generieren, wie viele Menschen können erreicht werden? Die  Fake News unterliegen dabei keiner Schmerzgrenze. So wurden schon gefälschte Vermisstenmeldungen von Kindern oder Postings über den angeblichen Tod von Michael Schumacher veröffentlicht. Und natürlich sind auch weiterhin falsche Gewinnspiele beliebt, bei denen angeblich ein BMW oder Thermomix verlost wird.

zuckerberg will gegen facebook fake news vorgehen

CEO Mark Zuckerberg äußerte sich jüngst zum Thema Fake News

Facebook Fake: Wenn die Falschmeldung Folgen birgt

Neben der gewollten Bestätigung oder der Jagd nach dem Gefühl, eine ganze Menge an Menschen gehörig „auf die Schippe“ genommen zu haben, gibt es auch wettbewerbsschädigende Absichten. Im Mai 2016 ist durch eine Studie der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bekannt geworden, dass Palmöl, Inhaltsstoff diverser Lebensmittel- und Kosmetikprodukte, krebserregend sein soll. Daraufhin gab es die Meldung auf Facebook, dass eine bekannte Supermarkt-Kette in Südtirol das beliebte Nutella aus dem Sortiment genommen habe. Derartige Meldungen können dazu führen, dass die Leser des Posts auf die Fake News hereinfallen und weniger Nutella kaufen. Das Prinzip lässt sich auch gezielt auf andere Produkte oder Dienstleistungen projizieren.

Fake News Aufhänger: Trumps Präsidentschaftswahl durch Russland gefördert?

Besonders hoch gekocht ist die Debatte um Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten. Die besagte, dass Trump nur durch eine gezielte Wahlfälschung durch Russlands Regierung die erforderlichen Stimmen zum Sieg erhalten habe. Trump kündigte an, dass er gegen die Fake News vorgehen werde. Mark Zuckerberg, Facebook CEO, erklärte daraufhin, dass sich eine Meldefunktion für Falschmeldungen auf Facebook in Arbeit befinde. Nutzer könnten demnach in Zukunft bei unlogisch klingenden Beiträgen einen Abstimmungsbutton klicken, der den Post bei genügend Stimmen als Fake kennzeichnet. Die direkte Löschung eines Beitrages ist laut Zuckerberg aber nicht geplant.

Gerne werden auch schadhafte Links hinter einem vermeintlichen Spendenaufruf (oder Ähnlichem) versteckt, die anschließend die Computer der Leser mit Viren infizieren. Solltet ihr davon betroffen sein, wendet euch schnellstmöglich an unsere Technik-Experten von PC-SPEZIALIST. Sie unterstützen euch mit einem Sicherheitscheck oder einer Systemprüfung.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.