Zwei-Faktor-Authentifizierung
Mehr Sicherheit für WhatsApp

Ein neues Update soll den Lieblings-Messenger der Deutschen noch sicherer machen. Nach der Ende-zu-Ende Verschlüsselung kommt nun die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Damit könnt ihr euren WhatsApp Account vor fremdem Zugriffen noch besser schützen.

Wie das geht und was ihr tun müsst, um die Verifizierung in zwei Schritten zu aktivieren, erklären wir euch.

Whats App gilt nach wie vor als unsicherer Messenger. Auch die Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung konnte daran wenig ändern. Trotzdem ist und bleibt WhatsApp der Lieblings-Messenger der Deutschen. Mehr als 35 Millionen Deutsche chatten über die App und verraten ihren Chatpartner nicht selten Geheimnisse, die besser privat bleiben sollten. Blöd, wenn dann der Account gehackt wird und Kriminelle eure Chats lesen. Um das zu verhindern, gibt es jetzt die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Zwei-Faktor-Authentifizierung
Mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird euer WhatsApp Account noch sicherer.

Zwei-Faktor-Authentifizierung – was ist das?

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist eine spezielle Methode der Identitätsprüfung. Mit ihr wird sichergestellt, dass ihr bei Anmeldungen einen zusätzlichen Code eingeben müsst. Meistens meldet ihr euch am Computer an und bekommt den zweiten Code auf euer Smartphone. So wird sichergestellt, dass ihr tatsächlich der zugangsberechtigte Nutzer seid. Auch Facebook (seit 2011), Google (2012) und Instagram (2016) bieten diese Art der Identitätsprüfung an. Jetzt hat WhatsApp nachgelegt und verhindert so, dass eure Accounts zukünftig gekapert werden können. Kriminelle hacken euren Account, indem sie eure Telefonnummer missbrauchen oder nach einem Gerätediebstahl eure Sim-Karte weiterverwenden.

Zwei-Faktor-Authentifizierung bei WhatsApp

Doch wie funktioniert die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei WhatsApp? Schließlich verwendet ihr WhatsApp am Smartphone, ein zusätzlicher Code – aufs Handy gesendet – macht da wenig Sinn. Deshalb funktioniert sie etwas anders: Der erste Faktor ist eure Telefonnummer, mit der ihr euch bei WhatsApp registriert habt. Der zweite Faktor ist ein sechsstelliger Code, den ihr selbst festlegt. Es handelt sich also nicht um eine Identitätsprüfung in zwei Schritten, sondern lediglich um eine Pin, die ihr zusätzlich eingebt, wenn ihr eure Telefonnummer mit WhatsApp verbindet.

Um eine weitere Absicherung zu haben, fragt WhatsApp diese Pin in unregelmäßigen Abständen ab. Ohne die Pin kann niemand eure Telefonnummer mit WhatsApp verbinden oder noch nicht zugestellte Nachrichten abrufen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung ist freiwillig

Bei WhatsApp ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung freiwillig. Um sie zu nutzen, müsst ihr euch zunächst die neueste Version der App herunterladen. Dann könnt ihr sie aktivieren, indem ihr oben rechts im Menü die „Einstellungen“ aufruft, „Account“ auswählt und auf „Verifizierung in zwei Schritten“ klickt. Gebt nun euren persönlichen Pin ein, den ihr euch unbedingt gut merken solltet. Vergesst auch nicht, eure E-Mail-Adresse anzugeben. Falls ihr nämlich euren Code vergesst, könnt ihr ihn mithilfe der E-Mail abrufen. Hinterlegt ihr eure Adresse nicht, sperrt ihr euch im schlimmsten Fall aus eurem eigenen Account aus.

Aber Vorsicht: Wenn eure E-Mail-Adresse bekannt ist, könnt ihr natürlich auch Spam bekommen. Öffnet daher keine E-Mail zur Deaktivierung in zwei Schritten, die ihr nicht selbst angefordert habt. Falls ihr euren Code vergesst, aber keine E-Mail-Adresse hinterlegt habt, könnt ihr euren Account sieben Tage lang nicht nutzen. Nach dieser Frist kommt ihr wieder an euren Account – ganz ohne Zugangscode. Nicht zugestellte Nachrichten werden dann aber gelöscht.

Weitere Infos zum Thema findet ihr in den Artikeln WhatsApp: 2-Faktor-Authentifizierung aktivieren und WhatsApp 2-Faktor-Authentifizierung. Außerdem zeigt euch dieses YouTube-Video, wie ihr die Verifizierung startet:

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