Für die schnelle Übertragung von Daten von einem USB-Speichermedium auf einen Computer oder Laptop oder auch umgekehrt ist die richtige USB-Geschwindigkeit wichtig. Aber welche Unterschiede gibt es eigentlich bei der USB-Geschwindigkeit? Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir erklären Ihnen, wie schnell ein USB-Anschluss sein kann.

Wenn Sie kurz mal ein Dokument wie eine Word-Datei auf einen USB-Stick kopieren wollen, geht das in Sekundenschnelle. Wollen Sie aber ein ganzes Backup Ihres Systems oder Ihrer Dateien wie Video-, Foto- und mp3-Musiksammlung auf einen USB-Stick oder eine USB-Festplatte kopieren, merken Sie schnell, dass es zwischen den verschiedenen USB-Anschlüssen große Unterschiede gibt. Bei Computer, Laptop und externen Geräten wie USB-Festplatten gibt es daher immer wieder neue USB-Standards. Was bedeutet das?

USB-Verbindung als Standard für externe Geräte

Die USB-Verbindung hat sich als Standard-Anschluss bei PC und Laptop schon Mitte der 90er Jahre mit USB 1.0 durchgesetzt. Über die USB 1.0 Version war es allerdings nur möglich, ca. 12 MB pro Sekunde zu übertragen. Damals bedeutete das, dass Sie beispielsweise etwa vier mp-3 Musik-Dateien pro Sekunde von PC oder Laptop auf eine Festplatte oder umgekehrt übertragen konnten.
Schon im Jahre 2000 kam USB 2.0 als Nachfolger in vielen Computern zum Einsatz und ist bis heute die meistverbreitete Form des USB-Anschlusses. Die Geschwindigkeit hatte sich bei USB 2.0 um das Vierzigfache gesteigert.
2008 wurde USB 3.0 eingeführt und ist heute die schnellste USB-Übertragungsmöglichkeit. Damit können bis zu 5 GB pro Sekunde übertragen werden. Die Werte für USB 2.0 und USB 3.0 werden in der Praxis allerdings nicht erreicht.
Heute werden über USB die meisten externen Geräte wie Festplatten, Drucker und Maus mit dem Computer verbunden. Außerdem können die USB-Anschlüsse auch zur Stromversorgung dienen. Für Festplatten ist es besonders wichtig, dass der USB-Anschluss schnell ist. Denn: je größer die Dateien, desto länger die Dauer beim Kopieren.

USB 2.0 und USB 3.0 Geschwindigkeitsunterschied

Es gibt einen Geschwindigkeitsunterschied zwischen USB 2.0 und USB 3.0. Das bedeutet: Die Datenübertragungsrate, also die Geschwindigkeit, mit der Dateien von PC oder Laptop zu einem Speicherstick oder einer Festplatte kopiert werden können, hat sich von USB 2.0 zu USB 3.0 verändert. Sie ist schneller geworden. Davon profitieren Sie vor allem, wenn Sie große Dateien übertragen möchten.
Viele Dateien auf dem Computer sind mit der Zeit immer größer geworden und benötigen mehr Speicherplatz. Dazu gehören vor allem die eigenen Dateien, die an Umfang immer mehr zunehmen. Jeder speichert heutzutage Foto- und Video-Sammlungen in verschiedenen Datei-Formaten auf seiner Festplatte. Video-Dateien werden aufgrund steigender Auflösungen in Full-HD Formaten größer, und auch die mp3-Dateien nehmen an Qualität zu und benötigen daher mehr Speicherplatz.
Wenn Sie diese Dateien sichern oder auf einen anderen Computer kopieren möchten, müssen Sie die Ordner oder einzelnen Dateien per USB-Anschluss auf eine Festplatte oder einen USB-Speicherstick übertragen. Sie können Ihre Daten natürlich auch auf Speichermedien wie CD-Roms speichern, aber der Brennvorgang dauert noch länger und verbraucht zudem wertvolle Ressourcen. Ein Datenträger wie CD-Rom oder Blu-ray bietet zudem weniger Speicherplatz als ein USB-Speicherstick oder eine externe USB-Festplatte. Deshalb bleibt nur der Übertragungsweg mittels USB.

USB-Geschwindigkeit

Dateien schnell mit USB 3.0 kopieren

Je schneller der USB-Anschluss beider Geräte ist, desto schneller geht die Übertragung vonstatten. Allerdings sind die Geschwindigkeitsangaben von USB-Übertragungsraten meistens lediglich theoretische Angaben. In der Praxis, wenn Sie eine USB-Festplatte an den PC oder Laptop anschließen, sinkt die Übertragungsrate. Das liegt an den unterschiedlichen Computersystemen der Nutzer. Je nach Alter des Computers, oder wenn der Computer mit besonders viel Software und Dateien ausgestattet ist, wird die wirkliche Übertragungsrate von der angegebenen Übertragungsrate abweichen. Die beste Übertragungsrate erhalten Sie nur, wenn Sie eine externe Festplatte oder einen USB-Speicherstick mit schnellem USB 3.0 Anschluss mit einem Computer verbinden, der auch mit USB 3.0 ausgestattet ist.
Besitzen Computer, Speicherstick oder Festplatte allerdings einen USB 2.0 Anschluss, kann die USB 3.0 Geschwindigkeit nicht voll ausgenutzt werden. Wollen Sie die höchste USB-Geschwindigkeit erreichen, müssen beide Geräte einen USB 3.0 Anschluss besitzen.

USB-Geschwindigkeit zu niedrig

Auch wenn die Angaben der Hersteller von Geräten mit einem USB 2.0 Anschluss oder USB 3.0 Anschluss nur theoretisch sind, ist die USB-Geschwindigkeit manchmal dennoch zu niedrig. Wie kommt das zustande?
Wenn Sie ein externes Gerät wie eine USB-Festplatte mit Ihrem Computer oder Laptop verbinden und einen Kopiervorgang starten, sollten Sie darauf achten, dass so wenig Programme wie möglich geöffnet sind. Schließen Sie während des Kopiervorgangs alle anderen Fenster auf Ihrem Computer. Mit dieser Maßnahme erreichen Sie eine höhere Übertragungsrate beim Kopieren, egal ob es sich um USB 2.0 oder USB 3.0 handelt. Begründet ist das damit, dass andere Programme auch immer ein wenig auf die Festplatte zugreifen.
Je weniger aber die Festplatte mit anderen geöffneten Programmen zu tun hat, desto schneller kann sie die Dateien für den Kopiervorgang bereitstellen. Sollten Sie jedoch weiterhin nur sehr geringe Geschwindigkeiten beim Kopieren von Dateien über USB erreichen, kann auch ein Treiber-Problem vorliegen oder ein USB-Gerät nicht richtig angeschlossen sein. Wie Sie Treiber-Probleme lösen oder was Sie tun müssen, wenn ein USB-Gerät nicht erkannt wird, lösen wir für Sie hier bei uns im Ratgeber.

USB-Steckertypen

Der neue USB-C Anschluss bringt noch einmal einen Leistungsschub für die Datenübertragung. Die gängigsten USB-Steckertypen sind die USB 2.0 und USB 3.0 Anschlüsse, die vor allem bei PC und Laptop zum Einsatz kommen. Allerdings gibt es verschiedene USB-Steckertypen, die auf die jeweiligen Geräte abgestimmt sind. Bei Handys hat sich der micro-USB Anschluss durchgesetzt, der wegen seiner geringen Größe für die immer flacher werdenden Smartphones besonders gut geeignet ist.
Seit etwa zwei Jahren kommt auch der USB-C Typ besonders bei Handys immer mehr zum Einsatz, weil die Gefahr der Abnutzung geringer ist. Ein USB-C Anschluss lässt sich leichter mit einem Ladekabel verbinden als das bei micro-USB der Fall ist. Aber welche Vorteile hat es noch, einen USB-C Anschluss zu verwenden? Und was ist der Unterschied zu USB 2.0 und 3.0?
Im Gegensatz zu bisher eingesetzten USB 2.0 und USB 3.0 Anschlüssen verbraucht der USB-C Anschluss noch weniger Platz. Ein USB-C Anschluss ist besonders flach und klein und kann deshalb gut bei Geräten wie Ultrabooks, Tablets oder Handys eingesetzt werden. Der Hersteller Apple setzt bei einigen seiner Macbooks genannten Laptops ebenfalls einen USB-C Stecker ein. Die Geschwindigkeit bei der Übertragung von Daten wird ebenfalls noch einmal erhöht. Die Übertragungsrate bei USB-C Anschlüssen beträgt nach Herstellerangaben bis zu 10 GB pro Sekunde und ist damit noch einmal doppelt so schnell wie USB 3.0. In der Praxis erreicht USB-C diese hohe Übertragungsrate aber nicht. Trotzdem ist der USB-C Anschluss eine zukunftsweisende Alternative für die Verbindung von vielen verschiedenen IT-Geräten.

Wenn Sie Probleme mit einem Ihrer USB-Anschlüsse haben, weil er Ihnen defekt erscheint, kommen Sie zu einem PC-SPEZIALIST vor Ort. Wir helfen Ihnen mit einer Fehlerdiagnose weiter.

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