Alle Welt spricht von Cloud, Cloud-Computing und Speichern in der Cloud. Aber was bedeutet das? Gibt es eine eindeutige Cloud-Definition? Und was ist eine kostenlose Cloud? Und wofür gibt es eine Cloud-App? Und braucht jeder eine Cloud? Wenn ja, wofür? Fragen über Fragen, die wir beantworten, damit Sie bestens informiert sind.
Viele nutzen die Cloud bereits, um persönliche Daten zu sichern, aber immer wieder gibt es auch Zweifel. Sind persönliche Daten in der Cloud wirklich sicher? Und was genau ist die Cloud überhaupt? Wir klären alle Fragen zum Thema Cloud und Cloud-Computing und erklären mit einer eindeutigen Cloud-Definition, worum es eigentlich geht.

Die Cloud-Definition

Eine Cloud-Definition ist leicht gefunden: Der Begriff „Cloud“ stammt aus dem Englischen und bedeutet Wolke. Da Sie in einer Cloud Daten speichern können, wird auch gern von einer Datenwolke gesprochen. Bleibt die Frage, was hat die Cloud mit dem Computer zu tun?
Wenn jemand davon spricht, etwas in die Cloud zu laden, dann ist damit gemeint, dass derjenige ausgewählte Daten auf einem entfernten Server speichert. Dabei arbeiten mehrere Server zusammen. Sollte einer ausfallen, hat das keine Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der dort gespeicherten Daten.
Sie können Ihre Daten von Ihrem Computer über das Internet auf den Server des Cloud-Anbieters hochladen und später vom selben oder einem anderen Gerät wieder abrufen. Das ist vor allem nützlich, wenn Sie von mehreren Geräten auf Ihre Daten zugreifen möchten. Außerdem hat die Nutzung einer Cloud einen entscheidenden Vorteil: Sie sparen Speicherplatz auf Ihren Geräten – und das ist besonders für Tablet und Smartphone von Vorteil.

Cloud-Definition - Cloud-App - die Cloud - kostenlose Cloud. Foto: Pixabay
Wenn Sie Ihre Daten in einer Cloud speichern, können Sie von verschiedenen Geräten darauf zugreifen. Foto: Pixabay

Beispiel zur praktischen Nutzung einer Cloud

Sie haben zwei Wohnorte, die Sie etwa zu gleichen Teilen nutzen. Aber nur an einem Wohnort steht Ihr Computer. Am zweiten Wohnort nutzen Sie lediglich Ihr Smartphone und Tablet, um zu arbeiten. Und Sie müssen unbedingt auf alle Daten zugreifen, die sich auf Ihrem Computer befinden. Damit das funktioniert, sollten Ihre Daten in einer Cloud gespeichert sein. Dann können Sie die Cloud nutzen, um von überall auf die Daten Zugriff zu haben.
Eine weitere Möglichkeit ist natürlich, dass Sie mit mehreren Personen an ein und demselben Dokument arbeiten möchten, beispielsweise, weil Sie für die nächste Familienfeier eine Präsentation für den Jubilar planen. Dann ist es ebenfalls sinnvoll, dieses Dokument in einer Cloud zu speichern und für alle, die mitarbeiten sollen, freizugeben.

Woher kommt die Cloud?

Die Ideen für die Cloud sind gar nicht mehr so jung, wie die meisten denken. Erste Ansätze gab es bereits in den 1950er-Jahren. Damals fehlten allerdings das technische Wissen und die technischen Möglichkeiten für das sogenannte Cloud-Computing.
Ende der 1990er-Jahre war es dann soweit: Software as a Service (SaaS) war nun möglich. Dabei betreibt ein Dienstleister eine Software, die Sie nutzen können, ohne die Software auf Ihrem Rechner installieren zu müssen. Sie mieten die Software lediglich, was den Vorteil hat, dass Sie sich nicht mehr um Lizenzen und Updates kümmern müssen. Das erledigt der IT-Dienstleister für Sie. Bestes Beispiel dafür: Office 365 von Microsoft.
Dank immer schnelleren Bandbreiten und besserer technischer Ausstattung gibt es heute immer mehr IT-Dienstleister, die sowohl Speicherplatz auf ihren Servern als auch Online-Dienstleistungen gegen Gebühr anbieten.

Die Cloud im ABC

Rund um die Cloud und das Cloud-Computing gibt es zahlreiche Begriffe, die immer wieder auftauchen. Deshalb haben wir für Sie ein Cloud-ABC zusammengestellt:
  • Business Cloud ist eine Cloud, die sich an Unternehmen richtet.
  • Cloud Computing beschreibt das Zusammenspiel mehrerer Server, die den Speicherplatz bereitstellen.
  • Community Cloud ist eine Cloud als lokales Gemeinschaftsprojekt, bei dem sich ein definierter Kreis zusammenschließt und die Kosten unter sich aufteilt.
  • Die Hybrid Cloud beschreibt eine Kombination aus der Private Cloud und Public Cloud, je nach dem individuellen Bedarf.
  • Infrastructure as a Service (IaaS) ist eine Cloud-Dienstleistung, bei der Ihnen Server zur Verfügung gestellt werden, die Sie selbst in eigene virtuelle Rechnerverbünde aufteilen. Für die Auswahl jeglicher Software sind Sie selbst verantwortlich.
  • Multicloud basiert auf dem Gedanken der Hybrid-Cloud und verknüpft mehrere Cloud-Angebote miteinander.
  • Das NIST (National Institute of Standards and Technology, USA) ist ein US-amerikanisches Institut, das die Cloud-Definition entwickelt hat.
  • Bei Platform as a Service (PaaS) erhalten Sie Zugriff auf eine bestehende Softwareumgebung, in der Sie eigene Software ausführen können.
  • Die Private Cloud ist eine eigene Cloud, die sowohl unternehmensintern als auch privat sein kann, wenn Sie einen kleinen Cloud-Server bei sich zuhause haben.
  • Public Cloud ist das Gegenteil: Eine Cloud, die für alle öffentlich zugänglich ist.
  • Software as a Service (SaaS) wird auch als Software on Demand bezeichnet. Sie nutzen die Software, die auf den Servern läuft, haben aber selbst kaum Einfluss auf die Software.

Cloud-Definition - Cloud-App - die Cloud - kostenlose Cloud. Foto: Pixabay
Eine Datenwolke, mehrere Geräte: Dank Cloud haben Sie von all Ihren Geräten Zugriff auf Ihre Daten. Foto: Pixabay

Sind Ihre Daten in der Cloud sicher?

Fragen, die alle beschäftigen, wenn Sie Ihre persönlichen Daten aus der Hand geben und in der Cloud speichern, sind folgende: „Sind meine Daten in der Cloud auch sicher?“ Oder: „Können Fremde auf meine Daten zugreifen?“ und „Wer garantiert, dass beispielsweise Geheimdienste keinen Zugriff auf die Daten haben?“
Großen Anbietern wie beispielsweise Dropbox, Onedrive, Google Drive, iCloud & Co., stehen zahlreiche Server zur Verfügung. Und sie beherbergen die Dateien von Millionen von Nutzern. Wie können Sie sicher sein, dass Ihre Daten nicht von Unbefugten eingesehen werden? Wie können Sie den Zugriff von Geheimdiensten auf Ihre Dokumente verhindern, wenn Sie keine Kontrolle über die Server haben?
Die Antwort auf diese Fragen ist so kurz wie simpel: Leider (fast) gar nicht. Sie müssen den Anbietern vertrauen, auch wenn das bei Anbietern, die ihre Server in den USA stehen haben, nicht immer ganz einfach ist.

Die Cloud und der Patriot Act

In den USA gibt es den sogenannten Patriot Act, das Heimatschutzgesetz. Das besagt, dass US-Unternehmen den amerikanischen Behörden im Verdachtsfall Zugriff auf die Rechenzentren gewähren müssen. Im Klartext heißt das, dass der US-Geheimdienst die in der Cloud gespeicherten Dateien durchsuchen könnte.
Europäische oder deutsche Anbieter bieten mehr Sicherheit. Allerdings nur, wenn sie keine Wirtschaftsbeziehungen mit den USA pflegen. Tun sie das aber, müssen sie sich dem Patriot Act unterwerfen. Beispiel Deutsche Telekom: Ihr gehört in den USA unter anderem die Mobilfunktochter T-Mobile USA. Im Zweifelsfall muss die Deutsche Telekom den US-Behörden den Datenzugriff gewähren. Die deutschen Sicherheitsanforderungen erfüllen viele ausländische Cloud-Betreiber daher nicht. Das hat eine Untersuchung des Fraunhofer SIT und der Uni Darmstadt ergeben. Deshalb ist eine Verschlüsselung Ihrer Daten immens wichtig, ehe Sie sie in einer Cloud speichern.
Wie Sie Ihre Daten für die Cloud sicher verschlüsseln beschreibt Jenny Scheiba in dem Artikel Cloud Computing: Wie sicher sind Ihre Daten bei Dropbox & Co.? ausführlich. Sollten Sie sich mit deutschen Cloud-Anbietern sicherer fühlen, finden Sie Alternativen zu ausländischen Anbietern in der Initiative Cloud Services made in Germany. Und welches die besten Cloud-Speicher im Test sind, erfahren Sie bei Trusted.de.

Warum ist die Cloud so beliebt?

Trotz aller Zweifel erfreut sich die Cloud großer Beliebtheit. Warum ist das so? Fakt ist, Sie können Ihre Daten nicht mehr verlieren. Wer sich schon mal über verlorene Daten geärgert hat, schätzt die Annehmlichkeiten, die die Cloud bietet. Natürlich können Sie auch regelmäßige Backups erstellen lassen. Unsere Technik-Experten von PC-SPEZIALIST vor Ort unterstützen Sie dabei gern. Aber mit einer Cloud brauchen Sie vor kaputten Festplatten, verloren gegangenen USB-Sticks und fehlerhaften Dateien keine Angst zu haben, denn in der Cloud sind ihre Daten sicher. Jederzeit. Und Sie können von überall auf die Daten zugreifen. Zudem sind viele Cloud-Angebote inzwischen für kleines Geld oder sogar als kostenlose Cloud zu haben. Bei der Einrichtung Ihrer iCloud unterstützen Sie unsere Service-Techniker von PC-SPEZIALIST ebenfalls gern.

Welcher Cloud-Anbieter ist der richtige?

Sie haben sich für die Speicherung Ihrer Daten in einer Cloud entschieden? Dann brauchen Sie jetzt nur noch einen Cloud-Anbieter, der zu Ihren Ansprüchen passt. Die Wahl des Cloud-Anbieters will dabei wohlüberlegt sein.
Manche Anbieter stellen Ihnen die Cloud kostenlos zur Verfügung. Dann haben Sie häufig aber nur einen geringen Speicherplatz, den Sie aber oftmals gegen einen monatlichen oder jährlichen Betrag erweitern können. Allerdings darf der Preis nicht das einzige Kriterium sein. Im Vordergrund sollten die Sicherheit Ihrer Daten und der Schutz Ihrer Privatsphäre stehen. Anbieter, die ihre Server im Ausland haben, unterliegen nicht dem deutschen Datenschutz-Richtlinien – ganz im Gegensatz zu Cloud-Anbietern mit Servern in Deutschland, bei denen Ihre Daten unter anderem SSL-verschlüsselt und so gegen Zugriffe von außen geschützt sind.
Sie haben Fragen zum Thema Cloud? Wenden Sie sich gern an Ihren Technik-Experten von PC-SPEZIALIST vor Ort und lassen Sie sich beraten. Sie benötigen anderweitige Hilfe zum Thema Computer? Etwa eine Betriebssysteminstallation, neue Hardware, eine Notebookinnenreinigung oder eine DSL-WLAN-Einrichtung? Wir helfen Ihnen gern.

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