Bildbearbeitungsapp für’s iPad

Die besten iPad-Apps für die Bildbearbeitung und zum Zeichnen

Geschrieben von Stefanie Schäfers am 2019/06/25

Wer Bilder bearbeiten möchte, greift meist auf das bewährte Photoshop zurück. Doch die Bildbearbeitung klappt auch auf dem iPad – sofern man eine passende Bildbearbeitungsapp nutzt. Doch welche Fotobearbeitungsapps und Kreativapps gibt es für das iPad und welche eignen sich besonders für das kreative Arbeiten?
Längst benötigt man keinen Hochleistungsrechner mehr, um Bilder mit einer passenden Software zu bearbeiten. Bildbearbeitungssoftware gibt es daher auf dem Software-Markt mittlerweile wie Sand am Meer.
Doch es muss nicht immer Photoshop oder eine der gängigen Photoshop-Alternativen wie GIMP sein. Auch auf dem iPad lässt sich mit der richtigen Bildbearbeitungsapp viel aus den eigenen Fotos herausholen. Und auch zum Zeichnen und für Kreative gibt es unzählige iPad-Apps, die sich zur Bildbearbeitung und zum Designen eignen. Wir stellen Ihnen im folgenden Artikel einige der bekanntesten Fotobearbeitungs- und Kreativapps für das iPad vor.

Fotobearbeitungsapps für’s iPad: Apples Boardmittel

Wenn Sie Bilder mit dem iPad bearbeiten wollen, benötigen Sie nicht zwingend eine (kostenpflichtige) Fotobearbeitungsapp. Auch mit Apples Boardmitteln können Sie bereits einige grundlegende Elemente bearbeiten. So bietet Ihnen die Fotos-App, die sowohl auf dem iPad als auch auf dem iPhone vorinstalliert ist, die Möglichkeit, die Helligkeit und den Kontrast von aufgenommenen Bildern zu bearbeiten. Zudem können Sie den Fotos Effekte und Filter hinzufügen. Auch zuschneiden und drehen lassen sich die Bilder mit der Fotos-App. Außerdem lassen sich in Apple Fotos einfache Markierungen zu einem Bild hinzufügen.
Zwar bietet Fotos im Gegensatz zu anderen Bildbearbeitungsapps weniger Funktionen. Allerdings lassen sich Bilder per AirDrop schnell an ein anderes Apple-Gerät senden. Ebenso können Sie die bearbeiteten Bilder in passende Alben einordnen und diese direkt für Freunde oder Bekannte freigeben.
Wem diese grundlegenden Funktionen reichen, hat also bereits mit Apples Boardmitteln einige Möglichkeiten für die Bildbearbeitung auf dem iPad oder iPhone. Allerdings gibt es auch zahlreiche weitere iPad-Apps, mit denen sich Bilder bearbeiten lassen.
Junger Mann arbeitet mit einem iPad. Vielleicht benutzt er gerade eine Bildbearbeitungsapp? (Bild: pixabay.com/niekverlaan)
Es gibt zahlreiche Bildbearbeitungsapps für das iPad. Wir stellen Ihnen einige Fotobearbeitungs- und Kreativapps vor. (Bild: pixabay.com/niekverlaan)

Bildbearbeitungsapps für iPad, iPhone und Mac

Wenn Sie noch mehr aus Ihren Bildern herausholen wollen, haben Sie die Wahl zwischen zahlreichen Fotobearbeitungsapps. Viele davon gibt es dabei nicht nur für das iPad, sondern auch in einer iPhone- und/oder Mac-Version sowie für Android oder Windows. Dazu zählen zum Beispiel Snapseed, PicsArt Photo Studio und Pixelmator.

Snapseed

Snapseed ist eine von Google entwickelte kostenlose Bildbearbeitungsapp, die für iPad und iPhone, aber auch für Android-Smartphones zur Verfügung steht. Google selbst bezeichnet sie als „professionellen Fotoeditor mit umfassenden Funktionen“. Dazu gehören insbesondere zahlreiche verschiedene Filter, aber auch Tools zum Bearbeiten der Bilder.
So lassen sich mit Snapseed Bilder retuschieren, reparieren und umfangreich anpassen. Wer vor allem Bilder für Social-Media-Plattformen bearbeiten möchte, ist dank des großen Funktionsumfangs mit Snapseed bestens bedient.

PicsArt

Eine Snapseed-Alternative ist die Fotobearbeitungsapp PicsArt. Sie steht in der Basis-Version ebenfalls kostenlos für iOS und Android zur Verfügung; über In-App-Käufe lassen sich allerdings zusätzliche Funktionen und Filter freischalten. Auch PicsArt bietet zahlreiche Filter und Werkzeuge für die Bildbearbeitung. Darüber hinaus können Sie mit der Bildbearbeitungsapp Sticker und Cliparts erstellen.
Hinsichtlich der Bearbeitungsmöglichkeiten bietet die App umfangreiche Werkzeuge für die grundlegende Bildbearbeitung. Doch auch einige Profi-Werkzeuge zum Bearbeiten Ihrer Bilder stehen in PicsArt zur Verfügung. Zudem lassen sich mit PicsArt besonders einfach Collagen erstellen und bearbeiten.
Screenshot PicsArt-Menü zum Erstellen neuer Bilder. (Bild: Screenshot)
Mit PicsArt lassen sich unter anderem Collagen, aber auch Zeichnungen auf dem iPad erstellen. (Bild: Screenshot)

Pixelmator

Pixelmator bietet ebenfalls umfangreiche Bildbearbeitungsmöglichkeiten für iPad und Mac. So bietet Pixelmator für’s iPad verschiedene Vorlagen, Effekte sowie Werkzeuge zum Malen und Retuschieren. Auch das Hinzufügen von Text, Schatten oder anderen Formen ist unkompliziert möglich.
Das Besondere an Pixelmator: Die Bildbearbeitungsapp kann auch mit Ebenen umgehen, was für eine iPad-Bildbearbeitungsapp eher ungewöhnlich ist. Dadurch können Sie aber beispielsweise auch Photoshop-Dateien auf dem iPad öffnen und bearbeiten. Außerdem bietet Pixelmator umfangreiche Export-Möglichkeiten, darunter den Export als .PSD-Datei.
Im Gegensatz zu den anderen bisher genannten Fotobearbeitungsapps ist Pixelmator nur für iPad und Mac verfügbar. Außerdem ist Pixelmator nicht kostenlos: Die iPad-Version kostet im App Store 5,99 Euro; die Mac-Version 32,99 Euro.

Bildbearbeitungsapps für Profis: Photoshop und Affinity Photo

Vor allem für diejenigen, die auch auf dem iPad – etwa unterwegs – Bilder professionell bearbeiten wollen, gibt es aber auch einige Profi-Bildbearbeitungsapps auf dem Markt. So kündigte Apple bei der Vorstellung des aktuellsten Modells des iPad Pro im Oktober 2018 an, dass Adobe eine eigene iPad-Version von Photoshop herausbringen will.
Aktuell steht diese zwar noch nicht zur Verfügung, sie soll aber im Laufe des Jahres 2019 erscheinen. Dennoch gibt es mit Photoshop Express sowie weiteren Photoshop-Anwendungen schon jetzt die Möglichkeit, den Funktionsumfang der Adobe Creative Cloud auf das iPad zu holen.

Affinity Photo

Neben Adobe Photoshop hat sich auch Affinity Photo als Tool für die professionelle Bildbearbeitung einen Namen gemacht. Affinity Photo gibt es einerseits in einer Desktop-Version für macOS und Windows, andererseits in einer iPad-Version. Letztere greift dabei sowohl auf iOS-eigene Technologien als auch auf Technologien der zugehörigen Desktop-App zurück und bietet so eine vollwertige Bildbearbeitungsapp für das iPad.
In Affinity Photo stehen dabei eine ganze Reihe an Werkzeugen zur Bearbeitung, Retusche und Reparatur aller Arten von Bildern zur Verfügung. Zudem ermöglicht die App die Arbeit mit einer unbegrenzten Anzahl an Ebenen, die sich zudem weiter anpassen und bearbeiten lassen. Darüber hinaus bietet die Anwendung Unterstützung für alle gängigen Bildformate sowie .PSD-Dateien. Der Funktionsumfang von Affinity Photo hat allerdings auch seinen Preis: Die Desktop-Version kostet einmalig 54,99 Euro; die iPad-Version ist für einmalig 21,99 Euro zu haben.
Screenshot der Werkzeuge-Auswahl bei der App Paper (Bild: Screenshot)
Für das iPad gibt es nicht nur zahlreiche Bildbearbeitungsapps, sondern auch verschiedene Zeichenapps – wie zum Beispiel die App Paper. (Bild: Screenshot)

Zeichenapps für das iPad: Paper, Sketches & Co.

Dank zahlreicher Bildbearbeitungsapps lassen sich auf dem iPad Bilder professionell bearbeiten. Doch auch, wer das iPad lieber als Kreativ-Tool nutzen möchte, wird auf dem App-Markt fündig. So stehen im App Store unzählige Design- und Kreativapps zur Verfügung, mit der Sie Ihre Kreativität voll ausleben können.
Vor allem Zeichenapps erfreuen sich dabei großer Beliebtheit. Ähnlich wie bei den Fotobearbeitungsapps gibt es auch hier Apps in nahezu jeder Preisklasse. Viele Apps wie zum Beispiel Paper oder Autodesk Sketches gibt es aber auch kostenlos, ohne dass Sie dabei auf wichtige Funktionen verzichten müssten. Es ist jedoch ratsam, verschiedene Anwendungen auszuprobieren, um die richtige Zeichenapp für die eigenen Anforderungen zu finden, da der Funktionsumfang von App zu App variiert.

Paper

Eine der beliebtesten Zeichenapps für das iPad ist Paper. Mit Paper lässt sich das Tablet quasi wie ein normales Papiernotizbuch benutzen, denn die App ermöglicht nicht nur das Erstellen von Skizzen und Zeichnungen, sondern auch von Notizen. Ebenso lassen sich Fotos und Dokumente importieren und anschließend mit Anmerkungen versehen. Auch der Export der erstellten Bilder und Dokumente ist möglich; unterstützt werden beispielsweise das PDF-, Keynote- und PowerPoint-Format.
Paper bietet eine Vielzahl verschiedener Werkzeuge, darunter unterschiedliche Pinsel und Stifte, mit denen sich auch kleinste Details zeichnen lassen. Dafür ist vor allem der Einsatz eines Zeichenstifts, zum Beispiel des Apple Pencils, ratsam. Sie können Paper aber auch mit dem Finger bedienen.
Die kostenlose Version der Zeichenapp bietet bereits die wichtigsten Zeichenfunktionen. Es gibt allerdings auch eine Pro-Version, über die Sie zusätzliche Funktionen wie etwa ein Kollage-Werkzeug oder Vorlagen freischalten können. Paper Pro gibt es als Abo entweder für ein halbes Jahr (Kostenpunkt: 6,49 Euro) oder für ein ganzes Jahr (9,99 Euro).

Autodesk Sketchbook

Als reine Zeichenapp und zum Anfertigen von Illustrationen eignet sich Autodesk Sketchbook. Die App bietet unzählige Pinsel und Stifte, mit denen sich die verschiedensten Arten von Zeichnungen erstellen lassen. Dabei ist die App sehr übersichtlich aufgebaut; versteckte Elemente und Funktionen sucht man vergebens. Zudem führt ein kurzes Tutorial am Anfang durch die wichtigsten Funktionen. Dadurch fällt der Einstieg in die Arbeit mit Autodesk Sketchbook besonders leicht, und man kann sofort mit dem Zeichnen beginnen.
Darüber hinaus bietet die Zeichenapp viele verschiedene Werkzeuge an, die das Zeichnen erleichtern sollen. Zudem gibt es die Möglichkeit, eigene Bilder zu importieren und Textfelder einzufügen. Autodesk Sketchbook steht kostenlos im App Store zum Download für iOS-Geräte zur Verfügung.
Screenshot der Werkzeuge in Autodesk Sketchbook (Bild: Screenshot)
Autodesk Sketchbook bietet viele verschiedene Zeichentools, mit denen Kreative ihre Ideen auf das virtuelle Papier bringen können. (Bild: Screenshot)

Kreativapps für’s iPad: Procreate & Co.

Neben den vorgestellten Zeichenapps für das iPad gibt es natürlich noch unzählige weitere Anwendungen. Auch Kreativapps für das iPad gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Vor allem eine App hat sich dabei in den letzten Jahren einen Namen gemacht: Procreate. Doch auch von Adobe gibt es Kreativapps für unterwegs.

Zeichenapps für’s iPad von Adobe

Adobe bietet mit Photoshop Express nicht nur eine Bildbearbeitungsapp. Auch wer unterwegs gern zeichnen und Illustrationen erstellen möchte, wird beim Angebot der Adobe Creative Cloud fündig. So können Sie bei Adobe Photoshop Sketch auf 24 integrierte Pinsel zurückgreifen, die sich zusätzlich in Größe, Farbe und Deckkraft anpassen lassen. Außerdem stehen verschiedene Schablonen sowie weitere Werkzeuge zur Verfügung. Die App steht kostenlos im iOS-App-Store zum Download zur Verfügung.
Wer dagegen vor allem mit Vektorgrafiken arbeitet und zeichnet, kann mit Adobe Illustrator Draw auch unterwegs arbeiten. Zur Verfügung stehen verschiedene Werkzeuge und Pinsel, um Vektorgrafiken oder formbasierte Zeichnungen anzufertigen. Auch Adobe Illustrator Draw steht im App Store kostenlos zur Verfügung.
Screenshot der Galerie in Procreate (Bild: Screenshot)
Procreate ist mittlerweile eine der bekanntesten Kreativapps für das iPad. (Bild: Screenshot)

Procreate

Zu den bekanntesten Zeichen- und Kreativapps für das iPad gehört Procreate. Die App richtet sich vor allem an kreative Profis, doch auch für den Privatanwender ist Procreate geeignet. Zur Verfügung stehen unzählige Werkzeuge und über 130 verschiedene Pinsel zum Erstellen von Zeichnungen, Bildern und Illustrationen. Zudem können Sie Bildern Effekte verleihen, auf verschiedene Zeichenhilfen zurückgreifen und Ihren Arbeitsfortschritt per Video aufzeichnen.
Zwar ist Procreate zu Beginn nicht ganz so intuitiv wie andere Zeichen- und Kreativapps, doch mit ein bisschen Übung ermöglicht die Anwendung schnell produktives und kreatives Arbeiten. Zudem finden sich im Internet zahlreiche Tipps und Tricks zur Nutzung der App. Nützlich sind auch die Export-Möglichkeiten sowie die Option, Photoshop-Dateien direkt mit Procreate zu bearbeiten. Während andere Anwendungen auch eine kostenlose Basis-Version anbieten, werden bei Procreate einmalig 10,99 Euro für den Kauf der App fällig.
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