Was ist Mesh?

Schnelles WLAN in jedem Winkel Ihres Zuhauses – dank Mesh-Technik

Geschrieben von Janina Kröger

Mit dem WLAN ist es doch wie mit Strom, Wasser und Heizung – es sollte zuhause immer und überall verfügbar sein. Denn: Wenn das YouTube-Video mit der benötigten Anleitung beim Heimwerken im Hobbyraum ruckelt, sich die Lieblingsserie beim Bügeln im Hauswirtschaftsraum immer wieder aufhängt oder die WLAN-Verbindung im Home Office immer wieder hakt, kann das ganz schön nervig sind. Abhilfe liefert die Mesh-Technik. Sie verteilt das WLAN bis in den hintersten Winkel der Wohnung. Aber: Was ist Mesh eigentlich ganz genau?

WLAN zu langsam? Schlechtes WLAN im Haus? Bei solchen Problemen hilft die Mesh-Technik. Wir erklären Ihnen, wie Sie mit dieser Technik Ihr WLAN optimieren und das Internet verbessern können.

WLAN optimieren – Verschiedene Wege führen zum Ziel

Die Diagnose „WLAN zu langsam“ ist nicht selten. In fast jeder – mehr oder weniger großen – Wohnung und fast jedem Haus gibt es meist diese eine bestimmte Stelle, zu der das WLAN-Signal einfach nicht vordringt. Zum Glück gibt es verschiedene Mittel und Wege, wie sich im eigenen Zuhause das Internet verbessern und das WLAN optimieren lassen.

Um überall in Ihrer Wohnung eine schnelle WLAN-Verbindung genießen zu können, ist es zum Beispiel eine Möglichkeit, dass Sie darauf achten, möglichst einen freien WLAN-Kanal zu nutzen. Denn: Zu viele Geräte in demselben WLAN-Funkkanal verlangsamen die Verbindung deutlich. Was es mit den WLAN-Kanälen auf sich hat und wie Sie einen freien Kanal nutzen können, lesen Sie in unserem Blog-Beitrag WLAN-Kanal ändern.

Eine andere Option bietet der Einsatz von sogenannten WLAN-Repeatern. Sie fangen das vom Router ausgesandte WLAN-Signal auf und geben es dann in verstärkter Form weiter. Unser Ratgeber WLAN-Reichweite erhöhen nimmt diese Methode genauer in den Blick.

Zu sehen ist ein Paar, das es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht hat und auf ein Tablet schaut. Es kennt sich mit der Frage „Was ist Mesh?“ aus. Bild: Fotolia/#260006314
Überall gutes WLAN im Haus – das klappt mit der Mesh-Technik. Aber was ist Mesh eigentlich? Bild: Fotolia/#260006314

Internet verbessern – WLAN-Kanäle stoßen an Grenzen

Die genannten Methoden haben aber ihrerseits ebenfalls mit Problemen zu kämpfen. Widmen wir uns zunächst der Methode mit der Wahl eines freien WLAN-Kanals: Für WLAN werden meistens die Frequenzbereiche 2,4 GHz und 5 GHz genutzt; während die Reichweite des WLAN-Signals beim 2,4-GHz-Frequenzband zwar akzeptabel ist, bereitet jedoch die starke Nutzung Probleme.

Oft verwendet zum Beispiel der Nachbar dieselbe Frequenz mit demselben Kanal, sodass es hier zu einem Gerangel um die schnellere Verbindung und zu einer gegenseitigen Blockade kommt. Ein freier Kanal lässt sich allerdings – beispielsweise in Gebäuden mit mehreren Wohnungen – manchmal nicht finden, denn es gibt nur 13.

Das 5GHz-Frequenzband verfügt im Vergleich dazu zwar über eine größere Anzahl an Kanälen, sodass die Chance auf einen freien Kanal größer ist. Aber: Hier ist die Reichweite begrenzt, sodass das WLAN-Signal möglicherweise nicht jedes Zimmer der Wohnung erreicht – zum Beispiel, wenn Mauern besonders dick sind oder andere Geräte die Verbindung stören. Deshalb ist 5GHz oft nur zweite Wahl.

WLAN beschleunigen – „Normale“ Repeater verwirren Endgeräte

Auch die Nutzung von Repeatern hat Nachteile – zumindest wenn es sich um „normale“ Repeater handelt. Warum? Normale Repeater übernehmen den Netzwerknamen (SSID) des Routers nicht, sondern eröffnen ein neues Netz – und das verwirrt das Endgerät.

Beispiel: Der Router befindet sich im Wohnzimmer; entsprechend verbindet sich Ihr Smartphone hier mit dem Router als nächster verfügbarer Internetquelle. Gehen Sie von dort aus ins Arbeitszimmer, wo Sie einen Repeater einsetzen, muss das Smartphone die Verbindung von Router zu Repeater wechseln. Das funktioniert oft nicht übergangslos beziehungsweise kann ganz schön dauern. Endgeräte bleiben nämlich so lange wie möglich mit der ursprünglichen Quelle verbunden und nutzen dann gegebenenfalls ein schwächeres Signal. Das ist unter dem Begriff Klebeeffekt bekannt.

Einfache Repeater nutzen dieselbe Frequenz, um sowohl mit dem Router als auch mit Ihrem Endgerät zu kommunizieren. Das führt aber dazu, dass Ihre WLAN-Verbindung schwächer und dadurch schlechter wird.

Zu sehen ist ein Mädchen an seinem Schreibtisch, das mit seinem Smartphone surft. Es nutzt dabei die Mesh-Technik. Aber was ist Mesh? Bild: AVM
Mit der Mesh-Technologie gibt es schnelles WLAN auch im Teenie-Zimmer. Bild: AVM

Was ist Mesh? – Grundlagen

Aber was ist Mesh? Und was hat Mesh mit WLAN zu tun? Mesh ist schon seit etwas längerer Zeit ein großes Thema bei der Heimvernetzung, denn die Mesh-Technologie sorgt für guten, übergangslosen WLAN-Empfang – ganz unabhängig davon, in welchem Raum Sie sich gerade befinden oder ob Sie vielleicht von einem Raum in einen anderen gehen, während Sie über Spotify Musik hören oder über WhatsApp mit jemandem telefonieren.

Das Grundprinzip ist dasselbe wie bei den herkömmlichen Repeatern: Innerhalb von Wohnung oder Haus gibt es verschiedene WLAN-Zugangspunkte über mehrere Geräte. Klein, aber fein ist jedoch der Unterschied. Anders als es bei normalen Repeatern der Fall ist, teilen sich Mesh-Repeater nämlich sowohl den Namen als auch das Passwort mit dem Router. Das bedeutet, dass das gesamte WLAN unter einem Namen und Passwort läuft. Dadurch stimmen sich die Geräte untereinander ab und versorgen die Endgeräte – ob Smartphone, Smart-TV, WLAN-Lautsprecher oder Smart-Home-Element – immer mit der schnellsten Verbindung.

Zu sehen ist eine grafische Darstellung, in der verschiedene Mesh-Produkte des Herstellers AVM miteinander verbunden sind. Aber was ist Mesh? Bild: AVM
So sieht ein Mesh-Netzwerk aus – in diesem Beispiel mit Mesh-Produkten von AVM, Hersteller der beliebten FRITZ!Box. Bild: AVM

Was ist Mesh? – Auf den Punkt gebracht

Auf die Frage „Was ist Mesh?“ lässt sich also antworten: Ein Mesh-Netzwerk besteht – wie ein Maschennetz – aus verschiedenen Knotenpunkten, die jeweils einen Zugang ins WLAN herstellen und sich untereinander abstimmen, um immer die kürzeste Verbindung von Endgerät zu Knotenpunkt zu nutzen. Damit stellt es höchste Geschwindigkeit zum Surfen und Streamen nahtlos bis in den letzten Winkel jedes Zimmers zur Verfügung, sodass nervige Verbindungsprobleme der Vergangenheit angehören.

Knotenpunkte können neben den Mesh-Repeatern übrigens auch Mesh-fähige Powerlines sein. In eine Steckdose gesteckt, machen Sie sich die Stromleitung zunutze und lassen darüber eine zusätzliche Datenverbindung entstehen.

Manche Anbieter machen das über Mesh laufende Heimnetzwerk auch virtuell sichtbar. Das ist zum Beispiel bei FRITZ! von AVM der Fall: Wenn Sie über Ihren Web-Browser die FRITZ!-Box aufrufen, finden Sie dort den Menü-Punkt „Heimnetz“. Hier sehen Sie, welche Mesh-FRITZ!-Geräte im Einsatz sind und welche davon mit Ihren Endgeräten verbunden sind. Für die Endgeräte Ihrer Gäste können Sie einen separaten Hotspot anlegen.

Zu sehen ist ein Paar in seinem Bett; die Frau trinkt einen Kaffee und schaut auf das Smartphone, das ihr Mann in der Hand hält. Sie nutzen die Mesh-Technik für schnelles WLAN. Aber was ist Mesh? Bild: AVM
Den Sonntagmorgen im Bett verbringen und beim Surfen bestes WLAN genießen – möglich wird das durch die Mesh-Technik. Bild: AVM

Was ist Mesh? – Und wie lässt es sich einrichten?

Die Mesh-Technik ist praktisch. Aber wie lässt sie sich bei Ihnen zuhause einrichten? Leider lässt sich diese Frage nicht so pauschal beantworten. Schließlich gibt es viele verschiedene Anbieter auf dem Markt und die Einrichtung variiert entsprechend dem Mesh-System. Gern ist Ihnen dabei aber Ihr PC-SPEZIALIST in der Nähe behilflich.

Ein guter Hinweis vorweg: Meistens lassen sich Mesh-Geräte von verschiedenen Herstellern nicht oder nur schwer innerhalb eines Netzwerks integrieren. Sie sollten also am besten alle Geräte von einem einzigen Hersteller verwenden – das erleichtert die Einrichtung, da viele Einstellungen in diesem Fall automatisiert übernommen werden können. Wichtig ist außerdem, dass Sie einen Mesh-fähigen Router haben.

Mesh einrichten am Beispiel FRITZ!

An einem Beispiel mit der FRITZ!Box zeigen wir Ihnen, wie Sie Mesh bei sich zuhause einrichten. Das Szenario: Sie nutzen bereits eine FRITZ!Box mit Mesh-Funktion und möchten das WLAN-Netz durch einen FRITZ!Repeater erweitern, damit auch der letzte Winkel Ihrer Wohnung einen guten WLAN-Empfang hat. Das ist einfach:
  • Drücken Sie kurz auf die Taste am FRITZ!Repeater (LED blinkt).
  • Starten Sie an der FRITZ!Box innerhalb von zwei Minuten die Mesh-Aktivierung durch Drücken der WLAN-/WPS- oder der Connect-/WPS-Taste.
Das funktioniert genauso, wenn Sie einen weiteren Repeater hinzufügen möchten. Es kann aber auch sein, dass er sich von ganz allein mit dem Netzwerk verbindet. Wenn Sie das WLAN allerdings komplett neu einrichten, ist das Ganze deutlich komplizierter. Und dann?

Zu sehen ist eine grafische Darstellung, in der verschiedene Mash-Produkte des Herstellers AVM das ganze Haus mit schnellem WLAN versorgen. Aber was ist Mesh? Bild: AVM
Die Mesh-Technik sorgt für schnelles WLAN im ganzen Haus. Bild: AVM

PC-SPEZIALIST hilft bei der Mesh-Erinrichtung

Dann nutzen Sie einfach die Dienste von PC-SPEZIALIST. Unsere Experten sind nämlich nicht nur versiert, wenn es um Computerreparaturen, Software-Installation und Co. geht, sondern kennen sich auch mit der WLAN-Einrichtung bestens aus und beraten Sie dazu gern. Denn: Nicht immer ist die Mesh-Technik die beste Lösung für ein Heimnetzwerk. Sollten Sie zum Beispiel die Möglichkeit haben, LAN-Kabel zu verlegen, ist das oft eine noch stabilere Lösung.

Eine ausführliche Beratung ist Ihnen bei Ihrem PC-SPEZIALIST in der Nähe jedenfalls sicher. Er erklärt Ihnen die Möglichkeiten, stellt Ihnen die verschiedenen Geräte und Hersteller vor, nennt Ihnen Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungen und hilft Ihnen somit bei der Kaufentscheidung. Und ist die Wahl einmal gefallen, übernimmt er direkt die Einrichtung der neuen WLAN-Geräte.

Wir empfehlen Ihnen, ein unverbindliches Gespräch zu suchen. Vielleicht genießen Sie in Ihren vier Wänden dann schon ganz bald schnelles Internet – mit oder ohne Mesh.

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