Internetbetrug anzeigen

Warum und wo Sie eine Online-Anzeige erstatten sollten

Geschrieben von Janina Kröger

Keiner von Ihnen möchte das Internet wohl noch missen. Ob beruflich oder privat – das World Wide Web bietet schier unerschöpfliche Möglichkeiten, sei es zur Recherche, zur Interaktion, zur Unterhaltung oder zum Einkaufen. Wo Licht ist, gibt es allerdings auch Schatten und in diesem bieten sich genauso unendliche Möglichkeiten für Betrüger. Im Kampf gegen Internetkriminalität appelliert die Polizei: Sie sollten jeden Fall von Internetbetrug anzeigen – umgehend und unbedingt! Wenn Sie einen Internetbetrug anzeigen möchten, müssen Sie dazu heute nicht mehr zur nächstgelegenen Polizeiwache gehen. Inzwischen können Sie auch eine Online-Strafanzeige erstatten. Wie das funktioniert, lesen Sie bei uns.

Was ist Internetbetrug?

Eine Definition für die Bezeichnung Internetbetrug ist schnell gefunden. Darunter fällt nämlich alles, was mit dem Versuch zu tun hat, Internetnutzer zu betrügen, um daraus einen persönlichen und finanziellen Vorteil zu schlagen. So weit gefasst wie diese Formulierung sind auch die Möglichkeiten, derer sich die Cyberkriminellen dafür bedienen. In letzter Zeit war bei den Onlinebetrügern zum Beispiel der Dreiecksbetrug auf ebay beliebt. Dabei kauft der Betrüger einen teuren Artikel, bietet diesen Artikel selbst bei ebay an und gibt seinem Käufer die Bankdaten des ursprünglichen Verkäufers, woraufhin dieser den Artikel an den Betrüger sendet. Der Betrüger denkt dabei nicht daran, den Artikel an seinen Käufer zu versenden, sondern finanziert den eigenen Kauf vielmehr aus fremder Tasche. Bei ebay Kleinanzeigen ist auch der PayPal-Betrug eine beliebte Betrugsmethoden. Unter Internetbetrug fällt aber auch, wenn zum Beispiel falsche Microsoft-Mitarbeiter anrufen, um Zugangsdaten zu erbeuten, wenn Cyberkriminelle Payback-Punkte klauen, wenn über Youtube eine angeblich lukrative Investition Bitcoins ergaunert, wenn ein fragwürdiger Lotterie-Gewinn versprochen wird oder wenn Fakeshops mit Medikamenten oder anderen falschen Angeboten locken. 

Eine Person hat am Laptop die Webseite für eine Online-Anzeige aufgerufen, um dort einen Internetbetrug anzeigen zu können. Bild: Unsplash/Campaign Creators
Per Online-Anzeige können Sie schnell und unkompliziert einen Internetbetrug anzeigen. Bild: Unsplash/Campaign Creators

Kann man Internetbetrug anzeigen?

So unterschiedlich diese Fälle auch sind, kommen Sie unterm Strich auf ein gemeinsames Ergebnis: Wenn Sie Opfer eines Internetbetrügers werden, sollten Sie umgehend den Internetbetrug anzeigen. Warum? Einerseits weil Sie dadurch zumindest die Chance haben, verlorenes Geld zurück zu bekommen, andererseits weil Sie mit einer Betrugsanzeige den Kampf gegen die Internetkriminalität unterstützen.
Denn: Wie sollen die Sicherheitsbehörden gegen Cyberkriminelle vorgehen können, wenn sie von deren fiesen Maschen nichts erfahren? Das Bundeskriminalamt (BKA) erklärt dazu: „Um Straftaten im Internet wirksam bekämpfen zu können, müssen die Sicherheitsbehörden über ein klares und aktuelles Bild der Lage, der Täterstrukturen und der Tatbegehungsweisen verfügen.“ Damit das funktioniert, ist es unerlässlich, dass die Sicherheitsbehörden in Fällen von Cybercrime möglichst frühzeitig eingebunden werden.
Das bedeutet für Sie: Sollten Sie im Internet Opfer eines Betrugs werden, sollten Sie unverzüglich eine Betrugsanzeige stellen. Auch das World Wide Web ist nämlich kein rechtsfreier Raum, sodass Sie grundsätzlich Internetbetrug anzeigen können und sollten.

Wo kann ich Internetbetrug anzeigen?

Sie sind ebenfalls einem Trickbetrug oder einem Fake-Shop auf den Leim gegangen und fragen sich, wo Sie den Internetbetrug anzeigen können? Sie können die Anzeige wegen Betrugs im Internet natürlich in Ihrer örtlichen Polizeidienststelle melden, genauso können Sie aber auch eine Online-Strafanzeige erstatten. Jedes Bundesland hat eine eigene Internetseite, auf der Sie den Internetbetrug melden können.
Wir haben die Webseiten der Onlinewachen aller Bundesländer für Sie zusammengestellt:
Stellen Sie eine Online-Strafanzeige, unterstützen Sie die Polizeiarbeit. Sinnvoll ist es auch, die Verbraucherzentrale zu informieren. Diese sammelt Fälle von Internetbetrug und berichtet darüber, um andere Internetnutzer davor zu schützen, ebenfalls auf die fiesen Maschen der Internetkriminellen hereinzufallen. Und für die Zukunft sollten Sie sich überlegen, wie Sie sich vor erneutem Internetbetrug schützen können.

Zu sehen sind die Unterarme einer Person, die Handgelenke sind mit Handschellen gefesselt. Opfer sind aufgefordert, dass sie einen Internetbetrug anzeigen, damit die Polizei handeln kann. Bild: Unsplash/niu niu
Dem Bundeskriminalamt ist es ein Anliegen, Internetbetrüger zu fassen und appelliert an die Opfer, dass Sie unverzüglich den Internetbetrug anzeigen. Bild: Unsplash/niu niu

So schützen Sie sich vor Betrug im Internet

Cyberkriminelle sind leider äußerst raffiniert und lassen sich immer wieder neue Methoden einfallen, wie Sie Daten und/oder Geld erbeuten können. Prinzipiell sollten Sie daher bei allem, was Sie im Internet tun, Vorsicht walten lassen. Dazu haben wir einige Tipps für Sie:
  • Sollten Sie etwas bei ebay verkaufen und für die Zahlung PayPal verwenden wollen, sollten Sie darauf achten, dass die Versandadresse und die Adresse in der Paypal-Zahlung übereinstimmen. So schützen Sie sich vor Dreiecksbetrug.
  • Als Verkäufer sollten Sie Ware möglichst per Einschreiben oder als versichertes Paket versenden, damit Sie den den Versand mit einem rechtsgültigen Nachweis belegen können.
  • Bei Angeboten und Kaufgesuchen aus dem Ausland sollten Sie vorsichtig sein und sich nicht auf Kaufabwicklungen über Treuhand- und Transportdienste einlassen. Häufig stecken dubiose Machenschaften dahinter.
  • Sind Sie Käufer und zahlen über PayPal, sollten Sie die Bezahlmöglichkeit „Freunde und Familie“ nicht nutzen. Der Verkäufer würde dadurch zwar Gebühren sparen, allerdings erlischt dadurch der Käuferschutz. Bieten Sie dem Verkäufer stattdessen an, die Gebühren selbst zu übernehmen und auf den Kaufpreis aufzuschlagen.
  • Lassen Sie sich als Käufer nicht auf eine Bezahlung per Guthabenkarte ein. Sobald Sie den zugehörigen Code übermitteln, kann der Betrüger diesen einlösen. Von der Ware sehen Sie im Gegenzug nichts.
  • Seien Sie skeptisch und bemühen Sie bei einem angeblichen Lottogewinn am besten eine Suchmaschine. Möglicherweise finden Sie auf diese Weise schon einen Hinweis darauf, dass es sich um einen Internetbetrug handelt.
  • Kontrollen Sie bei unbekannten Onlineshops immer das Impressum. Bei sehr bekannten Webshops, zu denen Sie über einen Link gelangen, sollten Sie immer die Webadresse überprüfen, denn schon häufiger haben Internetbetrüger täuschend echt aussehende Kopien bekannter Webshops erstellt.
  • Übermitteln Sie keine persönlichen Daten wie eingescannte Personalausweise, Gehaltsnachweise oder Selfies mit Personalausweis an unbekannte Personen. Die Gefahr ist groß, dass solche Daten unrechtmäßig zweckentfremdet werden.
Halten Sie sich an diese Tipps, ist schon viel gewonnen. Hilfreiche Informationen zu weiteren Betrugsmaschen und Schutzmaßnahmen finden Sie beispielsweise auch auf der Internetseite des Landeskriminalamts Niedersachsen.

Ein junger Mann sitzt am Laptop und sieht verzweifelt aus, weil er möglicherweise online auf einen Betrug hereingefallen ist. Internetbetrug anzeigen – das sollte sein nächster Schritt sein. Bild: Unsplash/Tim Gouw
Im Internet auf einen Betrüger hereingefallen? Denn sollten Sie unverzüglich den Internetbetrug anzeigen. Bild: Unsplash/Tim Gouw

Internetbetrug – auf Datenklau reagieren

Auch wenn die Täter durch einen Internetbetrug kein Geld, sondern nur Daten erbeuten konnten, war Ihre Attacke durchaus erfolgreich. Immerhin lassen sich auch Nutzerdaten und Co. im Internet zu Geld machen. Daher sollten Sie auch solche Fälle von Internetkriminalität unbedingt zur Anzeige bringen. Und Sie sollten noch weitere Maßnahmen ergreifen, denn durch eine erfolgreiche Cyberattacke droht Ihnen weitere Gefahr.
Möglicherweise können sich die Hacker mit den erbeuteten Daten Zugriff auf Ihren Rechner und zu Ihren Online-Konten verschaffen. Vielleicht haben Sie auch schon Malware auf Ihrem Gerät eingeschleust. Dann hilft nur der Gang zu PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe. Unser Fachmann kann dann das System überprüfen, die Schadsoftware entfernen und falls nötig und möglich eine Datenrettung durchführen. Mit der Installation eines Virenschutzes beugt er zudem einem weiteren Befall vor.
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