Strom sparen am Computer

Energiespartipps zum Strom sparen am PC

Geschrieben von Maren Keller

Strom sparen ist heute wichtiger denn je. Nicht nur weil der Strom, den Elektrogeräte benötigen, immer teurer wird und ein riesiges Loch in unser Portemonnaie fressen, sondern auch, um die gebeutelte Umwelt zu schonen. Auch die Weiterbenutzung älterer Geräte sowie die korrekte Entsorgung gehören zum Thema Energiesparen dazu. Bei uns bekommen Sie Energiespartipps für die PC-Nutzung.
Wir alle kennen das Problem. Alte Rechner verbrauchen mehr Strom als neue Computer, ein vollgepackter Speicher sorgt dafür, dass ein Computer länger arbeiten muss, um beispielsweise ein Programm öffnen zu können und Kälte sowie Hitze sind für den Akku des Smartphones belastend. Doch was kann man tun, um wirklich Energie, also Strom zu sparen? Wir verraten Ihnen Energiespartipps für einen umweltfreundlichen PC.

Strom sparen am Computer – aber wie?

Können Sie sich vorstellen, auch nur einen Tag ohne Computer, Handy und Co. auszukommen? Durch die zunehmende Digitalisierung sind technische Geräte aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: E-Mails senden und empfangen, nach Informationen googlen oder schlicht und einfach seinen Bürojob am PC verrichten: Nichts geht mehr ohne Computer und Co. –
doch PC und Laptop, Handy und Tablet verbrauchen wertvollen Strom. Nicht nur für ihre Herstellung, sondern vor allem auch im Betrieb. Strom sparen ist aber zwingend notwendig. Nicht nur, um das eigene Portemonnaie zu schonen, sondern vor allem, um die Umwelt zu entlasten. Doch wie können Sie Energie und somit CO2 sparen, wenn Sie Ihren Computer oder Laptop nutzen? Wir haben Tricks und Energiespartipps für Sie!

Strom sparen: Junge Frau blickt – auf die Arme gestützt – ein orangefarbenes Sparschwein an. Bild: Pixabay
Mit ein paar Energiespartipps können Sie Energie und Geld sparen. Bild: Pixabay

Strom sparen = Rechner ausschalten

Die einfachste Möglichkeit, wenn Sie effektiv und leicht Strom sparen möchten, ist es natürlich, den Rechner auszuschalten, wenn er nicht gebraucht wird. Das ist doch selbstverständlich, denken Sie? Leider nein!
Zahlreiche Computer schlummern ungenutzt im Ruhezustand, der Drucker ist ebenfalls auf Standby, also in Bereitschaft, und auch das kleine Kontrolllämpchen am Monitor blinkt – Strom sparen sieht anders aus. Stattdessen wird kostbarer und teurer Strom verschwendet. Dasselbe gilt übrigens für den Fernseher. Bei zwei bis fünf Watt Leistungsaufnahme in diesem Standby-Modus sind es bei 24 Stunden Laufzeit pro Tag im Jahr zwischen 17 und 43 kWh. Nicht viel? Das stimmt, aber es summiert sich.
Aber selbst wenn Sie die Geräte ausschalten, ziehen die kleinen Netzteile häufig ein wenig Strom. Gerade für Zuhause lohnt sich daher eine Steckerleiste mit An- und Ausschalter, um die Stromzufuhr komplett und für alle Geräte mit einem Schalter zu unterbinden. Aber Vorsicht vor günstigen Leisten, die unter zwei Euro kosten. Diese sind häufig wegen schlechter Verarbeitung sehr gefährlich und können Brände auslösen. Investieren Sie lieber etwas mehr Geld, damit Ihr Rechner und schlimmstenfalls Ihre gesamte Wohnung nicht in Flammen aufgeht.

Stromfresser: E-Mail-Anhänge und Videokonferenzen

Doch auch wenn Sie am Computer arbeiten, lässt sich reichlich Strom sparen. Beispiel E-Mail-Programm: Statt eine erhaltene Nachricht mit Anlage einfach weiterzuleiten, sollten Sie unnötige Anhänge löschen. Zwar verbraucht eine nicht gebrauchte Anlage nicht sehr viel Energie, Milliarden dagegen schon. Auch hier gilt wieder: Die Menge macht’s!
Fragen Sie sich außerdem: Ist wirklich jedes berufliche Meeting per Videokonferenz nötig oder reicht nicht oft auch die Audioverbindung? Lassen Sie die Kamera aus, lässt sich viel Strom sparen. Laut einer Studie von Greenspector ist der CO2-Ausstoß der beliebtesten virtuellen Meeting-Tools Temas, Zoom und Google Meet durchschnittlich dreimal so hoch, wenn die Kamera zusätzlich zur Audioverbindung eingeschaltet ist. Wer sich um die Umwelt sorgt oder einfach nur sein Portemonnaie beim Strom sparen entlasten will, sollte in der Videokonferenz auf die Kamera verzichten.
Im Vergleich zum echten Treffen im Büro ist die Videokonferenz mit Kamera natürlich immer noch die sparsamere Lösung im Vergleich zur Fahrt ins Büro mit dem eigenen PKW und dem damit verbundenen CO2-Ausstoß. Wie Sie im Home Office außerdem Strom sparen können, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag Energie sparen im Home Office.

Strom sparen: Laptop auf Baumwurzel im Wald. Bild: Pixabay
Die Umwelt schonen und Strom sparen funktioniert auch bei der Arbeit am Laptop. Bild: Pixabay

Strom sparen: unsere Energiespartipps

Sie verlassen nur kurz den Computer? Dann sollten Sie Ihren Rechner in den Standby-Modus versetzen. In diesem Modus werden einzelne Systemkomponenten abgeschaltet, wodurch sich effektiv Strom sparen lässt. Zu den abgeschalteten Komponenten gehören zum Beispiel der Bildschirm und auch die Festplatte. Kehren Sie zu Ihrem Computer zurück, aktivieren Sie Ihren Rechner, der innerhalb weniger Sekunden seine volle Leistung wieder aufnimmt.
Der Stand-By-Modus hat nicht nur den Effekt, dass Sie Strom sparen, sondern auch einen Datenschutzeffekt. Schließlich ist der PC nur durch die Eingabe des Passwortes wieder zugänglich.
Arbeiten Sie zuhause, weil Ihre Firma Ihnen die Möglichkeit des Home Office anbietet, sind Sie auch in Ihren eigenen vier Wänden verpflichtet, Firmendaten vor allzu neugierigen Augen zu schützen. Übrigens: ein neuer Trend ist Workation: Arbeiten und Urlauben an einem Ort. Auch dabei lässt sich Strom sparen und natürlich ist auch hierbei der Datenschutz am PC von enormer Bedeutung.

Tipp 1: Stand-By-Modus und Bildschirmschoner

Wie können Sie also Strom sparen? Der Stand-By-Modus bietet sich wirklich nur für kurze Pausen an, denn das Gerät zieht weiter Strom und verbraucht ihn. Bei längeren Pausen lohnt es sich bereits, den PC in den Ruhestand zu versetzen, den Sie in den Energieoptionen einstellen können. So lässt sich auf jeden Fall wertvoller Strom sparen und Ihr Portemonnaie schonen.
Beliebte Spielerei sind Bildschirmschoner. Bedenken sollten Sie aber, dass ein Bildschirmschoner ebenfalls ein Stromfresser ist, da Grafikkarte und andere Komponente mit der grafischen Spielerei beschäftigt sind. Insbesondere 3D-Bildschirmschoner können Prozessor und Grafikkarte voll auslasten und so erhöhte Energiekosten verursachen.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Sind Sie weniger als fünf Minuten vom PC weg, können Sie alles eingeschaltet lassen, sollten aber aus Datenschutzgründen den Sperrbildschirm verwenden. Das Abschalten der Geräte lohnt sich bei kurze Abwesenheit nicht, da sie durch häufiges Schalten schneller abgenutzt werden. Entfernen Sie sich fünf bis 15 Minuten von Ihrem Rechner, aktivieren Sie den Sperrbildschirm und schalten den Monitor aus. Sind Sie noch länger vom PC entfernt, lohnt der Ruhezustand, bzw. wenn Sie effizient Strom sparen möchten, sogar das komplette Abschalten des Gerätes.

Strom sparen: Eine Wand mit Steckdose, aus der Pflanzen wachsen, Blüten an Gräsern als Glühbirnen dargestellt, dazu Marienkäfer, Ameisen und ein Schmetterling. Bild: Pixabay
Strom sparen wirkt sich nicht nur positiv auf Ihr Portemonnaie aus, sondern auch auf die Natur. Bild: Pixabay

Tipp 2: Strom sparen mit PC und Drucker

Wenn Sie wirklich Strom sparen wollen, dann gilt vor allem bei der Verwendung von Computer: Wählen Sie ein Gerät, dass zu Ihren Ansprüchen passt. Ein Gaming-PC benötigt beispielsweise wesentlich mehr Strom als ein klassischer Büro-Computer. Und mit einem Laptop lässt sich wiederum mehr Strom sparen als mit einem Desktop-PC. Was sich allerdings nicht unbedingt lohnt ist der komplette Neukauf. Denken Sie lieber bei einer Neuanschaffung darüber nach, wie sich Strom sparen lässt und lassen Sie sich von IT-Experten, wie denen von PC-SPEZIALIST beraten.
Auch in Sachen Drucker ist es möglich, Energie einzusparen. Während Tintenstrahldrucker zwar günstig in der Anschaffung sind, sind dafür die Nachfüllpatronen teuer. Zudem trocknen sie gern aus, wenn man zu selten druckt. Verhindern lässt sich das nur, wenn der Drucker dauerhaft auf Stand-By steht – das allerdings frisst Energie und belastet die Umwelt und Ihr Portemonnaie.
Laserdrucker sind in der Anschaffung wesentlich teurer, der Tonerverbrauch ist dagegen deutlich sparsamer. Dafür allerdings benötigen Sie zum Halten der Betriebstemperatur relativ viel Strom.Sie lohnen sich nur, wenn man wirklich viel druckt und das Gerät keine langen Pausenzeiten hat.
Wichtig hier: Viele Drucker besitzen keine richtigen Netzschalter – hier ist die Verwendung einer Steckerleiste unbedingt nötig, wenn Sie Strom sparen möchten.

Tipp 3: Prozessorauslastung

Wenig beachtet und doch so wichtig ist der Prozessor, die CPU. Die CPU dient als zentrale Recheneinheit dazu, Befehle abzuarbeiten. Wenn der Computer nun mit der Zeit immer langsamer wird, dann könnte es sein, dass der Prozessor unnötig viele Prozesse abarbeiten muss. Das können Update-Dienste oder Tools sein, aber auch fehlerhafte Programme, Schadprogramme und Spyware: Unnötige Last bedeutet gleichzeitig unnötiger Stromverbrauch.
Kontrollieren Sie daher regelmäßig über den Task-Manager die CPU-Auslastung. Den Task-Manager erreichen Sie mittels Rechtsklick in der unteren Menüleiste. Klicken Sie auf „Mehr Details“, um zur Übersicht der Auslastung zu gelangen. Laufen keine Anwendungen, müsste die CPU-Auslastung unter 5 Prozent liegen. Ist sie höher, können Sie in den Hintergrundprozessen den Übeltäter aufspüren und, wenn er nicht benötigt wird, beenden und so Strom sparen.

Strom sparen: Blick auf einen Prozessor. Bild: Pixabay
Ist die CPU mit unnötigen Prozessen belastet, steigt der Stromverbrauch. Bild: Pixabay

Tipp 4: Strom sparen durch sparsame Komponenten

Damit Sie wirklich umfassend Strom sparen können, wenn Sie viel Zeit am Rechner verbringen, lohnt sich ein Blick auf die Komponenten: Wissen Sie, wieviel Strom das Netzteil Ihres Rechners benötigt? Oder ob Festplatte, Mainboard und Grafikkarte perfekt an Ihre Ansprüche angepasst sind?
Netzteile beispielsweise sind oftmals erschreckend ineffizient. Vor allem günstige Produkte haben nur Wirkungsgrade zwischen 50 und 75 Prozent. Das bedeutet, dass im Netzteil viel Energie verloren geht. Und auch Festplatte, Grafikkarte und Mainboard können schnell zu Stromfressern werden, wenn sie nicht den Anforderungen entsprechen. Sollte Ihr PC von innen völlig verdreckt sein, benötigt der Lüfter mehr Energie als eigentlich nötig, um die sensible Elektronik zu kühlen. Eine Geräte-Reinigung bringt schnelle Ergebnisse und hilft beim Strom sparen.
Eine andere Frage ist, welchen Rechner Sie überhaupt benutzen. Muss es für Ihre Anforderungen der schnelle und große Desktop-PC sein oder würde auch der Strom sparende Laptop reichen?
Natürlich kostet die Anschaffung neuer Komponenten oder eines neuen Rechners, aber bei häufigem Gebrauch rechnet sich eine Investition schnell.
Für Firmen und auch für Nutzer privater Server gilt zudem: Die von Servern und Serverräumen erzeugte Abwärme können Sie verwenden. Sie muss nicht ungenutzt in die Umgebung abgegeben werden. Sie können beispielsweise Ihre Büroräume, Produktionshallen und weitere in der Nähe befindliche Gebäude mit er Abwärme beheizen und so bares Geld sparen.

Tipp 5: Strom sparen mit Batterien

Auch mit Maus und Tastatur lässt sich Strom sparen. Indirekt. Sind beide per USB-Kabel mit dem Computer verbunden, nutzen sie Strom aus der Steckdose. Wenn Sie die kabellosen Varianten vorziehen, weil das Arbeiten ohne lästiges Kabel komfortabler ist, dann benötigen die Geräte natürlich Batterien.
Und hierbei kommt der Spareffekt zum Tragen: Batterien, die in Maus und Tastatur (oder auch in anderen Geräten) nicht mehr funktionieren, können oftmals noch in Fernbedienungen eingesetzt werden, da Fernbedienungen nur wenig Strom benötigen. Erst wenn die Batterien auch dort nicht mehr funktionieren, sind sie wirklich verbraucht und können entsorgt werden – aber bitte wegen der giftigen Substanzen in den entsprechenden Behältern in Geschäften und öffentlichen Gebäuden und nicht im Hausmüll.
Wo Sie ausrangierte Geräte wie PC, Handy und Laptop entsorgen können, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag zum Elektroschrott. Bedenken Sie aber, dass Sie die Umwelt am besten schonen, wenn Sie Ihre Geräte so lange wie möglich verwenden und vor der Entsorgung über eine Reparatur nachdenken.

Strom sparen: Netzteil des Batterieladegerätes steckt in Steckerleiste mit Schalter. Bild: Pixabay
Wiederaufladbare Batterien und eine Steckerleiste mit Schalter: So lässt sich Geld und Strom sparen. Bild: Pixabay

Fazit: Strom sparen am Computer ist möglich

Auch wenn Computer, Drucker, Lautsprecher und andere technische Geräte häufig im Einsatz sind und somit oft Strom verbrauchen, haben Sie dennoch die Möglichkeit, Strom zu sparen. Mit unseren Energiespartipps für einen umweltfreundlichen PC-Umgang ist schon viel gewonnen. Wichtigste Erkenntnis sollte sein: Ziehen Sie immer alle Stecker, wenn Sie Ihren Computer nicht benötigen, da er auch im ausgeschalteten Zustand, Strom verbraucht. Ist Ihnen das zu umständlich, verwenden Sie Steckerleisten für Geräte, die zusammen gehören, wie Computer, Bildschirm, Drucker und Lautsprecherboxen. Die schaltbaren Steckerleisten gibt es übrigens auch mit einer Fernbedienung ausgestattet, sodass Sie nicht unter Ihrem Schreibtisch rumkriechen müssen.
Auch unsere IT-Experten von PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe können Ihnen beim Stromsparen helfen. Wie wäre es beispielsweise mit der PC- und Laptop-Aufrüstung? Dabei tauschen wir alte, stromfressende Komponenten, wie Grafikkarte oder Mainboard gegen moderne, stromsparende Komponenten aus. Lassen Sie sich von unseren Experten zu den Möglichkeiten beraten und sparen Sie bares Geld.
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Weiterführende Links: reset.org, netzwoche, Powernewz, Klimaschutz Pforzheim, wintotal

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