Windows-Sperrbildschirm

Alles rund um den Windows-10-Sperrbildschirm

Geschrieben von Robin Laufenburg

So ziemlich jedes Betriebssystem hat einen eigenen Sperrbildschirm, so auch Windows 10. Der Windows-Sperrbildschirm kann dabei auch auf verschiedene Weise angepasst, aber auch deaktiviert werden.
Angefangen bei den normalerweise automatisiert eingespielten Hintergrundbildern über einen Hinweis auf ungelesene E-Mails bis hin zu Verknüpfungen von anderen Anwendungen: Der Windows-Sperrbildschirm besteht aus einer ganzen Reihe an Elementen, die individualisierbar dargestellt werden können. Wie Sie das machen oder wie Sie den Sperrbildschirm abschalten, erfahren Sie hier!

Was ist der Windows-Sperrbildschirm?

Ein Sperrbildschirm ist das Bild, das dann erscheint, wenn Sie ein Gerät gestartet haben oder es aus dem Ruhemodus aktivieren. Im Sperrbildschirm findet sich in jedem Fall ein Feld für den Entsperrcode. Ein solches Feld ist notwendig, damit Sie sich einloggen können:
  • Bei ihm kann es sich um ein Eingabefeld handeln, in das Sie einen textbasierter Code eintragen müssen
  • oder um einen Zellenblock, in dem Sie eine PIN eintippen oder ein Entsperrmuster wischen können.
  • Auch ist es möglich, dass hier nur oder zusätzlich ein Hinweis auf die Entsperrung mittels Fingerabdruck (Touch ID) oder Gesichtserkennung (Face ID) angezeigt wird.
Zusätzlich zum Sperrcode wird oft noch der Benutzername oder das aktivierte Konto angezeigt, insofern über das entsprechende Betriebssystem mehrere Konten genutzt werden können.
Regulär ist im Windows-10-Sperrbildschirm erst einmal nur ein meistens sehr ansprechendes Bild zu sehen, das vom sogenannten Windows-Blickpunkt ausgewählt wird. Überblendet wird dies lediglich vom aktuellen Datum und der Uhrzeit. Klickt man eine beliebige Taste, erscheint dann aber zusätzlich das aktive Windows-Konto sowie ein Eingabefeld für das entsprechende Passwort. Hier können Sie sich einloggen. Häufig werden in diesem erweiterten Sperrbildschirm auch Hinweise auf ungelesene E-Mails, Nachrichten oder wichtige Programminformationen eingeblendet.

Hintergrundbild, welches im Rahmen des Windows-Blickpunkts typischerweise im Windows-Sperrbildschirm zu sehen ist. Bild: Pexels/Paul IJsendoorn
Bilder wie dieses werden über Windows-Blickpunkt typischerweise für den Windows-Sperrbildschirm genutzt. Bild: Pexels/Paul IJsendoorn

Windows-Sperrbildschirm personalisieren

Sie können den Windows-10-Sperrbildschirm an Ihre Wünsche oder die Vorstellungen Ihrer Firma anpassen. Um Ihren Sperrbildschirm zu personalisieren, klicken Sie die Windows-Taste und navigieren dann zu „Einstellungen“ (dargestellt als Zahnrad-Icon) > „Personalisierung“ > „Sperrbildschirm“. Nun können Sie Ihren Sperrbildschirm individualisieren und personalisieren.
Sie können dabei eine passende App, also eine in Windows integrierte und mit dem Sperrbildschirm verknüpfte Anwendung, auswählen, zu der auf dem Sperrbildschirm ausführliche Statusinformationen angezeigt werden. Auch ist es möglich, bis zu sieben solcher Apps auszuwählen, zu denen im Sperrbildschirm Wesentliches, sogenannte kurze Statusinfos, angezeigt werden. In Windows 10 befinden sich unter anderem eine Verbindung zum verwendeten E-Mail-Programm, zur in Windows hinterlegten Kalenderlösung oder zum Wetter. Sollten Sie es nicht wollen, dass hier Apps eingebunden werden, können Sie auch auf die entsprechenden Kästchen gehen und „Keiner“ auswählen.

Hintergrundbild: Windows-Blickpunkt

In den Einstellungen sehen Sie auch die Option Hintergrund. Hier ist Windows-Blickpunkt standardisiert ausgewählt. Der Windows-Blickpunkt (im Englischen Windows Spotlight) ist eine Funktion, die mit dem Betriebssystem Windows 10 eingeführt wurde. Mit ihr werden im Sperrbildschirm und Anmeldefenster vom System in bestimmten Abständen automatisch wechselnde Fotos angezeigt, die von der Suchmaschine Bing bereitgestellt werden. Über einen Link kommt man zur Bing-Suche, in der weitere Informationen zu dem, was im jeweiligen Bild zu sehen ist, bereitgestellt werden. Benutzer können zudem bewerten, welche Fotos ihnen gefallen und welche nicht. Bei der Auswahl von Fotos berücksichtigt Microsoft die Benutzerbewertung.
Benutzer können über die Option Hintergrund die Windows-Blickpunkte durch ein eigenes Bild oder eine Auswahl von Fotos, die als Diashow dargestellt werden, ersetzen. In den erweiterten Diashow-Einstellungen können Sie festlegen, dass ausschließlich Bilder dargestellt werden, deren Maße denen des Bildschirms entsprechen. Firmen und Bildungseinrichtungen können in den Einstellungen der Windows-Enterprise- und Education-Editionen zudem die Hintergrundbilder komplett deaktivieren.

Die Windows-Einstellungen, über die Sie Ihren Sperrbildschirm personalisieren können. Bild: Montage PC-SPEZIALIST
Windows-Einstellungen: Hier können Sie Ihren Sperrbildschirm personalisieren. Bild: Montage PC-SPEZIALIST

Windows-Sperrbildschirm deaktivieren

Wir können nur ganz klar davon abraten, den Sperrbildschirm in Windows 10 zu deaktivieren. Jeder, der an Ihr Gerät gelangt, kann ohne Sperrbildschirm problemlos darauf zugreifen. Sollten Sie den Sperrbildschirm aber dennoch deaktivieren wollen, weil Sie ihn nur störend finden und Ihren Rechner oder Ihr Notebook sowieso nur zuhause oder in einer anderen gesicherten Umgebung nutzen, ist es aber möglich.
Nutzen Sie Windows 10 Home, dann können Sie im Registrierungs-Editor einen Schlüssel erstellen, mit dem Sie den Sperrbildschirm deaktivieren. Um das zu machen, gehen Sie folgendermaßen vor:
  • Wenn Sie die Windows-Taste und [R] gleichzeitig drücken, öffnet sich die Anwendung „Ausführen“.
  • Geben Sie in das Textfenster „regedit“ ein und klicken Sie „OK“.
  • Es öffnet sich jetzt ein Ordnersystem. Kopieren Sie Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows in die Navigationsleiste oder suchen Sie den Pfad manuell. Machen Sie ein Rechtsklick auf den Windows-Pfad und klicken Sie „Neu“ > „Schlüssel“. Den neuen Schlüssel müssen Sie „Personalization“ benennen. Es kann sein, dass der Ordner „Personalization“ bereits existiert. Sparen Sie sich in dem Fall diesen schritt.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den vorhandenen oder gerade neu erstellten Ordner „Personalization“ und wählen Sie „Neu“ > „DWORD-Wert (32 Bit)“ Den neu angelegten Eintrag müssen Sie jetzt mit „NoLockScreen“ benennen und mit einem Doppelklick öffnen. Im Fenster, das sich jetzt öffnet, müssen Sie den Wert von 0 auf 1 ändern.
Um auf diese Weise den Sperrbildschirm zu deaktivieren, müssen Sie mit Ihrem eingeloggten Konto die vollumfassenden Admin-Rechte haben.

Sperrbildschirm in Windows 10 Pro deaktivieren

Nutzen Sie Windows 10 Pro werden Sie mit dem eben gezeigten Vorgehen leider keinen Erfolg haben. Bei Windows 10 Pro müssen Sie den Sperrbildschirm über die Gruppenrichtlinien deaktivieren, wenn Sie ihn abstellen wollen. Dabei gehen Sie folgendermaßen vor:
  • Auch in diesem Fall müssen Sie die Windows-Taste und [R] gleichzeitig drücken, sodass sich die Anwendung „Ausführen“ öffnet.
  • Geben Sie in das Textfenster „gpedit.msc“ ein und klicken Sie „OK“.
  • Navigieren Sie unter Computerkonfiguration zu „Administrative Vorlagen“ > „Systemsteuerung“ > „Anpassung“.
  • Machen Sie einen Doppelklick auf den Eintrag „Sperrbildschirm nicht anzeigen“ und wählen Sie die Option „Aktiviert“ aus und bestätigen Sie, indem Sie „OK“ klicken.
Damit die Änderungen wirksam werden, müssen Sie den Computer neustarten.

Die Anwendung Ausführen und der Registrierungs-Editor, mit dem Sie in Windows 10 Home Ihren Sperrbildschirm deaktivieren können. Bild: Montage PC-SPEZIALIST
Ausführen und Registrierungs-Editor: Hiermit deaktivieren Sie in Windows 10 Home Ihren Sperrbildschirm. Bild: Montage PC-SPEZIALIST

Sperrbildschirme auf anderen Geräten

Aber nicht nur Geräte, auf denen Windows läuft, sind mit einem professionellen Sperrbildschirm abgesichert. Nahezu alle Betriebssysteme, die auf Endgeräten wie Computern, Notebooks oder Smartphones laufen, nutzen einen Sperrbildschirm. Der Sperrbildschirm dient, wie der Name schon sagt, dazu, das Gerät vor unbefugten Nutzern zu sperren. Deswegen befindet sich auch in jedem Fall das Eingabefeld für den Entsperrcode auf ihm. Wichtig ist das Sperren eines Geräts, vor allem, wenn es nicht nur privat im hauseigenen Wohnzimmer genutzt wird, deswegen, weil bei Verlust sonst jede Person auf alle Daten zugreifen und einen Blick in persönliche Daten werfen kann. Meistens ist der Sperrbildschirm aber soweit personalisierbar, dass man auf einem Blick erkennt, dass das vorliegende Gerät einem gehört.
Sie sollten bei jedem Gerät, das Sie privat oder geschäftlich im Einsatz haben, wissen, was über den Sperrbildschirm tendenziell und konkret machbar ist und wie Sie sich optimal schützen. So stand bereits der iPhone-Sperrbildschirm in der Kritik, da sensible Daten wie Nachrichten durch ein temporäres Datenleck noch vor einem Login ausgegeben wurden.

Windows einrichten und absichern

Windows ist weiterhin das meistgenutzte Betriebssystem für Computersysteme. Das zeigt ein Blick in die Statistik. Demnach waren im Januar 2021 in Deutschland knapp 80 Prozent aller Rechner mit Windows ausgestattet, MacOS machte knapp 18 Prozent aus und Linux war mit gut zwei Prozent vertreten. Sollten Sie sich einen neuen Computer oder ein neues Notebook anschaffen wollen und Hilfe bei der Installation von Windows benötigen, sind wir von PC-SPEZIALIST Ihr Ansprechpartner. Auch sind wir für Sie da, wenn Sie Hilfe im Bereich der Computersicherheit benötigen. Dazu gehört unter anderem der Virenschutz. Wir haben dabei zahlreiche Dienstleistungen für Firmenkunden im Portfolio. Sollten Sie Hilfe bei der einheitlichen Gestaltung Ihrer Arbeitsnotebooks und -rechnern benötigen, helfen wir ihnen gern. Die Sicherheit der Firmen-IT steht dabei an erster Stelle. Rundum abgesichert sind Sie mit dem IT-Basisschutz, das für eine Rechtskonformität nach DSGVO sorgt.
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Weiterführende Links: OTTO, PC-Welt, Microsoft Support, wintotal.de, Wikipedia, heise online, netzwelt

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