WhatsApp Abo-Falle
Abzocke hinter animierten Emojis

Es ist mal wieder soweit: Eine neue Nachricht, hinter der sich eine fiese Abo-Falle verbirgt, macht bei WhatsApp die Runde. Angeblich soll man animierte Emoticons freischalten können – in Wirklichkeit schließt man jedoch ein kostenpflichtiges Abo ab.

Im Juni berichteten wir schon über eine ähnliche WhatsApp Abo-Falle, bei der den Nutzern neue Funktionen versprochen wurden. Jetzt geht es stattdessen um bewegliche, also animierte Emoticons, die man sich angeblich einfach herunterladen kann.

Animierte Emoticons – WhatsApp Abo-Falle

Der Text der Nachricht lautet meist „Krass! Es gibt jetzt Emojis, die sich bewegen! Schalte jetzt die neuen Emojis frei!“ Dahinter folgt dann natürlich ein Link. Wer den anklickt und der Anleitung folgt, wird dazu aufgefordert, die Nachricht an 10 seiner Kontakte weiterzuschicken (spätestens da riecht es schon nach Spam, Schneeballprinzip und Abzocke) und/oder dem Profil @mojicracks auf Instagram zu folgen. Anschließend landet man auf einer Website, auf der man seine Handynummer angeben soll. Wer danach versucht, die angebliche Emoji-App herunterzuladen, schließt – meist vollkommen unbemerkt – das teure Abo ab. Ach ja: Neue und bewegliche Emoticons gibt es danach natürlich nicht.

whatsapp abo
WhatsApp Abo: So sieht die Nachricht über die animierten Emojis aus.

WhatsApp Spam erkennen

Wer ein bisschen aufmerksam ist, kann WhatsApp Spam und Abo-Fallen sofort erkennen. 1) Es ist vollkommen unseriös und absurd, per Nachricht von Freunden über angebliche neue Features oder animierte Emoticons informiert zu werden. Wenn WhatsApp neue Funktionen bereitstellt, kommen die mit den ganz normalen App-Updates und nicht über den Zusatz-Download irgendeiner Software. 2) Genau so ist es vollkommener Blödsinn, als Bedingung für den Genuss neuer Funktionen zunächst ein Instagram oder Facebook Profil zu liken oder die Nachricht an X Personen aus seiner Kontaktliste weiterzuschicken. Das ist nichts anderes als der Kettenbrief der 90er in digitaler Form.

WhatsApp Abo kündigen

Wer doch auf einen Trick der Abzocker hereingefallen ist, sollte sich sofort mit seinem Netzbetreiber bzw. Mobilfunkanbieter und seiner Bank in Verbindung setzen. Lasst den Beitrag direkt zurückbuchen und widersprecht der Forderung schriftlich. Sendet das Schreiben an alle beteiligten Parteien. Es kann auch nicht schaden, in dem schriftlichen Widerspruch gleich einen Rechtsanwalt zu erwähnen, der im Zweifel weitere Schritte einleiten wird, sollte der Abo-Anbieter nicht auf die Forderung verzichten. Seid jedoch vorsichtig mit der Formulierung. Wenn ihr schreibt, dass ihr das WhatsApp Abo kündigen wollt, gebt ihr quasi in einem Atemzug zu, es abgeschlossen zu haben. Besser also schreiben, dass man nie ein Abo abgeschlossen hat, sondern nur animierte Emojis herunterladen wollte und ein dahinter verborgenes Abo auf keinen Fall ersichtlich war.

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Kommentare

  1. Manuela sagt:

    Diese Abo falle ist eine Frechheit diese Leute gehörten angezeigt ..RTL zeigte das man es mit stopp all 82555 sms senden soll klappt nicht .

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