Audio-CDs digitalisieren: Hohe Bitrate ist wichtig.
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Benjamin Thiessen, Fr, 3. Aug. 2012
in Tipps

Audio-CDs digitalisieren: Hohe Bitrate ist wichtig.

iPod Touch: auf 32 GB passen eine Menge gut kodierter MP3s.

Als das mit dem Digitalisieren von Audio-CDs los ging, da begingen viele den Fehler, ihre CDs – oder auch ihre Vinyl-Schallplatten – in zu geringer Bitrate zu digitalisieren.

Was macht diese Bitrate nun für einen Unterschied? Der Unterschied liegt in der Klangqualität, die für viele Nutzer digitaler Medien immer wichtiger wird, wie auch Bitkom jetzt nicht unlängst festgestellt hat. Es wurde also munter digitalisiert und das in Bitraten von 128 kbit/s und weniger. Bei diesen geringen Bitraten wirkt der Klang der MP3s sehr schnell verwaschen und unklar. Außerdem ist ein digital-ähnliches leises Rauschen überall wahrzunehmen. Das ist nicht einmal was für den Player unterwegs, geschweige denn für die Anlage zu Hause.

Einen Vorteil hat dieser Art der Digitalisierung natürlich. Die MP3s sind sehr klein und es passen viele auf die Festplatte. Dieses Problem besteht aber nicht mehr wirklich, durch NAS-Systeme und erschwingliche externe Festplatten braucht man eigentlich nicht mehr auf die geringe Kodierung zu achten und ich kodiere schon lange nicht mehr unter 320 kbit/s. Das sollte dann auch die Bitrate sein, in der man seine Audio-CDs kodiert, nicht geringer. Natürlich gibt es auch noch andere Formate, die weniger Audio-Verlust produzieren wie z.B. das FLAC Format. Dieses Format benutzt eine andere Umrechnung des Audio-Signals in digitale Einsen und Nullen und soll hörbar besser sein.

Vor ein paar Monaten machte sogar die lebende Folk-Rock Legende Neil Young auf sich aufmerksam, indem er sich für die Entwicklung eines neuen Audio-Formats im digitalen Bereich stark macht. Neil Young war trotz seiner erdigen Americana-Musik einer der ersten, der neue Wege bei den Studio-Aufnahmen ging. Auf Audio-CDs gab es früher oftmals den sogenannten SPARS Code: dieser Code bezeichnete den Aufnahmeweg: Tonaufnahme, Abmischung und Mastering. Das Mastering war dabei digital und Abmischung und Aufnahme konnten jeweils analog oder digital erfolgen. Neil Young wählte damals nicht – wie viele seiner anderen Mitstreiter – den „ehrlichen“ Weg AAD (also analog aufgenommen, analog abgemischt und digital gemastert), sondern manchmal DAD oder ADD.

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