Digitale Stromfresser
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Maren Keller, Mi, 2. Mai. 2018
in Tipps

Digitale Stromfresser

Strom sparen bei Computer und Co.

Ob Smartphone oder Tablet, smarte Lautsprecher oder Computer und Laptop: Viele elektronische Geräte stehen ständig im Standby und sind allzeit abrufbereit. Doch sind sie deshalb automatisch Stromfresser?

Bei welchen Geräten ihr Strom sparen könnt, wenn ihr sie komplett vom Strom trennt, erfahrt ihr bei uns.

Stromfresser oder Stromsparer?

Kühlschrank, Waschmaschine, Backofen und Mikrowelle – diese Güter befinden sich in nahezu jedem Haushalt. Und natürlich will jeder beim Neukauf nicht nur günstig einkaufen, sondern auch ein Gerät mit einem geringen Stromverbrauch erwerben. Aber wie sieht es mit den technischen Geräten wie Smartphone, PC und smarten Lautsprechern aus? Achtet ihr beim Kauf hier ebenfalls auf den Stromverbrauch? Oder kann es sogar sein, dass ihr euch wahre Stromfresser ins Haus holt?

Stromfresser - Strom sparen - Energiefresser - Stromverbrauch. Foto: Pixabay

Bei jedem Gerät, das ihr in die Steckdose steckt, läuft der Stromzähler unerbittlich mit. Aber was sind echte Stromfresser? Foto: Pixabay

Stromfresser bei smarter Technik?

Vor allem Spielekonsolen und die smarte Technik wie Amazons Echo, Google Home sind in immer mehr Haushalten zu finden. Das Umweltbundesamt hat herausgefunden, dass die Ausstattung mit Informations- und Kommunikationstechnologie-Produkten wie Flachbildfernseher und Spielekonsolen deutlich zugenommen hat. 2015 besaßen 26,3 % der deutschen Haushalte eine Spielekonsole, 81,3 % einen Flachbildschirm und 75,1 % eine Digitalkamera. Mobile Telefone gab es in 93,5 % der deutschen Haushalte und mobile PCs in 73,5 % der Haushalte.

Nun hat Stromversorger E.on vor allem die smarte Technik ganz genau unter die Lupe genommen und getestet, wo heimliche Stromfresser lauern. Zugrundegelegt hat der Stromriese dabei einen durchschnittlichen Strompreis von 29 ct/kWh.

Überraschend ist dabei das Ergebnis: Obwohl smarte Lautsprecher wie Amazons Echo oder Google Home immer mithören, wenn sie im Standby sind, verbrauchen sie weniger als 60 Cent pro Monat. Eine Ausnahme stellen Boxen von Drittanbietern dar. Der Alexa-fähige Sonos-One-Lautsprecher verbraucht immerhin rund doppelt so viel Strom.

Stromfresser Konsole und Notebook

Erfreuliche Nachrichten in puncto Stromverbrauch kommen also von den neuen Technologien wie den smarten Lautsprechern. Aber wie sieht es mit Streaming-Adaptern, Spielekonsolen und Notebooks aus? Entwarnung können wir bei den Streaming-Adaptern geben. Sie sind wahrlich keine Stromfresser. Die Platzhirsche Google Chromecast, Apple TV und Amazon Fire TV liegen unter 50 Cent Stromkosten pro Monat, wenn sie dauernd im Standby-Betrieb sind.

Anders sieht es allerdings bei Spielekonsolen und Notebooks im Ruhe- beziehungsweise Standby-Modus aus: Wenn ihr diese Geräte niemals ganz ausschaltet und dauerhaft am Netz habt, müsst ihr mit deutlichen Mehrkosten rechnen, denn sie sind wahre Stromfresser. Sowohl Notebooks als auch Konsolen führen nämlich oftmals und sehr gern im Hintergrund Updates durch, wenn sie nicht komplett ausgeschaltet sind.

Stromfresser - Strom sparen - Energiefresser - Stromverbrauch. Foto: Pixabay

Wer seinen Geräten den Strom komplett entzieht, kann richtig Geld sparen. Foto: Pixabay

Strom sparen durch komplettes Abschalten

Aber wie könnt ihr Strom sparen, obwohl ihr solche Geräte verwendet? Ganz einfach: Klappt ihr euren Laptop nur zu und lasst ihn am Netz, dann verbraucht er

Auch Spielekonsolen ziehen im Standby-Modus relativ viel Strom und sind somit kleine Stromfresser. Selbst wenn ihr nur eine kleine rote Lampe leuchten lasst, zahlt ihr mit der nächsten Stromrechnung drauf. Denn sowohl die Playstation 4 als auch die Xbox One verbrauchen mit acht bis neun, beziehungsweise 15 Watt im Ruhemodus einiges an Strom. Sind die Geräte ununterbrochen im Standby, kostet euch das monatlich zwei bis drei Euro zusätzlich. Das macht im Jahr immerhin 24 bis 36 Euro.

Positive Ausnahme: Die Nintendo Switch verbraucht im Standby mit weniger als 0,5 Watt so gut wie nichts. Aber auch hier gilt natürlich: Am wenigstens zahlt ihr drauf, wenn ihr den Stecker komplett zieht.

Stromfresser - Strom sparen - Energiefresser - Stromverbrauch. Foto: Pixabay

Gerade Alt-Geräte sind Stromfresser. Aufrüstung oder Neukauf rentiert sich oft sehr schnell. Foto: Pixabay

Stromfresser Alt-Geräte

Stromhungrige Geräte lauern vor allem unter den älteren. Einige Computer, die älter als fünf Jahre sind, verbrauchen nämlich auch im ausgeschalteten Zustand Strom. Aber nicht nur das. Auch wenn ihr mit ihnen arbeitet, ziehen sie mehr Energie aus dem Netz als neuere Geräte. Sie sind echte Stromfresser. Hier müsst ihr entscheiden, ob sich das Aufrüsten mit modernem Zubehör rechnet. Hilfe bekommt ihr bei dieser Frage bei eurem PC-SPEZIALIST vor Ort. Er berät euch beispielsweise umfassend zum Austausch des Netzteils.

Sinnvoll ist in jedem Fall, wenn ihr am PC nach jedem Herunterfahren auch den Netzschalter an der Rückseite drückt. Ist euch das zu unkomfortabel, hilft eine Steckdosenleiste mit Netzschalter. Vorteil: Hier könnt ihr gleich mehrere Geräte mit einem Schalter komplett vom Strom trennen.

Weitere Energiefresser

Auch ältere Monitore, PC-Lautsprecher und USB-Hubs können im Standby-Modus wahre Stromfresser sein. Auch hier hilft nur die komplette Trennung vom Strom, die sich in barer Münze auszahlt. Ebenso sind Netzteile, beispielsweise von alten Handys, Energiefresser. Deshalb solltet ihr stets darauf achten, dass sie nicht in der Steckdose bleiben, wenn das Handy nicht mehr geladen wird.

Zu den heimlichen Dauerverbrauchern gehören auch Drucker und Multifunktionsgeräte. Auch hier ist das Alter des Geräte entscheidend: je älter, desto stromhungriger. So fallen im Standby-Modus bei älteren Geräte gern mal 50 Euro im Jahr an Mehrkosten an. Neuere Geräte verbrauchen im Standby-Modus „nur“ 7 Euro im Jahr.

Bei DSL-Routern, die rund um die Uhr laufen, kann der Verbrauch ebenfalls stark variieren. Ob sie zu Stromfressern werden, ist abhängig von den aktivierten Funktionen. In den Router-Einstellungen könnt ihr Funktionen und den Strombedarf bändigen. So spart ihr Strom, wenn ihr das WLAN nachts ausschaltet oder in eurem Telefon, wenn es geht, den Eco-Modus wählt. Durch kleine Einstellungsänderungen bleiben euch so 10 Euro jährlich mehr im Portemonnaie. Alle Infos zur DSL-WLAN-Einrichtung bekommt ihr bei eurem PC-SPEZIALIST vor Ort.

1 Kommentar

  1. Marius sagt:

    Super Infos, ich habe bei meinen letzten Stromrechnungen schon erschrocken, dass ich doch ganz schön viel zahlen muss. Ich muss leider sagen, dass ich ein ziemlicher Standby-Freund bin und Geräte kaum wirklich ausschalte. Da muss ich mich unbedingt umgewöhnen. Ist ja schließlich nur ein Knopfdruck, der sich langfristig positiv auf die Rechnung auswirkt. Was ich gelesen hab, sind die guten alten Lampen. LEDs bringen auf lange Sicht einfach mehr und sparen Strom. Man muss sich eben nur von den alten Gewohnheiten lösen.

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