Gefahr durch Makroviren
Author
Maren Keller, Mi, 12. Okt. 2016
in PC & Notebook

Gefahr durch Makroviren

Verbreitung über Anhänge

Aktualisiert am 27.10.2020

Eine Gefahr lauert oft im E-Mail-Anhang: Makroviren. Diese fiesen Viren nisten sich im Computer ein, verändern ganze Dokumente, Programme und greifen das E-Mail-Programm an, um sich eigenständig zu verbreiten. Wir erklären Ihnen, wie Makroviren funktionieren und wie Sie sich vor ihnen schützen können.

Makroviren sind Viren, die nicht als eigenständiges Programm vorliegen.

Makros und Makroviren

Viele Befehle in Office-Programmen basieren auf Makros, also Anweisungen oder Skripts, die innerhalb von bestehenden Programmen ausgeführt werden. Oft handelt es sich dabei um Erweiterungen der Programme. Ein bekanntes Makro ist beispielsweise der Befehl „Datei öffnen“. Ein Makrovirus liegt, wie der Name schon offenbart, als Makro vor. Er verändert die Befehlsfolge und stürzt den Computer ins Chaos.

Makroviren sind meistens Skripte, die unliebsame Befehle ausführen. So kann ein Makrovirus alle Dokumente auf einem Computer wie von Geisterhand öffnen. Er kann Wörter löschen oder hinzufügen. Er kann aber auch auf E-Mail-Adressen zugreifen und eigenständig infizierte Dokumente an alle Kontakte verschicken. Jede Datei, die per Mail verschickt wird und auf CD/DVD oder USB-Sticks gespeichert wird, enthält dann den Virus. Auf diese Weise verbreitet sich der Virus rasant schnell. Dabei merken Sie es zuerst gar nicht zwingend. Makroviren können übrigens auch selbstständig weitere Malware herunterladen.

Mikroviren verbreiten sich

Vorsicht vor unbedachtem Öffnen von Anhängen. Mikroviren verstecken sich hier gern.

Makroviren verbreiten sich vielfältig

Die Verbreitung eines Makrovirus erfolgt sowohl über Windows- als auch Mac-PCs. Jedes Programm, das Makros verwendet, kann als Wirt dienen.

Einige Programme, die Makros nutzen und damit einen potentiellen Wirt für Makroviren darstellen, sind Word, Excel, PowerPoint und Access von Microsoft sowie AmiPro, CorelDraw und StarOffice/OpenOffice.org. Die fiesen Makroviren verfolgen zwei Ziele: Sie wollen den Computer lahmlegen und/oder Trojaner auf diesen laden.

Es ist bei E-Mail-Anhängen stets höchste Vorsicht geboten, denn mit einem neugierigen Klick können Sie sich schon infiziert und womöglich einen gefährlichen Trojaner auf den PC geladen bekommen. In diesem Zusammenhang haben wir bereits vor dem Chimera Trojaner gewarnt.

Wie kommen Makroviren auf Ihr System?

Meistens sind die Makroviren direkt in entsprechende Dokumente implementiert. Sie erhalten eine Bewerbung, eine Rechnung oder auch einen Auftrag von eurem Chef. Neugierig klicken Sie den Anhang an und schon macht sich der Virus auf eurem Computer breit. Auch können sich Makroviren über Werbebanner oder URLs einschleusen, die sich im Anhang von E-Mails befinden. Hier heißt es: Vorsicht vor unbekannten Anhängen. Sagt Ihr der PC beim Öffnen des Anhangs auch noch, dass Sie die Makros aktivieren sollen, damit das Dokument funktioniert, sollten Sie es am besten sofort wieder schließen und den Virensuchlauf starten.

Einer der bekanntesten durch Makroviren eingeschleusten Trojaner ist übrigens Emotet. Er wird in regelrechten Kampagnen verbreitet, in denen Dokumente mit Makros verschickt werden, die ihn, werden sie erst einmal geöffnet, downloaden. Beispielsweise wurde ein Makro, das Emotet eingeschleust hat, in einem Weihnachts-Newsletter verschickt.

Ausführen von Makros ablehnen

Der erste Schritt zur Selbsthilfe ist, wenn Sie das Ausführen von Makros erst einmal ablehnen. Kontrollieren Sie, dass das Dokument, was Sie erhalten haben, auch wirklich legitim ist. Außerdem können Sie in Ihren Einstellungen kontrollieren, ob unter Windows standardmäßig Makros aus unbekannter Quelle deaktiviert sind. Hierbei hilft Ihnen gern der PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe.

Den besten Schutz vor Makros und vor allem gefährlichen Trojanern wie Emotet bietet Sicherheitssoftware, die Erfassungs- und Beseitigungstools für diese besonderen Viren bietet. Sind Sie nicht sicher, ob Ihr PC bereits von Makroviren befallen ist, kommen Sie am besten schnellstmöglich zu Ihrem PC-SPEZIALIST. Mit einem Sicherheits-Check und einer Virenentfernung kann er Ihnen kompetent helfen. Und dauerhaften, und vor allem proaktiven Schutz bietet ihnen unser Eins-für-Alles-Paket. Lassen Sie sich beraten.

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