Metal Gear Solid V: The Phantom Pain
Author
Henry Winning, Fr, 2. Okt. 2015
in Games

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Episode: 1 (PS4)

PC-SPEZIALIST spielt: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain. In dieser ersten Episode bekommt ihr Hintergrundinformationen zur Story und dem Zusammenhang zum direkten Vorgänger Metal Gear Solid: Ground Zeroes sowie erste Infos zum Spielgefühl.

Im Verlauf dieser Reihe gehen wir Haupt- und Nebenmissionen durch, präsentieren Kniffe und detaillierte Lösungsansätze zum Motherbase-Metagame, zeigen euch spannende Spots in der riesigen Spielwelt und finden heraus, wo der federführende Produzent Hideo Kojima seine Liebe zu Videospielen einfließen ließ. Denn diese kleinen Details treten dem Spieler deutlich häufiger unter die Augen, als man erstmal erwarten würde.

The Metal Gear Solid V: The Phantom Pain - D-Horse

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain: Zu Fuß ist man in der erstmals offen begehbaren Spielwelt aufgeschmissen. Zum Glück ist D-Horse mit am Start.

Viele andere Produzenten gehen dem neuen Trend hinterher, contentarme Videospiele frühzeitig (meistens um das Weihnachtsgeschäft herum) zum Vollpreis zu publizieren, um dann mit regelmäßigen, extra zahlungspflichtigen Inhaltserweiterungen zu werben, die – sein wir ehrlich – in früheren Generationen selbstverständlicher Teil des Hauptspiels waren. Geld regiert aber nicht nur unsere Welt, sondern auch die des neunen Serienteils. Denn als Belohnung für abgeschlossene Missionen bekommen wir Erfahrung und GMP, die interne Währung des Spiels. Mit den Credits werden beispielsweise Tarnungen, neue Waffen, Gadgets, Outfits und Verbesserungen für die Begleiter von Big Boss entwickelt.

Metal Gear Solid V: Hightech und Pappkartons

The Metal Gear Solid V: The Phantom Pain - Pappkarton

Will man sich effektiv verstecken führt nichts am tactical Pappkarton vorbei. Mit Tarnmuster noch effektiver!

Trotz des Fakts, dass die Story neun Jahre nach den Geschehnissen von Ground Zeroes 1975 in Afghanistan und Afrika spielt, steht Snake Alias „Big Boss“ eine ganze Palette an hoch technologisierter Ausrüstung zur Verfügung. Vom einfachen Begleiter-Pferd „D-Horse“ über allerlei Fahrzeuge bis hin zum Kampfwalker, von der Betäubungspistole über klassische Kalashnikov-Derivate zum Mehrfachgranatwerfer mit Infrarotvisir bleiben keine Wünsche offen, die die favorisierte Herangehensweise in irgendeiner Form beschränken würden. Und sind wir mal dazu angehalten, eine Feindbasis absolut professionell im Stealthmodus zu infiltrieren, suchen wir einfach in einem zuvor angeforderten Pappkarton Schutz vor ungewollten Blicken auf den mit Narben übersähten Spielerkörper. In einem Pappkarton?! Jepp, in einem Pappkarton. Spätestens hier sollte man darauf aufmerksam werden, dass sich auch der neuste Ableger der Metal Gear-Reihe nicht allzu ernst nimmt. Und das ist klasse, denn wie viele Produzententeams – ausgenommen die der Borderlands-Reihe – legen heute noch so viel Wert auf das perfekte Spielerlebnis? Richtig, die Zahl ist stark rückläufig. Ohne diesen Humor wäre The Phantom Pain, mal abgesehen des irrwitzigen Hypes, kein Einzelstück. Mehr zu den kleinen Details, den serientypischen Feinheiten und zu speziellen Gadget-Spotlights lest ihr in den folgenden Episoden zu PC-SPEZIALIST spielt: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain.

Big Boss im Koma: Ground Zeroes Rückblick

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain - Skullface

Kein gutes Spiel ohne mysteriöse Feinde – Skullface umringt von Anhängern seiner XOF-Militärorganisation. Unbezwingar?

Bevor wir an dieser Stelle in die Handlung einsteigen, gibt es eine kleine Zusammenfassung über die Geschehnisse von Metal Gear Solid: Ground Zeroes, das bereits am 14. März 2014 für die alte und neue Konsolengeneration erschien und als Prolog zu Metal Gear Solid V gilt. (Achtung, Spoiler!) Unser Auftrag ist es, das kubanische Gefangenenlager Guantánamo Bay zu infiltrieren und zwei junge Mitglieder unserer Privatarme, Chico (m) und Paz (w) zu befreien. Die Mission verläuft so lange gut, bis wir beide Gefangenen per Hubschrauber extrahieren. Während ihrer Gefangenschaft wurde Paz ein Sprengsatz mit Zeitzünder in den Körper implantiert, um ihrem Retter (Snake) eine Falle zu stellen. Die Bombe kann nicht mehr passend entfernt werden, Paz stürzt sich aus dem Helikopter um das restliche Team zu retten. Kurz darauf detoniert der Sprengstoff, dessen Druckwelle zerlegt den Hubschrauber und – Ende. Nach einer Fragen aufwerfenden Videosequenz, in der die Motherbase von der rätselhaften Militär-Organisation namens XOF angegriffen wird, sehen wir den Abspann. Soweit zur Handlung von Ground Zeroes. Die Spielzeit der einzigen Hauptmission des Prologs wird vom Entwickler mit eineinhalb Stunden angegeben. Geübte Spieler, die sich mit den Schleichmechaniken aus den Serienvorgängern gut auskennen, brauchen erheblich weniger Zeit, weshalb der Titel auch zum verminderten Preis angeboten wird.

The Phantom Pain: Namensgebender Plottwist

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain - Prothese

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain: Die Multifunktionsprothese im Spotlight. Ein Gamechanger? Erfahrt mehr in der nächsten Episode!

Die Folge des Hubschrauberunfalls sind neun Jahre komatöser Schlaf trotz bester Behandlung durch Krankenschwestern mit handfesten Argumenten in kurzen Dienstkitteln. Was nach einigen Augenblicken Videosequenz auffällt ist, dass es Snake übel erwischt hat. Explosionsschrapnelle stecken gut sichtbar in seiner Stirn, an anderen Stellen seines Körper sind die Splitter tiefer eingedrungen. Eine weitere, spielverändernde Folge des Unfalls ist ein linksseitig amputierter Unterarm. Dieser wird im weiteren Verlauf der Story durch eine Hightechprotese in verschiedenen Konfigurationen ersetzt. Laut Wikipedia kommt es in amputierten Gliedmaßen teilweise zu einem Schmerzempfinden, obwohl die Gliedmaße nicht mehr Teil des Nervensystems ist. Der sogenannte Phantomschmerz. Aha! Darum geht es also. Und es stimmt: In der ersten Infiltrationsmission des Spiels retten wir Snakes alten Kollegen Kazuhira Miller aus der Gefangenschaft, der ebenfalls Gliedmaßen einbußen musste. Und tatsächlich, in der nächsten Zwischensequenz spricht er sogar vom selbst erfahrenen Phantomschmerz – Rätsel gelöst, oder nicht?

Hideo Kojimas weiter Weg zu Metal Gear Solid V

Nun wisst ihr, inwiefern sich die Storyline von Metal Gear Solid V an den Vorgänger Ground Zeroes anschließt. Was deutlich weniger bekannt ist, ist der lange Weg, den Entwicklerlegende Hideo Kojima zu diesem (letzten?) „richtigen“ Stealthabenteuer zurücklegen musste. Diesen von ihm selbst beschriebenen Weg bringen wir euch in der nächsten Episode zu PC-SPEZIALIST spielt: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain näher, starten die ersten Missionen miteinander, erklären erste Kniffe und Tricks und gehen auf die neue Armprothese ein. Desweiteren ordnen wir das Genre ein und erklären die weitere Struktur des Spiels.

Seid ihr mit der Reihe vertraut? Habt ihr Interesse daran, tiefergehende Infos zum Spiel zu erfahren, die in klassischen Walkthroughs außen vor bleiben? Dann bleibt dran, denn jeden Freitag ergänzen wir dieses neue Format mit neuen Schwerpunkten und Gadget-Spotlights. Hab ihr Fragen zur Reihe, kommt ihr an einer bestimmten Stelle nicht weiter? Schreibt sie in die Kommentare – wir helfen euch.

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