Metal Gear Solid V: The Phantom Pain
Author
Henry Winning, Fr, 16. Okt. 2015
in Games

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Episodenspecial

PC-SPEZIALIST spielt: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain – heute im Episodenspecial: Was macht diese Reihe so unverwechselbar gut? Wo hat der Produzent seinen Humor einfließen lassen? Gibt es versteckte Überraschungen, sogenannte „Eastereggs“?

Und wie es die gibt. Lest mehr in dieser etwas anderen Episode.

Fangen wir ganz vorne an. Sobald wir das Spiel starten erscheint ersteinmal eine ganze Reihe von Informationsseiten, die uns mit ziemlich viel Text überhäufen. Doch damit ist nicht etwa der Haftungsausschluss oder die bei Videospielen übliche Epilepsiewarnung gemeint.

Aller Anfang ist… dynamisch?

Der Startbildschirm überschüttet uns mit Hinweisen zu geplanten Serverwartungsarbeiten, besonderen Specials in Online-Missionen und Patch-Notes, die uns über Änderungen in der Spielmechanik informieren. Hat man diese Informationsflut bewältigt, erscheint die Option, das Spiel an der zu letzt gespeicherten Stelle wieder aufzunehmen. Hier haben wir das erste mal Kontakt mit unserem Helden, der in voller Montur im Hubschrauber sitzt und auf den nächsten Einsatz wartet. Dann die nächste Auffälligkeit: An der Stelle, wo wir in anderen Spielen den schwierigkeitsgrad über intransparente Stufen von „leicht“ bis „höllenschwer“ einstellen, tun wir hier – nichts. Denn einen festen Schwierigkeitsgrad gibt es überhaupt nicht. Unfair? Zu schwer für Anfänger oder zu leicht für Profis? Weder noch. Denn der Schwierigkeitsgrad definiert sich nicht etwa durch mehr Trefferpunkte oder bessere Trefferquote der Gegner, es ist ihre Ausrüstung, die sich dynamisch dem Spielstil des Spielers anpasst. Schaltet man seine Kontrahenten beispielsweise oft gezielt durch Kopfschüsse aus, werden sie sich als Reaktion mit Helmen ausrüsten. Geht man ihnen offensiver im direkten Feuergefecht entgegen, so werden sie sich Körperpanzerungen anlegen – und so weiter.

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain - Fulton-System

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain: Um Ressourcen, Nutztiere und sogar Feinde zur Motherbase zu extrahieren wird das praktische Fulton-System eingesetzt.

In Metal Gear Solid sind wir nicht allein unterwegs

Gegen diese schweren Panzerungen sind auch die meisten scharfen Waffen ohne Sprengkraft relativ wirkungslos. Zum Glück kann der Spieler auf eine kleine Auwahl an Begleitern zurückgreifen. Diese haben nicht nur ihre stereotypischen Fähigkeiten – das Pferd beispielsweise lässt sich reiten, der Hund D-Dog kundschaftet Feindlager aus – sondern können noch eine ganze Menge mehr. Ist man mit der Scharfschützin Quiet unterwegs, hält sie Snake auf Kommando den Rücken frei. Tritt man dann einem schwer gepanzerten Feind gegenüber, schießt sie diesem den Helm vom Kopf und Big Boss erledigt den Rest. Auch beim Begleiter-Hund hat Kojima wieder in die Fantasiekiste gegriffen: Ab einem bestimmten Beziehungslevel kann man den Hund apparieren lassen. Jedoch nicht einfach einen quietschigen Tennisball, sondern zuvor betäubte Gegner. Allerdings nicht mit der Schnauze, sondern mit dem Fulton-Extraktions-Ballon. Wie dieses System genau funktioniert, zeigen wir euch in Episode 3 dieser Reihe am nächsten Freitag.

In Metal Gear Solid ist Wasser tödlich

Besonders cool ist auch das Geschenk, dass Snake von den Kindersoldaten in einer speziellen Mission bekommt: Es ist eine ganz besondere Pistole, die die ohnehin schon riesige Waffenkammer erweitert. Allerdings reden wir hier nicht von einer ganz normalen, sondern von einer Wasserpistole. Schießt man einem Gegner mit diesem Gimick ins Gesicht, so ist dieser ersteinmal damit beschäftigt, sich das Wasser aus den Augen zu reiben. In dieser Zeit kann man die Gelegenheit nutzen, ihn in den CQC-Griff zu nehmen, der Befragungsoptionen freigibt. Auch lassen sich kleinere technische Geräte, die man überall in feindlichen Lagern findet, durch das Wasser unschädlich machen. Besonders praktisch ist das bei Kommunikationseinrichtungen, die man ohne Wasserpistole auffällig sprengen müsste. So kann man die Feindkommunikation unbemerkt deaktivieren.

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain - Pappkarton

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain: Will man sich effektiv verstecken führt nichts am tactical Pappkarton vorbei. Mit Tarnmuster noch effektiver!

Recycling mal anders

Wer sich sonst unauffällig von A nach B bewegen möchte, stößt früher oder später auf Gegner, die den Weg blockieren. Zum Glück lässt Snake seine leeren Magazine nicht einfach in der afghanischen Wüste liegen, sondern steckt sie immer wieder gewissenhaft zurückt in seine Tasche. Zum Glück, denn die kann man zur Ablenkung wunderbar in die Nähe von Feinden werfen. Untersuchen sie das entstandene Aufschlagsgeräusch, weichen sie von ihren Patrouillenwegen ab und machen die Bahn für Snake frei. Wird man dabei allerdings von einem schwer gepanzerten Feind ertappt, hat man einen kleinen Augenblick Zeit, ein weiteres Magazin gezielt nach ihm zu werfen. Trifft dieses den Kontrahenten am Helm, kippt dieser untermalt von einem witzigen „Pling“-Geräusch sofort aus den Latschen – Problem gelöst.

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Der erste Metal Gear: Schon in der 12. Mission treffen wir auf einen fiesen Boss – den Sahelanthropus.

Der tactical Pappkarton mit Model-Aufdruck

Besonders witzig ist auch der Einsatz der schon in der ersten Episode kurz vorgestellten Pappkartons. Die dienen nicht einfach nur zu Tarnung, sie lassen sich auch von außen mit in der Spielwelt gefundenen Postern bekleben. Diese zeigen meist leicht bekleidete Damen oder salutierende Soldaten in Lebensgröße. Stellt man sich so verpackt einem Soldaten mit der gleichen Uniform gegenüber, wird dieser  standesgemäß zurückgrüßen. Ein perfekter Moment um aus dem Karton zu platzen und ihn ins Land der Träume zu schicken.

Abgesehen von diesen Highlights gitbt es noch unzähliges mehr in der großen Spielwelt zu entdecken. Habt ihr Lust bekommen, euch dieses Abenteuer einmal näher anzusehen? Dann schaut euch doch die letzten beiden Episoden an, in denen wir sowohl den Zusammenhang zum Story-Vorgänger aufzeigen, als auch über den Produzenten und seine Vision vom „einzig wahren“ Stealth-Abenteuer sprechen. Seid auch am nächsten Freitag bei der dritten Episode von PC-SPEZIALIST spielt: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain wieder dabei und erfahrt, wie man das Fulton-Extraktions-Gadget benutzt und den ersten Boss besiegt. Wir freuen uns auf euch!

 

 

 

 

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