Hasskommentare auf Instagram
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Maren Keller, Di, 23. Jul. 2019
in Aktuelles

Hasskommentare auf Instagram

Kampf gegen Cyber-Mobbing wird verstärkt

Hasskommentare – jeder kennt sie, keiner mag sie. Sie verletzen den Empfänger und können tiefe Narben hinterlassen. Gerade Jugendliche leiden unter Hate Speech im Netz.

Aber auch Erwachsene sind dem immer wieder ausgesetzt. Instagram sagt dem Cyber-Mobbing jetzt den Kampf an und geht verstärkt dagegen vor. Wir zeigen euch, welche Features das soziale Netzwerk plant.

Hasskommentare – worum geht es?

Was genau sind Hasskommentare? Der Name sagt es schon, es geht bei den sogenannten Hass-Postings um Aussagen, die andere kränken und verletzen. Hasskommentare sind menschenverachtend und finden sich meist in sozialen Netzwerken, in Foren oder auf anderen Webseiten mit öffentlicher Kommentarfunktion. Die Verfasser äußern sich abwertend, beleidigen die Adressaten oder richten ihre Aussagen gegen allgemein anerkannte gesellschaftliche Werte und diffamieren bestimmte Weltanschauungen.

Zu Hate Speech gehören Aussagen wie „Die sollte man alle abknallen“, „Schlampe“, „Du bist so dumm und hässlich“, „Verpiss Dich, Du Looser“ usw. Hate Speech umfasst also Aussagen, die klar unter die Gürtellinie gehen. Über Hate Speech haben wir bereits zum Safer Internet Day 2019 bei uns im Blog berichtet.

Da die Anonymität im Netz groß ist, ist es für die Verfasser leicht, unerkannt zu bleiben. Dennoch sollten Verfasser solch fieser, beleidigender Kommentare bedenken, dass das Schreiben von Hate Speech ein Tatbestand des deutschen Strafrechts ist. Viele Bundesländer haben mittlerweile eine Onlinewache eingerichtet und Opfer können die Strafanzeige online erstatten.

Ein Instagram-Post von Model Stefanie Giesinger am Strand, daneben tw. heftige Hasskommentare. Foto. Screenshot

Eine nicht immer freundliche Diskussion über ihre Oberweite musste Model Stefanie Giesinger bei Instagram ertragen. Foto: Screenshot

Hasskommentare auf Instagram

Klar, auch auf Instagram gibt es massenhaft Hass-Posts. Aus Sicht von Psychologen leiden die Verfasser unter Angst- und Defizitgefühlen. Doch das hilft den Opfern wenig, denn Cybermobbing führt häufig zu psychischen Belastungen. Und gerade in sozialen Netzwerken ist das Posten von fiesen Kommentaren ein Kinderspiel. Häufig kennen die Verfasser der gemeinen Kommentare die Opfer nicht persönlich, dennoch meinen sie, beleidigen zu dürfen.

Auf Instagram soll das Verfassen von Hasskommentaren jetzt erschwert werden – mithilfe einer künstlichen Intelligenz, erklärt Instagram in seinem Presseblog. Sie prüft jedes geschriebene Wort und macht den Verfasser darauf aufmerksam, wenn sein Kommentar anstößig ist. „Are you sure you want to post this?“ oder zu Deutsch: „Bist Du sicher, dass Du diese Nachricht veröffentlichen möchtest?“ werden potenzielle Störenfriede gefragt, ob sie ihre Worte posten möchten.

Doch ob das reicht, um die Hater abzuschrecken? Immerhin, ein Versuch ist es wert, sodass diese Funktion mit dem nächsten Update der App verfügbar sein wird.

Was können User jetzt schon tun?

Wenn ihr nicht länger Opfer von Hasskommentaren sein wollt, dann könnt ihr bereits jetzt Nachrichten oder Accounts blockieren. Allerdings scheuen sich viele vor diesem Schritt, denn die Blockierten bekommen das mit. Allerdings sollte es den Opfern egal sein, schließlich schützen sie sich selbst damit, wenn sie Hatern auf ihrem Account keine Chance mehr geben.

Damit es Nutzern leichter fällt, Cyber-Mobber von ihrem Account zu verbannen, will Instagram ein weiteres Feature hinzufügen. Es nennt sich „Restrict“ („Einschränken“), und mit dieser Funktion könnt ihr Störenfriede außer Gefecht setzen, ohne dass sie es bemerken. Der Trick: Die Hater können zwar weiterhin kommentieren, aber die Nachrichten erscheinen nicht öffentlich auf eurem Account, sondern nur die Verfasser selbst sehen ihre Nachrichten. Darüber hinaus sehen die „eingeschränkten Personen“ nicht mehr, ob ihr aktiv seid oder Direkt-Nachrichten gelesen habt. Zurzeit befindet sich die Funktion noch in der Testphase, wann sie ausgerollt wird, steht noch nicht fest.

Ihr habt Probleme mit eurem Handy? PC-SPEZIALIST hilft

Wenn ihr ein neues Handy und Schwierigkeiten mit der Einrichtung habt, dann sucht einen PC-SPEZIALIST in eurer Nähe auf. Wir übernehmen die nervige Android-Ersteinrichtung oder iPad-Startklar-Einrichtung für euch, können auf Wunsch auch die E-Mail- und Kalender-Synchronisation einrichten, sodass ihr jederzeit Zugriff auf eure E-Mails habt. Ebenso zeigen wir euch, wie ihr Apps downloaden könnt.

Kennt ihr euch mit Instagram und Co. aus? Seid ihr schon einmal Opfer von Cyber-Mobbing geworden? Oder habt ihr euch einfach über einen fiesen Kommentar geärgert? Und sind eure Kinder zu Opfern geworden? Werden sie in sozialen Netzwerken gehänselt und gemobbt, sodass sie sie sich schon gar nicht mehr trauen, Neues zu posten? Lasst uns in unseren Kommentaren wissen, wie ihr damit umgeht.

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