Vorsicht vor Tastatur-App ai.type
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Susanna Hinrichsen-Deicke, Mo, 11. Nov. 2019
in Aktuelles

Vorsicht vor Tastatur-App ai.type

App tätigt ungewollt Käufe

Habt ihr schon von der Tastatur-App ai.type gehört? Nein? Dann habt ihr sie auch sehr wahrscheinlich nicht installiert. Wenn doch, solltet ihr jetzt ganz genau aufpassen, denn die App tätigt ungewollt Käufe auf eurem Smartphone.

Bis jetzt hat die App schon einen Schaden im Wert von 18 Millionen Dollar verursacht. Alle Infos jetzt bei uns.

Tastatur-App ai.type: Was ist passiert?

Die Tastatur-App ai.type hat ungewollt im Namen ihrer Nutzer Käufe getätigt. Besonders fatal: Die App verzeichnet über 40 Millionen Downloads und bis jetzt wurde der entstandene Schaden auf 18 Millionen Dollar geschätzt. Obwohl die App bereits im Juni aus dem Play Store entfernt wurde, ist sie noch immer auf Millionen Geräten aktiv.

Wie läuft der Betrug ab? Die Tastatur-App spielt unsichtbare Anzeigen aus. Das bedeutet, dass ihr die Anzeigen also gar nicht seht und so unbeabsichtigt darauf klickt. Hinter diesen Anzeigen liegen sogenannte Software Development Kits, also Programmierwerkzeuge, die nichtsahnende Nutzer zu Webseiten leiten und sie ohne ihr Einverständnis bei Premium-Services registrieren.

Die gefährliche Tastatur-App ai.type wurde im Google Play-Store angeboten und gefährdet demnach nur Android-Geräte. Für das iPhone ist ai.type zwar auch erhältlich – hier konnten allerdings keine ungewollten Käufe nachgewiesen werden. Wir raten euch trotzdem, euch eine andere App zuzulegen.

Das Bild zeigt eine Frau, die ein Smartphone hält und die Tastatur-App ai.Type nutzt. Bild: Unsplash/Daria Nepriakhina

Die Tastatur-App ai.Type tätigt im Namen der Nutzer ungewollt Käufe und verursacht Schäden in Millionenhöhe.
Bild: Unsplash/Daria Nepriakhina

ai.type auf eurem Handy: Was solltet ihr jetzt tun?

Die Londoner Sicherheitsfirma Upstream, die die illegalen Machenschaften der App aufgetan hat, rät Benutzern dazu, auf ihrem Smartphone die App direkt zu deinstallieren und nach ungewöhnlichen Aktivitäten Ausschau zu halten. Gleichzeitig sollten betroffene Android-Nutzer aufmerksam ihre Handyrechnung studieren. Hat sich das verbrauchte Datenvolumen erhöht? Werden Leistungen in Rechnung gestellt, die nie in Auftrag gegeben worden sind? Diese Anzeichen sprechen dafür, dass euer System infiltriert wurde – und dann kann meist nur noch der Profi helfen.

Seid ihr euch nicht sicher, ist euer PC-SPEZIALIST vor Ort euer Ansprechpartner. Er installierte einen Virenschutz auf eurem Android-Smartphone, sorgt für die Datensicherung eures Gerätes oder führt sogar eine komplette Datenrettung durch. Fragt unverbindlich an, was er für euch und euren individuellen Bedarf tun kann.

Tastatur-App ai.type – nicht der erste Vorfall

Leider sind Nachrichten rund um die Tastatur-App ai.type nicht die ersten negativen Informationen. Ende 2017 machte das Unternehmen bereits Schlagzeilen, weil Daten von Millionen Smartphone-Nutzern offen im Netz lagen.

Bei virtuellen Tastaturen von Drittanbietern ist generell Vorsicht geboten, denn Sie können „alle von Ihnen eingegebenen Texte, einschließlich persönlicher Daten wie Passwörter und Kreditkartennummern, sammeln.“ So zumindest warnt das Handy-Betriebssystem beim Download einer Tastatur-App. Im Fall der App ai.type war das definitiv der Fall. Doch es kommt noch schlimmer, denn ai.type war nicht einmal in der Lage, die erbeuteten Informationen unter Verschluss zu halten. So lagen Suchanfragen, Passwörter und E-Mail-Adresse offen im Netz.

Letzten Endes sollten wir uns hinter die Ohren schreiben: erstens keine Tastaturen von Drittanbietern nutzen und zweitens für einen guten Virenschutz sorgen. Und grundsätzlich solltet ihr immer daran denken: Obacht im Internet, denn die fiesen Maschen Krimineller lauern hinter jeder Ecke.

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