Dreiecksbetrug mit PayPal auf Ebay
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Maren Keller, Mo, 2. Mrz. 2020
in Aktuelles

Dreiecksbetrug mit PayPal auf Ebay

Vorsicht vor dieser neuen Machenschaft

Mit PayPal bezahlen, gilt im Allgemeinen als sicher. Auf Ebay-Kleinanzeigen kommt es zurzeit allerdings vermehrt zu einem fiesen Dreiecksbetrug. Er funktioniert mit PayPal. 

Was die kriminellen Hintermänner sich ausgedacht haben, um an euer Geld zu kommen, erfahrt ihr bei uns.

Dreiecksbetrug auf Ebay Kleinanzeigen

Ebay-Kleinanzeigen ist eigentlich ein Online-Flohmarkt. Die Nutzer der Plattform verkaufen Dinge, die sie nicht mehr benötigen. Seien es Spielsachen der groß gewordenen Kinder, Klamotten oder. Auch  Immobilien, Gartenzubehör und Tiere werden auf dem Portal angeboten.

Mittlerweile ist Ebay Kleinanzeigen zu einem riesigen Marktplatz für private Verkäufer geworden. Es gibt nichts, was es nicht auf Ebay gibt. Und natürlich versuchen auch Kriminelle, auf der Plattform illegal an Geld oder Waren zu kommen.

Die neueste Masche ist der Dreiecksbetrug mittels PayPal. Über eine andere Art der Abzocke auf Ebay Kleinanzeigen mit PayPay haben wir ebenfalls berichtet. Doch der aktuelle PayPal-Dreiecksbetrug ist besonders fies.

Gezeichnetes Bild zeigt Mann im Anzug mit Handy und PayPal-Logo. Geht es hier um Dreiecksbetrug? Bild: Pixabay

Bei einem Dreiecksbetrug lacht am Ende nur der Kriminelle. Bild: Pixabay

So funktioniert der neue PayPal-Betrug

Das Vorgehen für den aktuellen Betrug ist gar nicht so einfach zu durchschauen, denn die Kriminellen gehen richtig raffiniert vor. Folgendermaßen läuft der Dreiecksbetrug ab:

  1. Ihr veröffentlicht eine Anzeige auf eBay Kleinanzeigen. Die Kriminellen reagieren vor allem auf aktuelle Elektronik, Markenkleidung und Schmuck. Aber auch eher „unbedeutende“ Artikel können für Kriminelle interessant sein.
  2. Nachdem eure Anzeige erschienen ist, meldet sich ein möglicher Interessent bei euch. Er möchte die Ware persönlich abholen, aber nicht bar bezahlen, sondern per PayPal.
  3. Wenn diese Art der Bezahlung für euch in Ordnung ist und ihr ihm eure PayPal-Adresse genannt habt, inseriert der potenzielle Käufer selbst eine Anzeige mit identischem Verkaufswert. Sobald sich ein Käufer auf die Anzeige des Kriminellen meldet, gibt der Betrüger eure PayPal-Adresse weiter.
  4. Ihr bekommt das Geld also von jemandem, dem ihr nichts verkauft, bemerkt aber erst einmal nur, dass die vereinbarte Summe auf eurem Konto ist. Dann holt der Betrüger die Ware wie besprochen bei euch ab.
  5. Die dritte Person, das ist der Käufer, der die Ware des Kriminellen kaufen wollte, wundert sich, wo seine Ware bleibt. Immerhin hat er bezahlt – an euch, aber das weiß er nicht. Er eröffnet einen Fall bei PayPal.
  6. Der Online-Bezahldienst entzieht euch das Geld und friert euer Konto ein.

Die Folge: Der Kriminelle hat die Ware von euch zum Nulltarif erhalten. Die dritte Person hat Ärger, aber erleidet keinen Schaden, da sie ihr Geld über den PayPal-Käuferschutz zurück bekommt.

Dreiecksbetrug – wie schützt ihr euch?

Diese Art des Dreiecksbetrugs ist wirklich fies und nur schwer zu durchschauen. Seid ihr bereits Opfer geworden, sichert alle Beweise, erstattet Anzeige bei der Polizei (das geht mittlerweile auch online) und wendet euch an PayPal.

Aber natürlich gibt es Möglichkeiten, nicht Opfer dieses Betrugs zu werden. Lasst euch beim Verkauf von Ware immer die Daten des Käufers geben, lasst euch den Ausweis zeigen und kopiert ihn euch. Sollte hier bereits Widerspruch vom Käufer kommen, solltet ihr das Geschäft besser vergessen.

Kommt es zum Verkauf, fertigt einen Kaufvertrag an und akzeptiert nur Barzahlung bei Abholung. Einigt ihr euch mit dem Käufer auf Versand und PayPal-Zahlung, versendet die Ware nur an die bei Paypal hinterlegte Adresse. Versendet die Ware zudem nur per Einschreiben. Nur dann habt ihr einen Nachweis, dass die Ware angekommen ist, da der Käufer den Empfang quittieren muss.

Seid ihr auch schon mal auf einen fiesen Betrug hereingefallen? Lasst es uns in unseren Kommentaren wissen.

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