SnapTube-App
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Janina Kröger, Mi, 17. Jun. 2020
in Aktuelles

SnapTube-App

Diese Android-App solltet ihr besser löschen

Klingt verführerisch: Mit der SnapTube-App lassen sich Musik und Videos von beliebten Plattformen wie YouTube, Instagram oder Facebook mit das Handy herunterladen. Eigentlich soll das Ganze kostenlos sein. Aber: Sie kann euch offenbar ohne euer Wissen für einen kostenpflichtigen Premium-Dienst anmelden.

Warum Sicherheitsforscher von SnapTube-Abzocke sprechen, erfahrt ihr bei uns.

SnapTube-App: 40 Millionen Android-Nutzer in Gefahr

40 Millionen Android-Nutzer haben auf ihren Smartphones die SnapTube-App installiert. Aber was ist SnapTube überhaupt? Es handelt sich um eine App, mit der sich Videos und Audio-Daten von beliebigen Webseiten herunterladen lassen.

Das ist vor allem dann praktisch, wenn ihr nur ein begrenztes Datenvolumen habt und euch schon im Vorfeld für unterwegs Videos downloaden möchtet. Ihr könnt damit aber auch die Audiospur extrahieren und dadurch Lieder herunterladen. Auf den ersten Blick hat die App also für den ein oder anderen gewisse Vorzüge.

Sicherheitsforscher von Upstream warnen jetzt allerdings vor der SnapTube-Android-App. Allein im Jahr 2020 soll diese Anwendung nämlich zu 32 Millionen betrügerischen Transaktionen geführt haben, im Jahr 2019 sollen es sogar 70 Millionen Fälle gewesen sein. Und wie das? Das Sicherheitsportal Upstream berichtet, dass unzählige Nutzer für den Premium-Dienst angemeldet worden sind – ohne dass sie dafür ihre Zustimmung gegeben hätten.

Zu sehen ist ein Screenshot der Webseite zur SnapTube-App. Bild: Screenshot snaptube.com

Der SnapTube-App wird vorgeworfen, eine Abzocke zu sein. Bild: Screenshot snaptube.com

SnapTube gilt als „Fleeceware“

Die Sicherheitsforscher bezeichnen die App inzwischen als „Fleeceware“ – also als Abzocke-Software. Sie macht es sich nämlich zunutze, dass im Google Play Store eure PayPal oder Kreditkarten-Informationen hinterlegt sind. Während auf der offiziellen Webseite eindeutig von einer kostenlosen App die Rede ist, ist tatsächlich wohl nur das Probe-Abo gratis. Und wenn ihr dieses Probe-Abo nicht rechtzeitig kündigt, geht es still und heimlich in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Dadurch soll SnapTube-Entwickler Mobiusspace schon 87 Millionen Euro eingenommen haben.

Doch damit nicht genug: Es sollen in die App auch noch illegale Codes für Werbezwecke eingebunden sein. Die SnapTube-Macher halten dagegen: Es könne durchaus sein, dass ihnen als Startup Fehler unterlaufen könnten. Nachdem Google im Juni 2019 auf die Codes aufmerksam gemacht habe, seien diese aber umgehend entfernt worden. Den Bericht kritisieren sie in vielen Punkten als falsch und werfen Upstream in einem Twitter-Post Rufschädigung vor.

Download SnapTube? Besser nicht.

Aus dem Google Play Store ist die SnapTube-App inzwischen schon gelöscht. In einigen Drittanbieter-Stores sowie auf der offiziellen Webseite ist sie aber noch verfügbar. Von einem Download der SnapTube-App solltet ihr aber absehen.

Generell solltet ihr Appstores von Drittanbietern meiden, weil die Apps dort nicht so streng kontrolliert werden, wie es bei den offziellen Appstores von Google und Apple der Fall ist. Und auch dort rutschen immer mal wieder bösartige Apps durch das Raster, wie der aktuelle Fall mal wieder zeigt. Auch bei uns im Blog findet ihr dazu Beispiele wie SimBad oder BankBot, um nur zwei Fälle zu nennen.

Ihr solltet immer aufmerksam sein, welche Apps ihr auf euer Handy holt. Denkt daran, wie viele Informationen über euch in eurem Handy gespeichert sind. Ihr möchtet bestimmt nicht, dass sie in die falschen Hände geraten.

SnapTube-Premium kündigen

Ihr habt SnapTube längst herunterladen und seid in die Premium-Falle getappt? Dann haben wir hier eine kurze Anleitung für euch, wie ihr SnapTube-Premium kündigen könnt:

  1. Geht in den Google Play Store und öffnet oben im Suchfeld über die drei Balken das Menü.
  2. Im Menü wählt ihr den Punkt „Abos“.
  3. Prüft nach, ob SnapTube-Premium hier aufgeführt wird.
  4. Falls ja, kündigt ihr das Abo und deinstalliert die App.

Besser ist es auf jeden Fall, wenn ihr die App nach der Kündigung des Abos deinstalliert. Wer weiß, ob sie euch sonst nicht noch einmal ein unerwünschtes Premium-Abo verschafft.

Hilfe fürs Handy von PC-SPEZIALIST

Bei vielen Handyproblemen ist euch der PC-SPEZIALIST in eurer Nähe übrigens gern behilflich. Mit einem Display-Schutz oder einem Virenschutz sorgt er dafür, dass euer Smartphone sowohl physisch als auch virtuell vor Gefahren geschützt ist. Das Ungemach ist schon passiert und ihr habt euch einen Virus eingefangen? Dann kümmert sich unser Profi mit einer professionellen Datenrettung darum, dass ihr zumindest Bilder und Co. zurück bekommt.

Und wenn ihr euch ein neues Handy angeschafft habt, es aber partout nicht zum Laufen bringen könnt, ist PC-SPEZIALIST ebenfalls zur Stelle. Mit dem Startklar-Service oder der Komfort-Einrichtung ist das neue Android-Gerät im Handumdrehen bereit zur Nutzung. Die Installation von bis zu drei Apps ist inklusive. Nehmt Kontakt auf und lasst euch informieren.

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