Shoppen via Facebook
Author
Lena Kunikowski, Mi, 14. Okt. 2015
in Social Media

Shoppen via Facebook

Facebook wird Einkaufsplattform

Facebook muss ja sehen, wo es bleibt. Und vor allem: Wie es Geld verdient. Passend dazu startet jetzt ein neues Anzeigenformat, mit dem die Nutzer über das soziale Netzwerk selbst shoppen können und dafür nicht auf Website des Anbieters wechseln müssen.

Im hauseigenen Blog wies Facebook zunächst auf die Missstände bei vielen Online-Einkaufsplattformen hin: Zu lange Ladezeiten, schwierige Navigation über Mobilgeräte und lange Klick-Prozesse, bis aus dem Warenkorb dann endlich ein „Sie erhalten die Bestellbestätigung per E-Mail“ wird.

online shopping über facebook

CEO Mark Zuckerberg und sein Team arbeiten am neuen Facebook Anzeigenformat

Online-Shopping auf Facebook

Getestet und gestartet wird die neue Idee zunächst einmal natürlich in den USA. Dort sollen die Facebook User im ersten Schritt die Möglichkeit haben, ganz einfach durch die Angebote der teilnehmenden Werbepartner zu blättern – quasi eine Art Online-Katalog in dem sozialen Netzwerk, der auch im Vollbild-Modus angezeigt wird und die eigentliche Facebook Oberfläche in den Hintergrund treten lässt. Die ersten Hersteller, die das neue Shopping-Anzeigenformat testen wollen, sind angeblich die Mode- und Uhrenmarke Michael Kors sowie die amerikanische Supermarktkette Carrefour. Für die Zukunft soll das Online-Shopping Angebot dann aber weiter ausgerollt werden und auch die eigentliche Bestellung und den Kauf über Facebook abbilden.

Facebook Nutzer bringen großes Shopping-Potential

Die Idee ist bei weitem nicht dumm. Schließlich verzeichnet Facebook (trotz stark rückläufigen Zahlen, vor allem bei der Neuanmeldung) weltweit ca. 1,5 Milliarden Nutzer. Allein dadurch steckt natürlich ein unglaubliches Potential und Marktvolumen in dem größten sozialen Netzwerk. Zudem beruft sich Facebook in seiner Argumentation für das neue Anzeigenformat auf eine Studie, nach der sich angeblich jeder zweite Nutzer bei Facebook einloggt, um nach Produkten zu suchen.

Was haltet ihr von der Aktion? Könnt ihr euch vorstellen, künftig Klamotten oder andere Produkte direkt über Facebook zu kaufen oder bevorzugt ihr die klassischen Online-Plattformen oder gar das altbewährte Geschäft in eurer Stadt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

1 Kommentar

  1. Gerd sagt:

    Onlineshopping klingt toll, macht Spaß und ist (oftmals) sogar billiger, als im Geschäftl einzukaufen.

    Aber es zerstört Arbeitsplätze.
    Das sieht man immer wieder durch leere Verkaufsflächen in den Einkaufsstraßen der Städte und leider auch in den Dörfern.

    Zusätzlich bieten viele Platformen immer mehr Artikel von dubiosen Verkäufern aus 3.-Staaten an die minderwertige Wäre aus z. B. China anbieten.

    Das böse Erwachen kommt spätestens bei der Abholung am Zoll, wo Plagiate dann beschlagnahmt und vernichtet werden. Oder Zollgebühren den günstigsten Einkauf plötzlich teuer machen.

    Facebook an sich ist schon ein „heißes Eisen“, von dessen Nutzung (auch seine Dienste WhatsApp und Instagram) mit dem Smartphone wegen seiner Datensammelwut nur abgeraten werden kann. Und wegen den dauernden Datenskandalen, mit WhatsApp und neuerdings auch mit Instagram.

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