Prisma Photo App
Author
Henry Winning, Fr, 15. Jul. 2016
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Prisma Photo App

Aus Handyfotos wahre Kunstwerke machen

Mit der Prisma App lassen sich einfache Schnappschüsse auf eurem Handy entweder direkt oder auch nachträglich in Kunstwerke verwandeln. Dabei kann man aus vielen verschiedenen Kunststilen abseits der Standards Schwarz-Weiß oder Sepia-Filter wählen.

Leider hat auch alles Gute eine Schattenseite: Datenschützer warnen vor der App. Ob die Sorge um eine neue Datenkrake gerechtfertigt ist und wie die Applikation allgemein funktioniert, erklären wir euch jetzt.

Mit Prisma kleine Meisterwerke erstellen

prisma app Kunstwerke durch Foto Effekte

Mit der Prisma App für iOS lassen sich aus Schnappschüssen echte Meisterwerke machen.

Aktuell nur für Apples iOS verfügbar, lässt sich Prisma einfach aus dem App Store herunterladen. Dabei fordert sie die üblichen Rechte ein, die ihr für die Verwendung bestätigen müsst. Nach dem Öffnen seht ihr durch die Kamera eures iPhones und knippst das gewünschte Motiv. Dabei ist es egal, um welches es sich handelt. Die App verwandelt auch den langweiligen Schreibtisch in ein ansehnliches Stillleben. Was jedoch nach dem Drücken des Auslösers auffällt: Das zum Ladebalken umfunktionierte Prisma-Logo erscheint auf dem Bildschirm. Damit eure Fotos mit den entsprechenden Effekten verändert werden können, ist eine enorme Rechenleistung erforderlich, die das Smartphone nicht aufbringen kann. Aus diesem Grund werden die Fotos via WLAN oder mobilem Datennetz an ein Rechenzentrum in den Niederlanden verschickt. Dort werden die Bilder verarbeitet und an euch zurückgesendet – und das dauert natürlich ein bisschen. Das Ergebnis lässt sich dann aber schnell per Schieberegler entsprechend eures Geschmacks anpassen.

Prisma App: Datenschützer warnen vor der Verwendung

Dass die Bilder nach der Aufnahme erst ins Ausland verschickt werden, hat bezüglich der Rechenleistung seine Vorteile. Gleichzeitig wird dem russischen Entwickler damit aber Tür und Tor geöffnet, eure Daten entsprechend zu sammeln und weiter zu verwenden. In den AGB der Prisma App steht genau das drin – allerdings ist das kein Einzelfall. Auch Instagram und Facebook haben eine fast wortgleiche Phrase innerhalb der Geschäftsbedingungen, die dem Entwickler erlauben, eure Daten zu „marketingtechnischen“ Zwecken (also personalisierte Werbung) an Dritte weiter zu geben. Deswegen raten wir euch, eher eure Umgebung mit Foto-Effekten zu belegen, als euch selbst oder eure Kinder abzulichten. Einige Beispiele von tollen Aufnahmen findet ihr auf der Prisma-eigenen Instagramseite. Wer als Android-Nutzer dennoch nicht auf die App verzichten möchte, muss sich noch etwas gedulden. Laut Entwickler ist die Version bereits in Entwicklung. Wir halten euch natürlich hier auf dem Laufenden.

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