Ransoc sammelt Daten
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Maren Keller, Mo, 21. Nov. 2016
in Aktuelles

Ransoc sammelt Daten

Opfer werden erpresst

Mit Ransoc ist eine neue Erpresser-Schadsoftware in Umlauf. Doch anders als zurzeit eigentlich üblich, verschlüsselt sie keine Daten. Sie späht stattdessen den Rechner aus und sammelt zunächst möglichst viele private Daten. Dafür durchforstet die Schadsoftware die sozialen Netzwerke.

Woher Ransoc kommt und wie ihr euch schützen könnt, erklären wir euch.

Schadsoftware gelangt oft mittels Malvertising auf den Rechner. Malvertising nennt man das Verbreiten von schädlicher Software über Online-Werbeanzeigen. Deshalb unser Tipp: Klickt niemals Werbeanzeigen an, die euch unseriös erscheinen. Schnelles Geld, wichtige Warnungen, günstige Wunderpillen – bei solchen Versprechen ist Vorsicht angesagt.

Ransoc versteckt sich in Anzeigen

Auch Ransoc soll angeblich über verseuchte Anzeigen auf den Rechner kommen. Wer solche Anzeigen anklickt, läuft Gefahr, sich die Schadsoftware auf den PC zu laden.

Ist das Programm erst einmal auf dem Rechner, wird es zum wahren Datensammler. Denn es durchforstet die sozialen Netzwerke, um an persönliche Informationen zu gelangen. Namen, Geburtsdaten und Fotos sind für den Datenklau besonders geeignet. Außerdem wühlt es auf dem Rechner herum, um Dateinamen zu finden, die nach illegalen Downloads aussehen.

Sobald es fündig geworden ist, sperrt die Schadsoftware den Bildschirm und droht mit persönlicher Anrede, die Daten zu veröffentlichen und den Ruf des Betreffenden dadurch zu ruinieren. Ob das wirklich passiert, wenn nicht gezahlt wird, ist noch unklar.

ransoc strafandrohung

Der Sperrbildschirm von Ransoc zeigt persönliche Daten und droht mit der Veröffentlichung. Foto: proofpoint

Schadsoftware schüchtert ein

Die Software will einschüchtern, um an Geld zu kommen. Deshalb drohen die Erpresser nicht nur mit der Veröffentlichung der Daten, sondern zeigen durch die Verwendung von privaten Fotos, dass sie genau wissen, wer was angestellt hat. Diese individuelle Geldforderung ist es, die den Betroffenen besonders Angst macht.

Um möglichst viele Opfer zur Zahlung zu bewegen, verspricht der Sperrbildschirm aber auch die Rückzahlung der Strafzahlung. Allerdings nur, wenn das Opfer innerhalb der nächsten 180 Tage nicht erneut erwischt wird.

Außerdem würden alle Anklagepunkte fallen gelassen, wenn das Opfer innerhalb von 24 Stunden gezahlt hat.

Zahlung per Kreditkarte statt mit Bitcoin

Die Zahlung läuft bei Ransoc nicht über die virtuelle Währung Bitcoin. Stattdessen bietet die Erpresser die Zahlung mit der Kreditkarte an. Was wirklich passiert, wenn ihr eure Kreditkarten-Daten in das vorgegebene Formular eingebt, ist nicht klar. Aber auch hier müsst ihr damit rechnen, dass eure Daten missbraucht werden.

Aktuell soll der Trojaner nur Windows-Systeme angreifen. Das behauptet die Sicherheitsfirma Proofpoint, die die Schadsoftware entdeckt hat. Ist der Sperrbildschirm zu sehen, könnt ihr ihn allerdings nicht einfach ausblenden. Denn die Schadsoftware überwacht den Task-Manager und verhindert dadurch, dass andere Programme geöffnet werden können. Laut Proofpoint hilft nur, Windows im abgesicherten Modus zu booten.

Schutz vor Schadsoftware wie Ransoc

Aber natürlich könnt ihr euch vor Schadsoftware schützen. Um gar nicht erst eine solche Bedrohung wie Ransoc auf den Rechner zu bekommen, solltet ihr – wie oben beschrieben – auf keinen Fall unseriöse Werbeanzeigen anklicken. Wenn es doch passiert ist, kommt schnell zu eurem PC-SPEZIALIST. Wir können euch mit einer professionellen Virentfernung helfen und bieten einen Sicherheits-Check zum Festpreis an – und rücken so der Schadsoftware auf eurem Rechner zu Leibe.

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