WhatsApp Kindesmissbrauch
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Maren Keller, Mo, 27. Mrz. 2017
in Aktuelles

WhatsApp Kindesmissbrauch

Sexuelle Gewalt beginnt im Chat

Soziale Netzwerke sind beliebt. Ob Facebook, Twitter, WhatsApp oder Stayfriends – es gibt unendlich viele und nicht immer geht alles ehrlich zu. Triebtäter sind auch hier aktiv, und die Gefahr, dass es zu Kindesmissbrauch kommt, ist nicht zu unterschätzen.

Aktuell hat die Polizei einen Sexualstraftäter festgenommen, der WhatsApp missbraucht hat, um mit Opfern in Kontakt zu kommen. Bei uns erfahrt ihr, was passiert ist und wie der Täter bei der Kontaktaufnahme vorgegangen ist.

Kindesmissbrauch

Kindesmissbrauch beginnt bereits im Chat.

Kindesmissbrauch in sozialen Netzwerken

Handy, Tablet und Internet gehören bereits für Grundschulkinder oftmals zum Alltag. Ihre Unbefangenheit und Unerfahrenheit macht Kinder und Jugendliche allerdings anfällig für zahlreiche unangenehme Erlebnisse. Damit es nicht zu Kindesmissbrauch kommt, ist die Aufklärung über sexuelle Gewalt enorm wichtig. Kinder und ihre Eltern müssen sich mit den Möglichkeiten digitaler Kommunikation befassen. Denn die Täter sind gewitzt wenn es darum geht, Kontakte zu jungen Leuten zu bekommen. Sie nutzen die Anonymität des Netzes und bleiben oft unerkannt.

Doch nun hat die Polizei in Berlin einen Tatverdächtigen festgenommen. Er soll mit falschen Profilen im Messenger WhatsApp Kontakt zu jungen Mädchen aufgenommen und sie für sexuelle Handlungen an Kontakte im Darknet vermittelt haben.

Wie funktioniert der WhatsApp Kindesmissbrauch?

Aber wie funktioniert der WhatsApp Kindesmissbrauch? Grundsätzlich legen sich die Täter Fake-Identitäten zu. Sie geben sich selbst als junge Mädchen oder jugendliche Männer aus, um über diese Profile Kontakt zu angeblich Gleichaltrigen zu bekommen. Über längere Chats bauen sie langsam Vertrauen auf. Sie schaffen es durch geschicktes Vorgehen, dass sich die Mädchen oder Jungen vor der Webcam ausziehen und selbst berühren. Diese Manipulation wird „Grooming“ genannt. Im schlimmsten Fall kommt es sogar zu einem Treffen.

Der jetzt Festgenommene hat für die Kommunikation mit den Mädchen ausschließlich offene und frei zugängliche WLAN-Hotspots genutzt, um nicht aufzufallen und um nicht geschnappt zu werden. Dank verdeckter Ermittlungen der Polizei wurde er dennoch gefasst.

Schutz vor Kindesmissbrauch

Doch wie könnt ihr eure Kinder und Freunde vor einem solchen Kindesmissbrauch schützen? Wichtig ist zunächst einmal, dass Kinder für die Gefahren, die das Netz bietet, sensibilisiert werden. Dazu gehört auch, dass Kinder grundsätzlich keine Anfragen von Fremden beantworten sollten. Denn ihr könnt zunächst einmal davon ausgehen, dass es sich um ein gefälschtes Profil handelt, wenn ihr den Anfragenden nicht kennt. Sind Kinder und Jugendliche in Chatrooms aktiv, so gilt auch hier: Auf Anfragen von unbekannten Personen sollten sie nicht reagieren. Stattdessen ist es wichtig, dass Kinder und Eltern ein vertrauensvolles Verhältnis haben und die Kinder sich ihren Eltern anvertrauen, wenn Anfragen von unbekannten Personen kommen.

Weitere Informationen Hilfe bei Kindesmissbrauch

Sind eure Kinder oder Freunde Opfer von sexuellem Missbrauch im Internet geworden, informiert euch unbedingt, wie ihr helfen könnt. Es gibt zahlreiche Seiten im Internet, die über Kindesmissbrauch aufklären und Hilfe bieten, unter anderem das Hilfeportal sexueller Missbrauch. Wie leicht es ist, Opfer zu werden, lest ihr in den Beiträgen Pädophile im Netz und Pädophile Cyber-Attacken. Weitere Informationen findet ihr in den Berichten Chats und Messenger: Tipps für eine sichere Kommunikation und Was ist Sexting? Ratgeber zu Gefahren des Messenger-Trends. Schützen könnt ihr eure Kinder auch, indem ihr gar nicht erst Bilder von ihnen veröffentlicht. Lest dazu unbedingt unseren Blogbeitrag Privatsphäre achten.

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