Erpressungstrojaner LeakerLocker
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Maren Keller, Mo, 24. Jul. 2017
in Aktuelles

Erpressungstrojaner LeakerLocker

Malware veröffentlicht Persönliches

Fast jeden Tag werden neue Trojaner oder Ransomware entdeckt. Sie legen euer Handy lahm, so dass Kriminelle eure persönlichen Daten bekommen und kontrollieren können. Aktuell ist gerade der Erpressungstrojaner LeakerLocker unterwegs. Er befällt Android-Geräte.

Was LeakerLocker mit eurem Smartphone genau anstellt und wie ihr euch schützen könnt, erfahrt ihr bei uns.

Wir haben schon oft über Erpressertrojaner geschrieben, unter anderem über Locky, Goldeneye, Popcorn Time und den Android Trojaner Dvmap. Gerade erst vor drei Tagen berichteten wir über Marcher.

Erpressungstrojaner LeakerLocker

Der Erpressungstrojaner LeakerLocker legt aktuell Android-Geräte lahm.

Was ist ein Erpressungstrojaner?

Aber was genau ist eigentlich ein Erpressungstrojaner? Laut Wikipedia bezeichnet ein Trojaner ein Computerprogramm, das als nützliches Programm getarnt ist. Doch in Wahrheit versteckt sich hinter dem augenscheinlich nützlichen Programm eine andere, bösartige Funktion, die meistens nicht oder erst spät erkannt wird. Trojaner zählen zu den schädlichen Programmen, der sogenannten Malware. Kriminelle programmieren einen Erpressungstrojaner derart, dass er einzelne Programme, Dateien oder den gesamten Rechner sperrt. Die Erpresser fordern Lösegeld für die Entsperrung. Diese Schadsoftware wird auch Ransomware genannt.

Was tut LeakerLocker?

Der neue Erpressungstrojaner, der unterwegs ist, heißt LeakerLocker. Er befällt alle Android-Geräte und ist somit besonders gefährlich, denn über 80 Prozent aller Smartphone-Nutzer sind in Besitz eines Android-Gerätes. Laut Google gibt es über zwei Milliarden aktive Geräte weltweit, schreibt die Rhein-Zeitung.

Wenn LeakerLocker auf euer Android-Gerät kommt, wird er das Handy oder Tablet verschlüsseln. Die kriminellen Hintermänner werden von euch eine bestimmte Summe Geld erpressen, damit ihr euer Gerät wieder benutzen können. Angeblich handelt es sich dabei um 50 US Dollar, die per Kreditkarte bezahlt werden sollen. Auf diese Forderung solltet ihr auf keinen Fall eingehen, denn es ist keineswegs sicher, dass euer Gerät danach entsperrt wird. Außerdem erhalten die Kriminellen so zusätzlich eure Kreditkartendaten. Und es kann durchaus sein, dass die Erpresser weiteres Geld verlangen, weil sie bereits Erfolg hatten. Gleichzeitig drohen die Erpresser damit, private Daten, Fotos, E-Mails und euren Browserverlauf zu veröffentlichen. Ziemlich fies das Ganze.

Woher kommt der Erpressungstrojaner?

LeakerLocker ist ein Erpressungstrojaner, den ihr euch über Apps aus dem Google PlayStore einfangen konntet. Zwar sind die beiden bisherigen Quellen mittlerweile aus dem PlayStore entfernt, das heißt aber natürlich nicht, dass nicht noch andere Apps mit der Malware infiziert sind. Höchste Vorsicht ist also geboten. Bekannt ist bislang eine Infektion über die Apps Wallpapers Blur HD und Booster & Cleaner Pro. Wenn ihr die Apps installiert, fragen sie nach einer ungewöhnlich hohen Zahl an Berechtigungen. Das sollte euch aufmerksam werden lassen. Danach wird LeakerLocker aktiv und sperrt den Homescreen. Ihr bekommt die Information, dass alle persönlichen Daten vom Smartphone zu einem Cloud Server der Kriminellen übertragen wurden. Danach habt ihr 72 Stunden, um das Lösegeld für die Ransomware zu zahlen. Tut ihr das nicht, folgt die Veröffentlichung eurer Daten.

Wie könnt ihr euch vor LeakerLocker schützen?

Um vor fieser Malware geschützt zu sein, müsst ihr vor allem aufmerksam sein. Auch vor LeakerLocker könnt ihr euch schützen. Außerdem solltet ihr immer einen aktuellen Virenscanner auf euren Geräten haben. Aktuelle Antivirensoftware bekommt ihr bei eurem PC-SPEZIALIST vor Ort. Wir bieten euch den perfekten Virenschutz für euer Smartphone und/oder Virenschutz für euer Tablet – natürlich zum Festpreis.

Bevor ihr euch allerdings Apps herunterladet, schaut euch die Bewertungen genau an. Auch wenn die Kriminellen diesen Erpressungstrojaner über den Google PlayStore verbreitet haben, ist der PlayStore immer noch der sicherste Weg, um saubere Apps auf das eigene Gerät zu laden. Apps aus fragwürdigen Quellen solltet ihr ebenso meiden wie Links, die ihr per E-Mail bekommt. Und auch die App-Berechtigungen solltet ihr immer überprüfen und im Zweifelsfall auf eine App verzichten. Hat LeakerLocker eurer Gerät verseucht, hilft nur, das Handy oder Tablet auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Zwar gehen damit eure Daten verloren, aber immerhin seid ihr dann auch die Malware los.

Weitere Infos zu LeakerLocker liefern euch die Artikel LeakerLocker, LeakerLocker: Wer nicht zahlt und LeakerLocker: McAfee entdeckt Android-Ransomware. Und auch auf YouTube findet ihr Erklärungen zu LeakerLocker:

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