Anonyme Suchmaschine DuckDuckGo
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Janina Kröger, Mo, 29. Apr. 2019
in Aktuelles

Anonyme Suchmaschine DuckDuckGo

Google-Alternative wird immer beliebter

Die Kurve geht steil bergauf. Täglich veröffentlicht DuckDuckGo die Zahl der Anfragen über die anonyme Suchmaschine und der Trend ist eindeutig. Warum die Google-Alternative an Beliebtheit gewinnt? Sie punktet mit Anonymität. 

Die Suchmaschine DuckDuckGo wirbt damit, Suchanfragen geheim zu halten und nicht für Werbezwecke auszuwerten. Wir stellen euch die Vorteile vor.

Google beherrscht den Markt

Wenn es um Suchmaschinen geht, hat Google ganz klar die Nase vorn. Das wird auch anhand von Zahlen deutlich, die die US-amerikanische Marketing-Agentur Merkle in ihrem Digital Marketing Report für das erste Quartal 2019 vorgelegt hat. Demnach liegt Google in den USA mit 93 Prozent aller Klicks bei organischen Suchergebnissen weit in Führung.

Gut zu wissen: Bei organischen Suchergebnissen handelt es sich um die Seiten, die durch den Algorithmus von Suchmaschinen angezeigt werden. Im Gegensatz dazu gibt es bezahlte Anzeigen, die ihr auch an dem kleinen Wort Anzeige in den Suchergebnissen erkennt.

Weltweite Zahlen nennt dagegen Statista und beruft sich dabei auf netmarketshare.com. Demnach entfielen im März 2019 knapp 75 Prozent der Suchanfragen via Computer oder Laptop und mehr als 85 Prozent via Mobilgeräte auf Google. Ganz klar: An der Marktbeherrschung durch Google gibt es keinen Zweifel.

Zu sehen ist ein Screenshot der anonymen Suchmaschine DuckDuckGo. Das Logo zeigt eine weiße Ente mit grüner Fliege vor einem orangefarbenen Kreis als Hintergrund. Bild: Screenshot

Die anonyme Suchmaschine DuckDuckGo gewinnt mehr und mehr Anhänger. Bild: Screenshot

Anonyme Suchmaschine DuckDuckGo im Aufwind

Schaut ihr euch den Anteil der anonymen Suchmaschine DuckDuckGo auf dem US-amerikanischen Markt an, erscheint er schwindend gering. Dennoch lohnt es sich, die Zahlen im Digital Marketing Report genauer anzusehen.

Dann zeigt sich: DuckDuckGo legt ein erstaunliches Wachstum hin. Im Vergleich zum vierten Quartal 2018 steigerte sich der Anteil an den Seitenbesuchen durch organische Suchergebnisse auf dem Desktop um 54 Prozent; auf mobilen Geräten sogar um 78 Prozent.

Damit nahm DuckDuckGo als einziger Wettbewerber zu. Denn deutlich größere Wettbewerber wie Yahoo und Bing haben im selben Zeitraum an Reichweite verloren. Auch die Betreiber von DuckDuckGo informieren über die Entwicklung ihrer Google-Alternative. Sie wollen festgestellt haben, dass sich der tägliche Durchschnitt an direkten Anfragen langsam aber stetig steigert – hochgerechnet auf den ganzen Monat. Im März 2019 lagen sie bei mehr als 36 Millionen.

Was ist anders bei DuckDuckGo?

Der besondere Erfolg von DuckDuckGo lässt sich bereits im Werbeslogan „Die Suchmaschine, die Sie nicht verfolgt“ vermuten. Er erscheint unmittelbar unter dem Suchfeld auf der DuckDuckGo-Seite. Auf der Webseite seht ihr schnell: Die Betreiber setzen auf die Privatsphäre der Nutzer.

In aller Ausführlichkeit beschreibt DuckDuckGo, warum man es hier mit der Anonymität genauer nimmt als beim Marktführer – Stichwort „Datenkrake Google“. Über die Datenkrake haben wir auch in unserem Blogbeitrag Was weiß Google über mich? berichtet. DuckDuckGo-Gründer Gabriel Weinberg nennt zehn Gründe für den Wechsel von Google zu DuckDuckGo:

  1. Google trackt dich. Wir nicht.
  2. Blockiere die Google-Tracker, die überall lauern.
  3. Erhalte unvoreingenommene Ergebnisse, außerhalb der Filterblase.
  4. Wir hören zu.
  5. Wir versuchen nicht, dich in unserem Ökosystem gefangen zu nehmen.
  6. Wir haben !bangs. (Damit lassen sich Suchergebnisse vorab steuern.)
  7. Wir setzen uns für eine Welt ein, in der du Kontrolle über deine persönlichen Daten hast.
  8. Unsere Suchergebnisse sind nicht mit Anzeigen überfüllt.
  9. Suche ohne Angst zu haben.
  10. Google ist einfach zu groß und mächtig.

Diese Argumente führt Gabriel Weinberg noch weiter aus. Darüber könnt ihr euch in seinem Beitrag Why should I use DuckDuckGo informieren.

Zu sehen ist ein Screenshot von einer Seite von DuckDuckGo. Sie zeigt ein comicartiges Bild von drei Freunden auf einer Holzbank in einer Landschaft, die auf einen Laptop schauen. Sie scheinen die Suchmaschine DuckDuckGo zu lieben. Bild: Screenshot

„Freunde lassen nicht zu, dass ihre Freunde verfolgt werden“, mit diesem Spruch wirbt DuckDuckGo für seinen Dienst. Bild: Screenshot

Nutzer verleihen DuckDuckGo Flügel

Die Beliebtheit von DuckDuckGo wächst, auch auf Grundlage der gemachten Versprechen. Vielleicht spielt auch die niedliche Aufmachung eine Rolle. Neben dem bildhaften Logo – einer Ente mit grüner Fliege vor einem orangefarbenen Kreis – arbeitet die Webseite mit vielen bunten, idyllisch wirkenden Zeichnungen.

Das inspiriert auch die Fans der Suchmaschine. In den sozialen Netzwerken nutzen sie den Hashtag #ComeToTheDuckSide, um dadurch die anonyme Suchmaschine noch bekannter zu machen.

Und auch immer mehr Unternehmen begeistern sich für die Idee von DuckDuckGo. Getreu dem Grundsatz: Man braucht kein Google-Tracking, um wirtschaftlich arbeiten zu können.

Anonyme Suchmaschine vs. Google-Spionage

Immer mehr Menschen stößt es sauer auf, dass Google alles über sie zu wissen scheint. Sucht ihr über die Google-Suche nach einem bestimmten Produkt, sind Webseiten schon nach wenigen Sekunden mit Werbebannern für genau diese Produkte gepflastert.

Und auch das Handy verrät so manches über seinen Nutzer. Wenn ihr einen bestimmten Ort aufgesucht habt, erhaltet ihr unter Umständen kurz darauf die Aufforderung von Google, diesen Ort zu bewerten. Das nervt viele Nutzer.

Anonyme Suchmaschinen wie DuckDuckGo versuchen, dieser Verfolgung durch Google Herr zu werden. Andere Wege, wie ihr weniger durch Google und Co. verfolgt und getrackt werdet, findet ihr in unserem Blogbeitrag Anonym im Internet. Ihr braucht Hilfe, um überhaupt ins Internet zu kommen? Dann wendet euch an euren PC-SPEZIALIST vor Ort und fragt nach der DSL-WLAN-Einrichtung. Unsere EDV-Experten helfen euch.

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