DuckDuckGo-Browser
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Maren Keller, Mi, 27. Apr. 2022
in Aktuelles

DuckDuckGo-Browser

Suchmaschine gibt es jetzt auch als Webbrowser

Google und Co. den Rücken zu kehren, ist nicht leicht. Doch wer die Nase voll davon hat, dass Google Nutzerdaten sammelt und speichert, der kann jetzt auch beim Surfen anonymer unterwegs sein: mit dem DuckDuckGo-Browser.

Der neue Browser tritt damit in Konkurrenz zum übermächtigen Chrome-Browser von Google. Alle Infos bei uns.

DuckDuckGo-Historie

DuckDuckGo (auch als DDG bekannt) startete 2008 als Suchmaschine und trat damit in die direkte Konkurrenz zur Google-Suche. Allerdings hatte DuckDuckGo von Beginn an einer anderes Ziel als Google: Die anonyme Suchmaschine startete mit dem Ziel, weniger Werbung zu schalten, Nutzerdaten nicht zu sammeln, dafür aber relevantere Ergebnisse nach einer Suchanfrage zu liefern.

Im Jahr 2012 beantwortete die Suchmaschine erstmals 1,5 Millionen Suchanfragen pro Tag. Im Vergleich: Google musste im Dezember 2012 allein 114 Milliarden Suchanfragen beantworten. Heute stellen Nutzer knapp 103 Millionen Suchanfragen pro Tag bei DDG, bei Google sind es dagegen täglich rund 8 Milliarden Suchanfragen.

Die Volksrepublik China hat die Suchmaschine Anfang September 2014 blockiert, dafür fügte Apple sie auf seinen Betriebssystemen iOS und macOS als optionale Suchmaschine für den Standardbrowser Safari hinzu. Mozilla fügte im November 2014 seinem Firefox-Browser DuckDuckGo ebenfalls als optionale Suchmaschine hinzu.

Im Oktober 2018 überschritt DuckDuckGo erstmals 30 Millionen Suchanfragen pro Tag. Die Suchmaschine können Sie unter den Adressen duckduckgo.com, ddg.gg und duck.com erreichen.

Screenshot des neuen DuckDuckGo-Browser. Bild: ©DuckDuckGo

So sieht er aus, der neue DuckDuckGo-Browser für iMac. Bild: ©DuckDuckGo

DuckDuckGo-Browser

Jetzt startet DuckDuckGo mit einem eigenen Browser durch, dem DuckDuckGo-Browser. Dabei handelt es sich um einen echten Privacy-Browser, heißt: Datenschutz und Privatsphäre stehen absolut im Vordergrund. Deshalb wirbt er auch mit dem entsprechenden Slogan: „A Private, Fast and Secure Browsing App“.

Für Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre sorgt DuckDuckGo, indem es sämtliche Werbetracker von besuchten Seiten blockiert. Zudem erfährt der Nutzern, welche Tracker die Suchmaschine blockiert hat. Des Weiteren gibt es im neuen DuckDuckGo-Browser eine integrierte Option zum Speichern von Passwörtern sowie einen E-Mail-Schutz.

Auch Popups, die die Cookie-Zustimmung einfordern, zeigt der Privacy-Browser nicht an. Stattdessen werden Sie zu Beginn gefragt, ob DuckDuckGo Popups verwalten soll. Wenn Sie dem zustimmen, entschiedet der Browser selbst, welche Cookie-Einstellungen akzeptabel sind. Natürlich alles mit einem Höchstmaß an Datenschutz und Privatsphäre für Sie.

DuckDuckGo-Browser für iMac

Der DuckDuckGo-Browser ist gerade für Apple iMacs in die Betaphase gestartet. Allerdings ist der Browser noch nicht frei verfügbar, sondern lässt neue Nutzer nur schrittweise zu. Wenn Sie den neuen Privacy-Browser ebenfalls testen wollen, müssen Sie sich in der mobilen App bewerben. Wichtig ist zudem, dass Sie Benachrichtigungen zulassen, damit Sie erfahren, wann der Download für Sie bereitsteht.

Das Ziel, das DuckDuckGo damit verfolgt, ist offenbar, eine zu große Testgruppe zu verhindern. Nur so können die Entwickler das Feedback angemessen sichten und bewerten.

Gute Nachricht auch für Windows-User: DuckDuckGo arbeitet nach eigenen Angaben auch an einer Windows-Version. Es kann also nur eine Frage der Zeit sein, wann DuckDuckGo auch auf Microsoft-Rechnern in Konkurrenz zu Chrome, Firefox, Vivaldi und Co. tritt. Wenn Sie, ganz gleich ob privat oder geschäftlich, Hilfe bei der Installation der Software benötigen, wenden Sie sich gern an Ihren PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe.

DuckDuckGo-Browser: iMac auf Schreibtisch, Hände auf Tastatur. Bild: Pexels/Philipp Pistis

Mit dem DuckDuckGo-Browser können Sie natürlich alle Webseiten aufrufen, auch Googles Suchmaschine. Bild: Pexels/Philipp Pistis

Unterschied zu anderen Browsern

Neben dem Werben für deutlich mehr Datenschutz und Privatsphäre, gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen dem DuckDuckGo-Browser und anderen. Und das ist der Aufbau. Die meisten Webbrowser nutzen abgewandelte Versionen von Googles Browser-Codebasis Chromium und der Browser-Engine Blink. Das machen unter anderem Microsofts Edge, Brave, Vivaldi und Opera.

Mozilla Firefox nutzt das von Google erstellte Setup dagegen nicht. Und auch DuckDuckGo meidet Chromium und setzt lieber auf Apples Webkit-Rendering-System. Sie ist Teil des macOS-Betriebssystems. Für den DuckDuckGo-Browser hat das den Vorteil, dass er sehr schnell ist und den Chrome-Browser von Google in Sachen Geschwindigkeit vor allem bei grafikintensiven Webseiten bereits hinter sich gelassen hat.

Was ist Ihre Meinung zum Privacy-Browser von DuckDuckGo? Würden Sie ihn nutzen, um mehr Privatsphäre beim Surfen zu haben? Nutzen Sie vielleicht schon die DuckDuckGo-Suchmaschine? Lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben und hinterlassen Sie gern einen Kommentar.

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Verwendete Quellen: Wikipedia, DuckDuckGo, t3n, heise

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