Visumsantrag: USA prüfen Social Media
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Janina Kröger, Mo, 3. Jun. 2019
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Visumsantrag: USA prüfen Social Media

Antragsteller müssen Auskunft über Konten geben

Ihr träumt schon lange von einem Leben in den USA und steckt gerade mitten in den Vorbereitungen für euren Visumsantrag? Dann müsst ihr euch ab sofort darauf einstellen, rund um eure Social-Media-Accounts und E-Mail-Konten Rede und Antwort zu stehen.

Das US-Außenministerium verschärft das Screening von Antragstellern. Was das bedeutet, erfahrt ihr bei uns.

Social-Media-Check bei Visumsantrag

Social-Media-Profile, E-Mail-Adressen und Telefonnummern – dazu will das US-Außenministerium ab sofort alle Antragsteller für ein Visum ausfragen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Der Grund dafür: Das Ministerium will die US-Bürger besser schützen und die Nationale Sicherheit wahren.

Bislang mussten lediglich jene Reisende Auskunft über ihre Social-Media-Aktivitäten geben, die zuvor in Ländern unterwegs waren, die von Terrororganisationen kontrolliert werden, heißt es bei der Tagesschau. Von dem neuen weitflächig angelegten Social-Media-Screening verspricht sich die US-Regierung, ein noch umfassenderes Bild über die Antragsteller zu gewinnen und die Identität des Antragstellers absichern zu können – immerhin geben Nutzer sozialer Medien dort allerhand Informationen von sich preis.

Die Maßnahme ist bereits seit 2017 geplant, die Umsetzung erfolgt aber erst jetzt. Die entsprechenden Formulare sind gemäß der neuen Vorgaben bereits aktualisiert, sodass die Angabe der Benutzernamen in den sozialen Netzwerken, bislang genutzte E-Mail-Adressen und Telefonnummern ab sofort verbindlich angegeben werden müssen.

Zu sehen ist eine Grafik, die eine Frau mit Koffer zeigt. In einer Blase sind Wahrzeichen Amerikas zu seen – die Freiheitsstatue und die Golden Gate Bridge. Wer in den USa leben möchte, muss einen Visumsantrag ausfüllen. Bild: www.pixabay.com / mohamed_hassan

In den USA leben? Diesen Traum wollen jedes Jahr viele Menschen realisieren und stellen dafür einen Visumsantrag. Bild: www.pixabay.com / mohamed_hassan

Wer muss einen Visumsantrag stellen?

Betroffen sind von dieser Regelung zwei Gruppen: Einerseits sind dies Einwanderer, die dauerhaft in den USA leben wollen, andererseits aber auch Besucher, die einen vorübergehenden Aufenthalt planen. Darunter fallen sowohl touristische Reisen als auch Bildungs- und Geschäftsaufenthalte. Schätzungen beziffern die erste Gruppe auf etwa 710.000 Personen pro Jahr, während auf die zweite Gruppe sogar ungefähr 14 Millionen Personen pro Jahr entfallen.

Die gute Nachricht für alle deutschen Staatsangehörigen: Wenn ihr nur einen kurzen Urlaub plant, reicht in der Regel eine ESTA-Einreisegenehmigung für ein visumfreies Einreisen. Das Formular kann ganz einfach online ausgefüllt werden, Angaben über soziale Netzwerke sind dabei freiwillig.

Problematisch wird es erst bei Aufenthalten in den Vereinigten Staaten, die länger als 90 Tage andauern. Das ist zum Beispiel bei einem Auslandssemester an einer amerikanischen Universität der Fall. Oder auch bei einem Auslandspraktikum. Dass jemand länger als 90 Tage Urlaub macht, ist wohl selten der Fall.

Visumsantrag rechtzeitig stellen

Ob Visumsanträge auf der Basis des Social-Media-Screenings künftig massenweise abgelehnt werden, bleibt abzuwarten. Nach welchen Kriterien geht das US-Außenministerium dabei vor? Was stuft sie als kritisch ein? Und nehmen diese zusätzlichen Recherchen mehr Zeit in Anspruch, sodass sich die Bearbeitungsdauer verlängert?

Antworten auf diese Fragen wird die Zeit liefern. Grundsätzlich sollte der Otto-Normal-Bürger eigentlich nichts zu befürchten haben. Trotzdem ein Tipp an dieser Stelle: Solltet ihr einen längeren Aufenthalt in den Vereinigten Staaten planen, achtet auf jeden Fall darauf, den Visumsantrag rechtzeitig zu stellen. Dann sollte es auch mit dem Social-Media-Screening rechtzeitig klappen.

Grundsätzlich gilt auch bei Reisen ins Ausland: Sorgt für einen guten Schutz eurer internetfähigen Geräte. Wenn ihr bei der Einrichtung eines Virenschutzes, hilft euch euer PC-SPEZIALIST vor Ort selbstverständlich gern weiter. Auch wenn ihr eure Erinnerungsfotos sicher verwahren wollt, ist er in Sachen Datensicherung der richtige Ansprechpartner. Einen Rundum-Schutz bietet euch das Servicepaket.

 

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