Datenschutzverstoß bei LinkedIn?
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Stefanie, Mo, 3. Dez. 2018
in Aktuelles

Datenschutzverstoß bei LinkedIn?

Nutzerdaten für Facebook-Werbung missbraucht

Nach Facebook und Google Plus ist mit LinkedIn das nächste Social-Media-Portal von einem Datenschutzverstoß betroffen. Dabei wurden rund 18 Millionen E-Mail-Adressen für Facebook-Werbung verwendet – und zwar ohne dass die Betroffenen Nutzer LinkedIn-Mitglieder sind.

Was hinter dem Datenschutzverstoß steckt und welche Konsequenzen LinkedIn drohen, erfahrt ihr bei uns.

Jetzt auch LinkedIn von Datenschutzverstoß betroffen

Es scheint, als sei mittlerweile jede große Social-Media-Plattform von einem Datenschutzverstoß betroffen gewesen. Nach Facebook und Google Plus trifft es dieses Mal das Karriereportal LinkedIn. So ergab eine Untersuchung der irischen Datenschutzbehörde, dass LinkedIn die E-Mail-Adressen von rund 18 Millionen Betroffenen für personalisierte Facebook-Werbung verwendet hat.

Das Problem daran: Keine der betroffenen E-Mail-Adressen stammt von LinkedIn-Mitgliedern. Konkret bedeutet das, dass die betroffenen E-Mail-Adressen ohne das Wissen oder die Erlaubnis ihrer Besitzer für Facebook-Werbung missbraucht wurden.

Linkedin-Logo - Datenschutzverstoß bei Linkedin?

Nach Facebook und Google Plus ist LinkedIn nun ebenfalls von einem Datenschutzverstoß betroffen. (Bild: pixabay.com/tiffanytlcbm)

Nutzerbeschwerde deckt Datenschutzverstoß auf

Der Missbrauch der Nutzerdaten von rund 18 Millionen europäischen Usern für Facebook-Werbung fiel erst aufgrund einer Nutzerbeschwerde auf. Ein Facebook-Nutzer hatte sich demnach bei der irischen Datenschutzbehörde über die wiederholte Anzeige von LinkedIn-Werbung auf Facebook beschwert. Er bekam die Werbung angezeigt, obwohl er kein LinkedIn-Mitglied ist. Die Datenschutzbehörde nahm sich des Falls an und stellte im Laufe der Untersuchung das ganze Ausmaß des Datenschutzverstoßes fest.

So handelt es sich bei der Nutzerbeschwerde um keinen Einzelfall. Tatsächlich hat LinkedIn laut des Abschlussberichts der irischen Datenschutzbehörde 18 Millionen E-Mail-Adressen von europäischen Nicht-Mitgliedern für die Anzeige von personalisierter Facebook-Werbung gesammelt. Anschließend hat jedoch nicht nur die europäische LinkedIn-Niederlassung, sondern auch LinkedIn USA auf die Daten zugegriffen – und zwar ohne das Wissen oder die Zustimmung der betroffenen Nutzer.

Trotz Datenschutzverstoß keine rechtlichen Konsequenzen

LinkedIn hat nach dem Bekanntwerden des Vorfalls laut eines Berichts von Ingo Pakalski eng mit der irischen Datenschutzbehörde zusammengearbeitet. Dabei sei aufgefallen, dass es bei verschiedenen Prozessen Probleme mit dem Datenschutz gab. An diesen Stellen habe LinkedIn aber mittlerweile nachgebessert und den Schutz der Nutzerdaten verbessert. Zudem, so erklärt Helen Bielawa bei t3n, hat LinkedIn das Anwerben neuer Mitglieder über Facebook-Werbung mittlerweile gestoppt.

Rechtliche Konsequenzen gibt es für LinkedIn trotz des Datenschutzverstoßes allerdings nicht. Der Vorfall fand nämlich bereits im Jahr 2017 und damit vor dem Inkrafttreten der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung statt. Mehr zum Thema DSGVO erfahrt ihr auch in unserem Ratgeber zur neuen EU-Datenschutzverordnung.

So schützt ihr euch vor Datenmissbrauch

Im Fall des Datenschutzverstoß von LinkedIn könnt ihr nachträglich nichts mehr tun, um eure Daten zu schützen. Grundsätzlich gilt aber: Gebt im Internet nur so viele persönliche Daten wie nötig von euch preis. Prüft außerdem regelmäßig, auf welche persönlichen Daten eure Social-Media-Profile Zugriff haben und passt die Berechtigungen notfalls an.

Außerdem ist es sinnvoll, euer Smartphone oder euren PC regelmäßig mit einem Antiviren-Programm auf Schadsoftware zu prüfen, um unerlaubte Zugriffe auf eure Daten zu vermeiden. Bei der Wahl und Installation eines passenden Virenschutz berät euch euer PC-SPEZIALIST vor Ort gern. Noch komfortabler ist das Servicepaket, bei dem euer PC-SPEZIALIST vor Ort sich um den bestmöglichen Schutz eures Geräts kümmert und anstehende Updates immer für euch im Blick hat.

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