Blitzer-App
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Susanna Hinrichsen-Deicke, Di, 7. Jan. 2020
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Blitzer-App

Blitzer-Apps als Schutz vorm Knöllchen?

Eine Blitzer-App im Smartphone ist eine feine Sache – zumindest in der Theorie, denn während der Fahrt ist sie verboten. Wer sie trotzdem nutzt, riskiert ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Und auch in vielen anderen EU-Ländern sind die Radarfallen-Apps verboten.

Welche Gesetze gelten und wie könnt ihr dennoch von Blitzer-Apps profitieren? Infos hier.

Illegal aber beliebt: Blitzer-Apps

Was Blitzer-Apps verheißen, klingt verlockend. Denn im Auto zu fahren, ohne penibel auf die Geschwindigkeit zu achten, ist reizvoll. Wer fürchtet nicht die teuere Post von der entsprechenden Zulassungsstelle, nachdem einen der orange Blitzer im Auto so unvorteilhaft erwischt hat? Warnungen vor den Geschwindigkeitskontrollen versprechen Blitzer-Apps. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit.

Nach Angaben des Hamburger Anbieters Eifrig Media hat allein die Blitzer-App Blitzer.de 3,5 Millionen aktive Nutzer. Wie funktioniert die App? Nutzer melden den Standort der Radarfalle. Fahren nun andere Nutzer die Strecke und haben auf ihrem Handy GPS aktiviert, erhalten sie eine Meldung, sobald sich das Auto der Radarkontrolle nähert.

Das Problem: Blitzer-Apps während der Fahrt sind nicht legal und verstoßen gegen die Straßenverkehrsordnung. Hier heißt es: „Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).“

Das Bild zeigt einen Screenshot des Anbieters Blitzer.de, welcher die beliebteste Blitzer-App Deutschlands zur Verfügung stellt. Bild: Screenshot Blitzer.de

Mit der beliebte Blitzer-App Blitzer.de werden Autofahrer durch die Information anderer Autofahrer vor Radarfallen gewarnt. Bild: Screenshot Blitzer.de

Blitzer-App kostet anstatt zu bewahren

Welche Kosten erwarten Nutzer, die von Blitzer-Apps Gebrauch machen? Stattliche 75 Euro und einen Punkt in Flensburg. Werdet ihr erwischt, könnte euch die Blitzer-App also teuer zu stehen kommen. Das gilt übrigens nicht nur in Deutschland: Auch in anderen EU-Ländern drohen Strafen und im Vergleich zu Deutschland sind diese hoch. Luxemburg ahndet verbotene Blitzer-Apps mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld und wirft sogar Haftstrafen bis zu einem Jahr ins Rennen.

Generell ist das Handy im Auto eine riskante und teure Angelegenheit, denn in Deutschland gilt stricktes Handy-Verbot am Steuer. Wer das Handy während der Fahrt – dazu zählt auch die Ampelpause – in die Hand nimmt, verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung und muss ebenso mit einem saftigen Bußgeld rechnen. Um das Leben von Autofahrern leichter zu machen und den kurzen, erlaubten Blick aufs Handy so effektiv und informativ wie möglich zu gestalten, gibt es übrigens spezielle Auto-Apps. Denn die „kurze Blickzuwendung“ ist erlaubt.

Rechtslücke für Blitzer-Apps

Es gibt gute Nachrichten für diejenigen, die partout nicht auf ihre Blitzer-App verzichten möchten. Denn euer Beifahrer darf sehr wohl eine Blitzer-App nutzen und euch die Warnungen mündlich während der Fahrt weitergeben. Auch zulässig wäre, wenn ihr euch zum Beispiel vor der Fahrt oder auf dem Rastplatz über etwaige Radarfallen informiert.

Außerdem hat auch Google Maps eine Blitzer-Warnung ins System integriert. Diese Funktion ist allerdings nicht in Deutschland verfügbar und wird es aufgrund der rechtlichen Grundlage wohl auch niemals sein.

Aber wie sieht es bei euch aus? Nutzt ihr Blitzer-Apps? Haben sie euch schon vor teuren Radarfallen bewahrt oder fahrt ihr lieber auf Nummer Sicher? In dem Fall haben wir jemanden für euch: euren PC-SPEZIALIST vor Ort. Wo auch immer der Schuh bei euren technischen Geräten drückt: Unsere Experte hilft euch zum Festpreis, egal ob bei der Einrichtung eures neuen Smartphones, beim Virenschutz, einer Datenrettung oder bei Netzwerkproblemen.

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