Signal-Messenger
Author
Susanna Hinrichsen-Deicke, Di, 9. Jun. 2020
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Signal-Messenger

Rekord-Zahlen im Zuge der Anti-Rassismus-Proteste

Seit im Zuge der George-Floyd-Proteste in den USA das Thema Polizeigewalt und Rassismus fast die Corona-Krise überschattet, gewinnt eine Messaging-App immer weiter auf Aufwind: der Signal-Messenger. Der verschlüsselte Messenger ist also gerade jetzt attraktiver denn je.

Wir stellen euch die Signal-App und ihre Funktionen vor.

Der Signal-Messenger mit Rekord-Download

Seit in den USA die George-Floyd-Proteste hochgekocht sind und immer mehr Menschen sich gegen Rassismus und Polizeigewalt im gesamten US-Staatsgebiet zu Demonstrationen versammeln, hat sich auch die Anzahl der Downloads der App Signal verdreifacht. Das zeigt sich auch in App Store von Apple, in dem der Signal-Messenger sprunghaft von Platz 936 auf 126 kletterte. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Wieso das Ganze? Weil die Organisatoren der Bürgerrechtsbewegung den Demonstranten empfehlen, während der Proteste ihre Kommunikation auf verschlüsselte Dienste zu verlagern.

Den Protesten vorangegangen war der Tod George Floyds. Er starb durch Polizeigewalt. Sein Tod ist der ausschlaggebende Grund für die mittlerweile weltweite Bewegung gegen Rassismus. Um die Überwachung durch die Polizei zu verhindern, soll nun auf verschlüsselte Dienste wie die App Signal gesetzt werden.

Das Bild zeigt einen Demonstranten auf einer Demonstration gegen Rassismus in den USA. Ihnen wir der Signal Messenger ans Herz gelegt. Bild: Unsplash/Mike Von

Der Signal-Messenger feiert im Zuge der George-Floyd-Proteste rekordartige Download-Zahlen. Bild: Unsplash/Mike Von

Was ist Signal?

Die WhatsApp-Alternative gilt als der Lieblingsmessenger des Whistleblowers Edward Snowden. Signal-Nutzer können verschlüsselte Nachrichten, Fotos und Videos versenden und sicher telefonieren. Dabei sind alle Texte, Daten und Anrufe Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das heißt: Weder Signal noch sonst irgendwer kann eure Nachrichten lesen.

Moment – WhatsApp nutzt doch auch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung? Ja, aber der beliebte Messenger ist nicht quelloffen. Das bedeutet, dass der Quellcode nicht öffentlich einsehbar ist und darum auch nicht von außen kontrolliert werden kann. Der Signal-Messenger hingegen ist quelloffen und das hat ganz nebenbei noch andere Vorzüge: Sicherheitslücken können schneller erkannt und behoben werden, weil einfach mehr Menschen ein Auge darauf haben.

Speziell für Demonstranten gibt es jetzt übrigens eine neue Funktion. Ein neues Kamera-Feature macht es möglich, dass Gesichter automatisch aber auch manuell mittels der Blur-Funktion verpixelt werden. So soll die Identität von Demonstranten geschützt werden.

Signal statt WhatsApp?

Allen ist klar: Der Platzhirsch unter den Messengern ist nach wie vor WhatsApp. Doch in Sachen Datenschutz hat WhatsApp einige Lücken. Es gibt vor allem zwei Gründe, warum so viele Nutzer bei WhatsApp bleiben: Zum einen nutzt fast jeder WhatsApp, zum anderen ist es einfach unbequem, auf eine WhatsApp-Alternative zu wechseln.

Euer Interesse gilt vor allem dem Datenschutz? Dann solltet ihr euch Signal oder eine andere sichere Alternative genauer ansehen. Signal gilt aber als die Messanging-App, an die sich abgekehrte WhatsApp-Nutzer wenden. Und auch in Sachen Funktionalitäten sollte sich bei Signal zeitnah was tun. Denn WhatsApp-Gründer Brian Acton hat jüngst 50 Millionen US-Dollar gespendet. Laut Acton soll Signal innerhalb der kommenden Jahre über eine Milliarde Nutzer haben. Ambitionierte Ziele, die durch die George-Floyd-Proteste aber immer realistischer werden.

Wie sieht es bei euch aus? Kennt ihr Signal oder nutzt ihr die Messenger-App bereits? Euer PC-SPEZIALIST vor Ort ist euch gerne beim Download und der App-Einrichtung behilflich und kümmert sich auch um viele andere Smartphone- und Computer-Probleme.

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