Bongo: Der neue SMS Trend
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Lena
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Bongo: Der neue SMS Trend

Kostenfalle SMS-Dienst

Bongo ist der neue Hashtag-Star auf Instagram und Twitter. Per SMS sendet man an den neuen Dienst seinen Namen und Wohnort oder eine Frage seiner Wahl. Innerhalb von Minuten kommt dann eine verblüffende Antwort. Wir verraten euch, wie das funktioniert und vor allem, was eine SMS an Bongo kostet.

Wer den SMS-Dienst Bongo nutzen möchte, sendet eine Nachricht seiner Wahl an die Nummer 44044. Klingt erst einmal gar nicht so spektakulär, jedoch verblüffen Bongos Antworten durch Wissen und Kreativität. Bongo durchforstet nämlich das gesamte Netz nach Informationen und bastelt daraus eine interessante Antwort zusammen. Aber Achtung: Bongo fällt unserer Meinung nach eher in die Kategorie „Abzockmasche“ und „Datenschutz-Trauerspiel“!

SMS Dienst Bongo

Sendet man seinen Namen und Wohnort an die 44044, antwortet Bongo auf Basis seiner Internet-Recherche.

Bongo: Bankrotterklärung für Datenschutz & Privatsphäre-Einstellungen

Der SMS-Infodienst Bongo kann zunächst einmal auf ganz allgemeine Fragen wie „Wann fährt der nächste Zug von Köln nach Berlin?“ antworten. Unser Tipp: Das können Siri, Cortana oder Google auch und die kosten nichts. Viel interessanter sind allerdings die Antworten auf SMS, die den Namen und Wohnort einer bestimmten Person enthalten. Bongo zieht sich seine Informationen nicht nur von Google, sondern auch aus allen sozialen Netzwerken und zieht Schlüsse aus den dort gemachten Interaktionen. Liked beispielsweise ein Freund eines eurer Facebook Fotos, schließt Bongo eventuell daraus, dass es sich um jemanden handelt, der auf euch steht. Das kann unter Umständen zu ziemlich unschönen Missverständnissen führen und macht eigentlich nur auf sehr erschreckende Art deutlich, wie transparent eure Daten für Dritte sind. Wer also nicht will, dass Bongo sämtliche Facebook-Postings ausliest und sich daraus irgendeine Fantasie-Antwort zusammenreimt, sollte dringend einmal seine Privatsphäre-Einstellungen überprüfen und ggf. anpassen.

Wie viel kostet Bongo?

Eine SMS an Bongo kostet satte 1,99 € – wer mit seiner Frage über 160 Zeichen kommt, zahlt natürlich gleich für zwei (oder mehr) SMS. Ziemlich viel Geld für ein paar Sekunden Spaß und eine echte Kostenfalle. Vor allem, weil Bongo meist so antwortet, dass man aus lauter Neugier gleich die nächste Frage stellen will (siehe Screenshot). Unser Tipp daher: Sein lassen und lieber selbst checken, welche Infos Google, Facebook oder Twitter über euch hat. Und wer auf euch steht, solltet ihr auch so mitbekommen. Dazu braucht es den überteuerten SMS-Dienst Bongo nicht.

Bongo kommt mit Erinnerungsservice

Besonders „schlimm“ an Bongo: Hat man den Service einmal in Anspruch genommen, wird man regelmäßig per SMS aufgefordert, ihn wieder zu nutzen. Dabei entstehen zwar keine Kosten, trotzdem fällt dieser Erinnerungsservice wohl in die Kategorie „nerviges Aufdrängen“. Den automatischen Bongo Reminder kann man nur abstellen, wenn man wiederum eine SMS mit dem Inhalt „STOP“ an Bongo sendet oder bei der Bongo Helpline unter 069 / 66 10 26 00 anruft. Wie viel die Hotline kostet, wird auf der Seite des Betreibers natürlich nicht angegeben. Dort wird nur gesagt, dass JEDE SMS an die 44044 (also wohl auch die zum Abmelden von Bongo) 1,99 € kostet.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Bongo gemacht? Was haltet ihr von dem SMS-Infodienst? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Update zum Thema „Bongo kündigen“ vom 06.10.2016

Auf der offiziellen Bongo Website werden mittlerweile drei neue Möglichkeiten angegeben, sich von dem Dienst abzumelden. So soll es bereits reichen, eine E-Mail an die Adresse support@199bongo.com zu senden. Alternativ können die Nutzer auch bei der Helpline unter der Telefonnummer 0800 7239481 anrufen, die aufgrund der Vorwahl tatsächlich kostenlos sein muss. Am einfachsten und schnellsten scheint jedoch der Weg über das Online-Kündigungsformular.

Update vom 27.03.2017

Wenn Kinder ein Handy besitzen, das mit einem Vertrag auf den Namen der Eltern läuft, müssen Eltern die Rechnung von Bongo nicht unbedingt bezahlen. Fallen Kinder auf den Dienst herein, lohnt sich auf jeden Fall der Gang zu einer Verbraucherzentrale oder zu einem Rechtsanwalt. Denn: Eltern haben grundsätzlich das Recht auf die nachträgliche Verweigerung der Genehmigung des Einkaufs und damit ein Recht auf Rückerstattung des Kaufpreises. Das müssen Drittanbieter und Mobilfunkanbieter akzeptieren. Warum Eltern nicht für alle anfallenden Kosten ihrer Kinder verantwortlich sind, beschreibt der Artikel „Muss ich teuere Handy-Spielereien meines Kindes bezahlen“ ganz wunderbar.

316 Kommentare

  1. Nicole sagt:

    ich bin auch auf bongo reingefallen… habe 8 sms verschickt :/ ich habe die letzte Nachricht von Bongo ignoriert und nicht mehr darauf geantwortet… was hat es mit dem abo auf sich? und ab wann hat man dann so ein abo… kann ich bedenkenlos einschlafen weil ich es ignoriert habe? oder kostet es trotzdem noch etwas?

    1. PC-SPEZIALIST Team sagt:

      Hallo Nicole!

      Für jede Frage, die Du Bongo schickst, werden 1,99 Euro fällig. Ganz egal, ob Du deren Antworten ignorierst oder nicht. Bongo ist kein Abo im eigentliche Sinne, sondern lediglich ein teurer Service-Dienst. Wenn Du Bongo nicht mehr nutzen möchtest, solltest Du über die Bongo-Hilfeseiten abmelden. Erst wenn Du das getan hast, hören auch die Nachfragen und Werbenachrichten von Bongo auf. Bongo wird sich in jedem Fall die entstandenen Gebühren über Deine Handyabrechnung holen.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST Team

  2. Leonie sagt:

    Macht das auf keinen Fall
    Dachte man kann mit flat schriebe
    Und plötzlich kam eine Rechnung von 52€toller Mist und dabei nicht mal was rausgefunden

  3. Bruno sagt:

    Hallo
    Ich bin auch bei Bongo reingefallen.
    Ich habe ein abo bei Swisscom und hab me jetzt 100.20fr. schulden.
    Das abo läuft auf mein Name ab und ich bin 14 Jahre alt.
    Wie kann ich jetzt das geld weg machen ?
    Ich habe angst es meinen Eltern zu sagen.

    1. PC-SPEZIALIST Team sagt:

      Hallo Bruno!

      Du wirst nicht drum herum kommen, Deinen Eltern von Bongo zu berichten. Denn die Rechnung muss bezahlt werden.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST Team

  4. Hanife sagt:

    Secret:geheim

  5. Lisi sagt:

    Bei mir war es auch so mal eine Frage wird das jetzt auf meinem Vertrag stehen (Hab mobile.com debitel Vertrag mit Gigabyts und so ) oder kommt da extra Rechnung warum war ich nur so dumm ich hab so Angst jetzt 😭

    1. PC-SPEZIALIST Team sagt:

      Hallo Lisi!

      Die Bongo-Rechnung wird vermutlich auf Deiner Mobilfunkrechnung erscheinen. Da ist es egal, welchen Anbieter Du hast.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST Team

  6. Karina Gapert sagt:

    Ich habe Bongo einfach gesperrt so dass die keine SMS mehr senden können, richtig?

    1. PC-SPEZIALIST Team sagt:

      Hallo Karina!

      Das ist gut, wenn Du die Nummer sperrst, aber sobald Du Bongo eine Frage stellst – und das kannst Du ja auch, wenn Du die Nummer sperrst – werden wieder 1,99 Euro pro Nachricht fällig. Wenn Du Bongo nicht mehr nutzen möchtest, solltest Du Dich über das Online-Formular abmelden.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST Team

  7. Anonym sagt:

    Ich habe ungefähr 15 Nachrichten versendet, ich darf 50 Nachrichten kostenlos von meinem Flat aus versenden, muss ich diese 1,99 x 15 jetzt trotzdem zahlen?

    1. PC-SPEZIALIST Team sagt:

      Hallo Anonym!

      SMS zu Service-Dienst werden auch von Verträgen mit kostenlosen SMS-versand nicht übernommen, da die SMS an Service-Dienste meistens teurer sind als normale SMS. Von daher wirst Du für jede SMS, die Du an Bongo geschrieben hast, 1,99 Euro bezahlen müssen.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST Team

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