Taylor Swift und Apple Music
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Benjamin Thiessen, Mo, 22. Jun. 2015
in Apple

Taylor Swift und Apple Music

Apple bezahlt Künstler doch von Anfang an

Da hatte Apple die Rechnung ohne Taylor Swift gemacht bei dem Plan, in der dreimonatigen kostenlosen Testphase von Apple Music auch die Künstler nicht zu entlohnen. Taylor Swift hatte sich in einem Blogbeitrag auf Tumblr dazu geäußert, dass man ihr Album «1989» nicht auf Apple Music zu hören bekommen würde, weil sie es unfair fände, die Künstler in der Testphase nicht zu entlohnen. 

Tatsächlich hat natürlich auch Apple gute Argumente dafür, die Künstler und Plattenfirmen dazu zu überreden, deren Musik für das Streaming auf Apple freizugeben. Der iTunes Store ist sehr weit verbreitet, der Bekanntheitsgrad von Apple höher als bekannte Streaming-Plattformen wie Spotify. Aber Apple plant, mit der Musik der Künstler auf iTunes Geld zu verdienen – viel Geld. Daher ist es nur angebracht, dass eine Art Aufschrei durch die Künstlergemeinde ging.

Apple bezahlt 71,5 – 73% an Künstler und Plattenfirmen

entwicklerkonferenz apple

Verbesserungsbedarf bei Apple Music: Auf der WWDC 2015 wurde Apples Musik-Streaming Dienst vorgestellt.

Eddy Cue hat dann vor gut vier Stunden darauf auf Twitter geantwortet und kurz und knapp verkündet, dass die Bezahlung an die Künstler nun auch in den Probemonaten erfolgen würde. Da Apple Music schon sehr bald startet, ist zu hoffen, dass die entsprechenden Verträge rechtzeitig unterzeichnet werden können, so dass Apple wirklich am 30. Juni mit Apple Music starten kann. Das Abonnement wird die klassischen 9,99$ im Monat kosten, für Familien werden 14,99$ fällig. Vom Umsatz zahlt Apple 71,5% – 73% an die Künstler und Plattenfirmen, andere Musik-Streaming Dienste zahlen eher 70%.

Die Tantiemen, die über Musik-Streaming in die Kassen der Künstler fließen, sind, neben den Einkünften durch Live-Auftritte und Merchandise, die wichtigste Einnahmequelle für junge Bands und Indie-Musiker. Der physische Musikdatenträger wie die CD oder die Vinyl-Schallplatte werden immer unwichtiger im Musikgeschäft, wie verschiedene Statistiken durchblicken lassen.

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