iPhone Sperrbildschirm
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Maren Keller, Fr, 27. Jan. 2017
in Aktuelles

iPhone Sperrbildschirm

Digitale Erpressung mit Safari Browser

Der Schreck ist groß, wenn beim Surfen im Internet auf einmal ein iPhone Sperrbildschirm erscheint. Wenn nichts mehr geht und dann der Hinweis erscheint, ihr hättet pornografische Seiten verbreitet und ein Strafverfahren droht, bekommt ihr sicherlich Angst. 

Und wenn dann auch noch im Sperrbildschirm steht, das Bundeskriminalamt hätte den Safari Browser gesperrt, bleibt eigentlich nur eine Lösung: Ihr müsst die genannte Geldforderung begleichen. Warum ihr das auf keinen Fall tun solltet und wie ihr den Sperrbildschirm selbst umgehen könnt, verraten wir euch.

iPhone Sperrbildschirm

Der Safari Browser auf iOS-Geräten ist gerade Ziel von Kriminellen.

iPhone Sperrbildschirm von Police Block

Wie von Zauberhand erscheint er – der iPhone Sperrbildschirm. Ganz plötzlich während des Surfens im Internet öffnet sich ein Pop-Up-Fenster und mit dem Safari Browser ist weiteres Surfen unmöglich. Verantwortlich für das Sperren des Browsers ist policeblock.site oder police-block.com. Dabei wird der Anschein erweckt, die Seite stammt vom Bundeskriminalamt, denn das spricht euch mit Hilfe des Pop-Ups direkt an. Und verbreitet damit Angst und Schrecken, denn mit einer Strafanzeige wird sofort gedroht.

Aber natürlich könnt ihr der Strafanzeige entgehen. Nämlich indem ihr ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro bezahlt – mittels iTunes Prepaid-Karten innerhalb von 24 Stunden. Aber das solltet ihr nicht tun. Denn die Sperrung ist ein Versuch von Kriminellen, an euer Geld zu kommen.

iPhone Sperrbildschirm einfach umgehen

Dabei könnt ihr den iPhone Sperrbildschirm ganz einfach umgehen und beenden. Und zwar ganz ohne auf die Forderung der Kriminellen einzugehen. Wenn auf eurem iPhone die Meldung „Seite kann nicht geöffnet werden – Safari kann die Seite nicht öffnen, da die Adresse ungültig ist“ erscheint, könnt ihr folgendes tun:

  • Schließt den Browser und startet Safari anschließend neu. Eventuell ist die Blockierung bereits vorbei.
  • Ist der Browser weiterhin blockiert, geht in die Einstellungen und löscht den Verlauf des Browsers und den Cache der App.
  • Wenn ihr den Verlauf und die Webseitendaten nicht löschen möchtet, könnt ihr alternativ versuchen, Javascript zu deaktivieren. Dies ist unter „Einstellungen“/„Safari“/„Erweitert“ möglich.
  • In den Einstellungen gibt es den Punkt „Einschränkungen“. Hier könnt ihr die URL „police-block.com“ und „policeblock.site“ angeben und so den Zugriff auf die Seite verhindern.
  • Klappt das alles nicht, könnt ihr in den Flugmodus wechseln, um die Internetverbindung zu trennen. Schließt nun den Browser, öffnet Safari erneut, um das Fenster mit der Einblendung einfach schließen zu können. Schließt alle Tabs und verbindet euch anschließend wieder mit dem Internet.
  • Wenn auch das nicht funktioniert, müsst ihr euer iPhone auf die Werkseinstellung zurücksetzen. Dabei gehen allerdings einige Daten verloren.

Völlig unerwartet: Der iPhone Sperrbildschirm

Der iPhone Sperrbildschirm kommt völlig unerwartet beim Surfen im Internet, manchmal aber auch beim Streamen von Filmen oder Klicken auf Werbeanzeigen. Deshalb gilt grundsätzlich, dass ihr Filme nur über legale Seiten anschauen dürft und Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunterladen solltet. Ansonsten könnt ihr leicht Opfer der digitalen Erpressung werden. Aber natürlich dürft ihr nicht auf die Forderung nach Lösegeld eingehen. Auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt bereits davor, auf die Forderung der Erpresser einzugehen. Und auch die Polizei Niedersachsen warnt. Beruhigt aber gleichzeitig, dass zurzeit keine Schadsoftware über den Sperrbildschirm auf das Handy geladen wird. Wichtig ist in jedem Fall, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Wollt ihr mal einen anderen Browser ausprobieren oder benutzen, lest unbedingt unseren Blog-Beitrag über die Qual der Browser-Wahl.

9 Kommentare

  1. Miguel de las Pampas, FS sagt:

    Habe bereits alles mögliche versucht um die Blockage zu lösen.
    Ihre vorgeschlagene Vorgehensweise hat letztlich geholfen. Herzlichen Dank!

  2. HansWurst sagt:

    Hallo,
    vielen Dank für die tollen Tipps mit dem Löschen des Verlaufs
    war es erledigt.

  3. Martin sagt:

    Mit Löschen des Verlaufs, war das Problem beseitigt.

  4. Jürgen sagt:

    Heute hat es mich erwischt.
    Bin in Panik ausgebrochen als ich gelesen hab, dass ich jetzt 200 € zahlen soll.
    Vielen, vielen Dank für euere Hilfe.
    Ihr seit SUPER

  5. Toni sagt:

    Super Tipp, klappte auf Anhieb mit der Umgehung der kriminellen Machenschaften. Bedenklich ist es schon wie schnell kriminelle Elemente das Surfen vermiesen können. Man kommt sich kurzzeitig richtig „blockiert“ vor, bevor man eine klaren Gedanken fasst und der Ursache auf den Grund geht. Nochmals Danke, war eine solide Hilfe!

  6. Günter Tattenberg sagt:

    Günter T.
    Super Tipp, klappte auf Anhieb mit der Umgehung der kriminellen Machenschaften. Bedenklich ist es schon wie schnell kriminelle Elemente das Surfen vermiesen können. Man kommt sich kurzzeitig richtig „blockiert“ vor, bevor man eine klaren Gedanken fasst und der Ursache auf den Grund geht. Nochmals Danke, war eine solide Hilfe!

  7. Dr. Lingner sagt:

    Danke für die Tips. Hatte auch eine Safari-Sperrung, die ich problemlos lösen konnte, ohne 200€ zu zahlen.
    Die Frage ist nur, wie man diesen internetabzockern beikommen kann, eine Homepage/Addresse gibt es ja nicht…
    Jedenfalls haben die Jungs eine kriminelle Energie, die dem IS in nichts nachsteht. Und unsere Justiz/Polizei kuckt zu… Merkwürdiger Rechtsstaat, in dem wir leben!
    Dr. Lingner

  8. Ute R. sagt:

    Danke für den Hinweis!!! Ich hatte heute Abend beim harmlosen Internet-Surfen mir solch einen Safari-Block eingefangen mit der angeblichen Mitteilung des BKA über einen 200 Euro Bussgeldbescheid. Der Schreck war groß, aber mich machte stutzig, dass das Bussgeld innerhalb von 12 Stunden zu zahlen sei. Habe sofort im Internet recherchiert und die Lösung gefunden mit dem Hinweis auf die Erpressung und den Lösungsweg, wie die Sperre zu beheben sei. Ein Dank an die Netzintelligenz!!

    1. Anonymous sagt:

      Danke Danke Danke ihr habt mir das Leben gerettet

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