Hoefler Text im Pop Up Fenster
Author
Maren Keller, Do, 23. Feb. 2017
in IT-Sicherheit

Hoefler Text im Pop Up Fenster

Betrug mit Google Chrome Browser

Immer mal wieder kommt es vor, dass eine Internetseite nicht richtig angezeigt wird, weil die Schrift verzerrt dargestellt wird. Wenn ihr die fehlende Schriftart nachinstalliert, ist das Problem meistens behoben. Doch Vorsicht. Im Google Chrome Browser versuchen Kriminelle gerade, euch zur Installation des Hoefler Text zu bewegen.

Doch das solltet ihr nicht tun, denn damit holt ihr euch einen fiesen Schädling auf den Rechner. Worum es genau geht und was ein Pop Up Fenster überhaupt ist, lest ihr hier.

Pop Up Fenster zeigen zusätzliche Inhalte

Wenn plötzlich ein kleines Fenster unaufgefordert aufpoppt, ist das erst einmal kein Grund zur Sorge. Ein Pop Up Fenster ist ein visuelles Element und wird eingesetzt, um zusätzliche Inhalte anzuzeigen. Wenn sie plötzlich aufspringen, überdecken sie Teile der Benutzeroberfläche, um Aufmerksamkeit zu erregen, weswegen sie meist für Werbung genutzt werden. Schädlich sind sie aber nicht. Noch mehr Infos über Pop Up Fenster und wie ihr sie verhindern könnt, bekommt ihr in den Artikeln Was ist ein Pop Up? und Pop Up.

Hoefler Text

Kriminelle versuchen, in Google Chrome mit einem Pop Up Fenster zum Download des Hoefler Text zu bewegen.

Hoefler Text ist keine fehlende Schriftart

Das Pop Up Fenster, das zurzeit im Google Chrome Browser auftaucht, zeigt an, dass die Hoefler Text Schrift nicht gefunden wird. Die gibt es zwar, aber hinter diesem Pop Up Fenster steckt sie nicht. Aber weil sie angeblich fehlt, kann die aktuelle Internetseite nicht korrekt dargestellt werden. Mit einem einfachen Klick auf den Update-Button werde das Problem aber behoben. In Wahrheit haben Kriminelle Internetseiten manipuliert und die Schrift unlesbar gemacht, um euch zum Update der angeblich fehlenden Schriftart zu bewegen.

Hinter Hoefler Text steckt Schadsoftware

Hinter dem Hoefler Text steckt keine fehlende Schriftart, sondern Schadsoftware. Über manipulierte Internetseiten und Pop Up Fenster hat sich unter anderem auch die Ransomware Spora, über die wir hier im Blog berichtet haben, auf Rechnern der Opfer installiert. Welche Schädlinge sich noch hinter der aktuellen Betrugsmasche stecken, ist noch nicht bekannt. Das Problem mit Google Chrome ist allerdings, dass es den Betrug noch nicht automatisch erkennt und daher auch nicht kennzeichnet. Wenn euch Chrome nicht mehr gefällt und ihr einen anderen Browser ausprobieren wollt, lest dazu unbedingt unseren Blogbeitrag über die besten Browser im Vergleich.

Den Update-Button zum Installieren der angeblich fehlenden Schriftart solltet ihr auf keinen Fall anklicken, sondern stattdessen das Pop Up Fenster und den Browser schließen. Sichherheitshalber könnt ihr eure Antivirenprogramm starten. Seid ihr euch nicht sicher, ob ihr euch vielleicht doch einen Schädling eingefangen habt, dann kommt schnell zu eurem PC-SPEZIALIST vor Ort. Mit unserer Systemprüfung testen wir euren Rechner auf Herz und Nieren und finden so jeden Schädling.

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