EU-Roaming Gebühren
Author
Benjamin Thiessen, Mi, 7. Jun. 2017
in Aktuelles

EU-Roaming Gebühren

Vorsicht beim Surfen im Ausland mit Datenautomatik

Wenn es um EU-Roaming geht, freut ihr euch als Urlauber: Endlich ab 15. Juni 2017 im Ausland wie zuhause telefonieren und surfen. Aber Vorsicht! Da für die Mobilfunkanbieter jetzt weniger Geld in die Kassen fließt, müsst ihr bei eurem neuen Handyvertrag aufpassen. Ist das EU-Roaming auch wirklich inklusive? 

Zukünftig müsst ihr noch genauer auf das Kleingedruckte eines Mobilfunkvertrages gucken. Die Roaming Gebühren werden zwar abgeschafft, aber deshalb ändern Mobilfunkanbieter vielfach ihre Strategie. Mit eurem Handy im Ausland surfen wird zwar generell billiger und einfacher, allerdings können neue Verträge das Surfen im Ausland auch beschränken. Auch drohen bei Datenautomatik höhere Gebühren. Was müsst ihr beim EU-Roaming und neuen Handyverträgen beachten? Wir erklären es euch.

Roaming Gebühren in der EU: Worauf müsst ihr achten?

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Damit das Surfen im Urlaub nicht zu teuer wird, müsst ihr euch über EU-Roaming Gebühren ausreichend informieren. Foto: Pixabay

Ganz bestimmt werdet ihr eure Smartphones mit in den Urlaub nehmen, oder? Und deshalb müsst ihr besonders auf die Roaming Gebühren innerhalb der EU achten. Wir haben bereits vor einiger Zeit darüber informiert, dass die Roaming Gebühren abgeschafft werden. Allerdings schreibt jetzt unter anderen Golem in dem Artikel Anbieter umgehen Wegfall der Roaming Gebühren, dass ihr trotzdem vorsichtig sein müsst. Wichtig sind für euch die Details eures Mobilfunkvertrages.

EU-Roaming Gebühren fallen weg

Zwar fallen die EU-Roaming Gebühren per Gesetz weg, es gibt aber Schlupflöcher. Denn schließlich wollen die Mobilfunkanbieter weiterhin möglichst viel Geld verdienen. Da sie nun offiziell keine Gebühren mehr für das Surfen im Ausland nehmen können, suchen sie nach Alternativen. Eine davon heißt „Fair-Use-Policy“ und beschreibt eine Obergrenze für Datennutzung im Ausland. Wenn ihr eine Flatrate für mobiles Internet mit beispielsweise 3 GB habt, sind unter Umständen nicht die gesamten 3 GB im Ausland kostenlos nutzbar, sondern nur ein Teil davon. Informiert euch unbedingt auf der Webseite eures Mobilfunkanbieters über die Details eures Handyvertrags.

Roaming mit Datenautomatik: Mehr Gebühren im Ausland

Wenn ihr eure Internet-Flat beim Handy aufgebraucht habt, surft ihr mit weniger Speed. LTE wird beispielsweise quälend langsam, wenn die 1 oder 2 oder 3 GB Inklusiv-Volumen aufgebraucht sind. Wenn ihr Google Maps nutzt oder ein Youtube-Video anschaut, ist das schnell passiert. Die Mobilfunk-Anbieter haben deshalb die sogenannte Datenautomatik eingeführt. Wenn euer Datenvolumen aufgebraucht ist, surft ihr trotzdem mit Highspeed LTE weiter. Allerdings zahlt ihr dann dafür auch zusätzlich. Manchmal ist diese Funktion per Vertrag automatisch aktiviert. Dann wird das Internet im Ausland plötzlich sehr teuer. Seid deswegen beim Surfen im Ausland mit dem Handy besonders vorsichtig. Achtet darauf, das vertragliche Datenvolumen nicht zu überschreiten. Besser noch: Lasst die Datenautomatik deaktivieren.

Roaming Gebühren bei neuen Handyverträgen

Neue Handyverträge solltet ihr auf die EU-Roaming Gebühren überprüfen. Lest euch genau durch, wann ihr für das Telefonieren im Ausland und für das Surfen im Ausland extra bezahlen müsst. Etwas verwirrend ist hierbei, dass auf den Webseiten der Anbieter zur Zeit noch Optionen wie „Flat: EU-Roaming“ angegeben werden. Auch wenn ihr aktuell auf die Informationen zu Roaming Gebühren bei den Mobilfunkanbietern klickt, findet ihr verschiedene Gebührenmodelle. Die dürfen aber alle nur noch bis zum 15. Juni 2017 gelten. Für neue Verträge können Mobilfunkanbieter bei bestimmten Tarifen Begrenzungen für die Nutzung einrichten. Wenn ihr also plant, bei eurem Urlaub in der EU auch zu surfen, wählt einen Vertrag mit Datennutzung auch im Ausland.

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