Malware durch Raubkopie
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Julia
in Microsoft

Malware durch Raubkopie

Vorsicht vor gefälschter Microsoft Software und Lizenzen

Die installierte Raubkopie einer Software ist nicht nur illegal, sondern kann den PC im schlimmsten Fall mit Malware verseuchen. Gefälschte Software und Lizenzen, wie sie auch von Microsoft in Umlauf sind, schaden nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen, indem unbemerkt Viren verbreitet gebracht werden.

Wie ihr gefälschte Software von Office, Windows & Co. erkennen und euch davor schützen könnt, lest ihr bei uns.

Microsoft hat allerdings nichts mit der gefälschten Software zu tun, sondern wird durch solche Raubkopien selbst geschädigt.

Microsoft Office Pakete

Original Microsoft Office-Pakete sind in einigen Fällen kaum von Microsoft Fakes zu unterscheiden. Foto: Microsoft

Illegale Software scheinbar günstiger

Original Software und Lizenzen können ganz schön ins Geld gehen. Da kommt einem ein vermeintliches Schnäppchen gerade recht. Doch diese Freude hält unter Umständen nicht lange an. Zwar ist illegale Software oft kaum von original Software und Lizenzen zu unterscheiden, kann aber verheerende Nachwirkungen haben.

Der vermeintliche Vorteil von raubkopierter Software im Vergleich zu Original-Produkten: Aus dem Internet geladene Programme sind scheinbar günstiger oder gar kostenlos. Da es bei der Nutzung dieser Software zu gravierenden Sicherheitsproblemen, Datenverlusten oder Ausfällen kommen kann, zahlt der Nutzer am Ende stets drauf.

Raubkopie von Microsoft Product Key im Umlauf

Auf den ersten Blick wirkt alles normal: Die Verpackung, die Informationen und der beigefügte Microsoft Product Key. Doch bei genauerer Betrachtung können Unstimmigkeiten beim Echtheitszertifikat und Rechtschreibfehler im Begleitmaterial ausschlaggebend für die Identifikation illegaler Software sein.  

Microsoft Product Keys dienen dazu, dass der Kunde, der bereits ein Nutzungsrecht (Lizenz) für ein Computerprogramm erhalten hat, dieses Computerprogramm installieren und aktivieren kann. Wenn ihr also eine Microsoft Software kauft, muss sichergestellt sein, dass ihr nicht nur den Microsoft Product Key erhaltet, sondern auch eine entsprechende Lizenz. Hinter gefälschten Product Keys verbergen sich oft befristete Lizenzen für Testversionen oder OEM-Lizenzen, die illegal vertrieben werden. OEM (Original Equipment Manufacturer) Software-Lizenzen sind in einigen Fällen an den Kauf von Hardware gekoppelt – beispielsweise die vorinstallierte Windows OEM Versionen beim Kauf neuer PCs oder Laptops. Zunächst scheint alles zu funktionieren, doch nach kurzer Zeit sind die Produkte nicht mehr nutzbar. Somit ist die Freude über die neue erworbene Software nur von kurzer Dauer.

Wie ein echter Microsoft Product Key aussieht, könnt ihr auch auf der Microsoft Website nachlesen.

Microsoft Product Key Identifikation

Kleine Details wie der Text neben dem Microsoft Product Key identifizieren Original Microsoft Software. Foto: Microsoft

Microsoft Fakes in einigen Fällen mit Malware verseucht

Neben dem Ärger über die gefälschte Software lauern weitere Gefahren: Ein Großteil der Microsoft Malware wird von kriminellen Organisationen in Umlauf gebracht. Deren Ziel ist es, Endkunden und Unternehmen auszuspionieren und damit Geld zu verdienen. Und das passiert ganz schnell: Seid ihr Opfer einer Microsoft Raubkopie geworden, öffnet ihr mit der Installation der Software auf eurem PC ungeahnt die Tür für Viren, Würmer und Trojaner – Spionage und Datenklau inbegriffen.

Schutz vor Softwarepiraterie

Mit folgenden Tipps schützt ihr euch vor Microsoft Fakes:

  • Niemals Software aus unbekannten oder dubiosen Quellen herunterladen
  • Der Verkaufspreis illegaler Software ist signifikant niedriger als bei seriösen Anbietern
  • Vorsicht bei Aufforderungen, zusätzliche Daten zur Aktivierung herunterzuladen
  • Vorinstallierte Software, die bereits aktiviert ist, kritisch betrachten

Illegale Software erkennen: Microsoft Produktidentifikationsservice

Habt ihr Zweifel an der Echtheit eurer erworbenen Software? Microsoft bietet einen kostenlosen Produktidentifikationsservice an, bei dem ihr prüfen könnt, ob eure gekauften Produkte der Softwarepiraterie zum Opfer gefallen sind. Der Service dient als Hilfestellung für Fachhändler und Endkunden zur Identifizierung von Microsoft Fakes. Beim Einsenden der vermeintlichen illegalen Software müsst ihr folgendes beachten:

  • Rechnungskopie muss eingeschickt werden
  • Eidesstattliche Versicherung muss ausgefüllt werden
  • Der Erwerb darf nicht länger als 6 Monate vor Einsendung liegen

Weitere Informationen zum Produktidentifikationsservice könnt ihr auf der Microsoft-Website nachlesen. Unser Rat: Augen auf beim Softwarekauf. PCs, auf denen Originalsoftware ausgeführt wird, sind schneller, sicherer und zuverlässiger als PCs, auf denen nicht lizenzierte Software ausgeführt wird. Bei Fragen rund um das Thema Software und Lizenzen hilft euch euer PC-Spezialist vor Ort gern weiter.

Ihr vermutet, dass euer PC verseucht ist? In unserem Blog-Beitrag zu Malware, Phishing und Co. erfahrt ihr mehr über mögliche Ursachen.

 

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