Kinox.to gesperrt
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Maren
in Aktuelles

Kinox.to gesperrt

Vodafone muss Streaming Portal sperren

Vodafone hat das beliebte Streaming Portal Kinox.to gesperrt. Für Kunden des Netzanbieters zeigt sich bei Aufruf der Seite nur noch die Nachricht, dass die Seite nicht erreichbar ist. 

Was bedeutet das? Und ist Kinox.to überhaupt legal? Ihr erfahrt alle Hintergründe bei uns.

Vodafone - Streaming Portal - kinox.to stream - kinox.to

Wer als Vodafone Kunde versucht, Kinox.to aufzurufen, bekommt diese Nachricht angezeigt. Foto: Screenshot

Kinox.to gesperrt – warum?

Warum hat Vodafone seinen Kunden den Zugang zu Kinox.to gesperrt? Grund dafür ist eine einstweilige Verfügung, die das Filmunternehmen Constantin Film vor dem Landgericht München erwirkt hat. Von Constantin Film stammen Produktionen wie „Fack Ju Göhte“, „Ostwind“, Das „Pubertier“ oder „Dieses bescheuerte Herz“.

Eine Unternehmenssprecherin von Vodafone bestätigte dies: Aufgrund einer von Constantin Film erwirkten einstweiligen Verfügung, die am 1. Februar 2018 vom Landgericht München erlassen wurde, ist Vodafone aufgefordert, die Angebote des Portals Kinox für seine Internetkunden der Vodafone Kabel Deutschland zu sperren. Die Folge: Ihr als Vodafone-Kunde seht nur noch den Sperrbildschirm.

Vodafone schweigt zum Streaming Portal

Da eine einstweilige Verfügung zunächst nur eine erste schnelle Entscheidung des Gerichts bedeutet, können alle Beteiligten widersprechen. Das bedeutet, dass das Verfahren noch nicht beendet ist. Mit Begründung auf das „laufende Verfahren“ macht Vodafone keine weiteren Angaben zur Situation. Auch Constantin Film äußerte sich bislang nicht, dürfte aber äußerst zufrieden mit der Entscheidung sein.

Bereits 2015 war ein Drahtzieher hinter dem Streaming Portal in Leipzig zu einer Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Das Portal blieb dennoch online. Im September 2017 war ein mutmaßlicher Gründer und Betreiber von Kinox.to im Kosovo festgenommen worden. Auch ihm droht der Prozess – unter anderem wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung.

Kinox.to gesperrt – und jetzt?

Wenn für Vodafone-Kunden Kinox.to gesperrt ist, bedeutet das, dass ihr entweder auf einen anderen Anbieter ausweichen müsst oder vielleicht besser zu einem legalen Angebot wie Netflix, Amazon Prime und Co. wechselt. Zwar kostet das Angebot bei den legalen Streaming-Diensten etwas Geld, aber bei allen Anbietern ist ein einfaches Monatsabo für unter 10 Euro zu bekommen. Zudem ist bei illegalen Streaming Portalen die Qualität der Filme oft schlecht. Bild und Ton überzeugen nicht, Nachladezeiten oder Stream-Abbrüche sind keine Seltenheit – egal, wie stark eure Internetverbindung ist. Von daher lohnt der Blick auf legale Alternativen.

Warum illegale Streaming-Dienste vermutlich keine Zukunft haben, beschreibt der Artikel Bye,bye, kinox.to. Und wer genau von der Sperre durch Vodafone betroffen ist, erfahrt ihr im Artikel Vodafone fährt Netzsperren hoch.

Hoher Schaden durch illegales Streaming

Zu den Qualitätsproblemen beim Streamen von Filmen von illegalen Portalen kommt, dass illegales Streaming nicht nur für den Anbieter der Filme, sondern auch für euch als Konsumenten schlimme Folgen haben kann. Wir haben über die Folgen eines EuGH-Urteils in unserem Blogbeitrag Ist Filme streamen illegal? berichtet. Dieses EuGH-Urteil ist vermutlich auch die Grundlage für die einstweilige Verfügung gegen Vodafone. Dass andere Filmfirmen nachziehen und auch andere Netzanbieter verklagen, ist naheliegend, denn der wirtschaftliche Schaden durch illegales Streaming ist enorm.

Kinox.to gesperrt – Reaktion des Portals

Nun ist also die Plattform Kinox.to gesperrt –zumindest für Vodafone-Kunden. Ob und wann für euch der Kinox.to Stream wieder funktioniert, ist völlig unklar. Aber das Portal hat bereits reagiert und kritisiert nicht nur die einstweilige Verfügung, sondern hat auch eine Lösung für euch parat.

So schreiben die Verantwortlichen auf der Seite: „Liebe User: Dank Constantin Film haben wir in Deutschland bald Internet Zensur wie in China oder Nord Korea. Sagt Tschüss zum freien Internet! Wir haben dennoch knapp 280~ Ersatzdomains gesichert. Legends will never die! :-)“.

Es folgt nicht nur eine Aufzählung einiger Ersatzdomains, sondern auch ein expliziter Hinweis an Vodafone-Kunden: „Vodafone User: Benutzt den öffentlichen Google DNS Server: 8.8.8.8, dann geht auch die .TO Domain wieder! Ansonsten kann auch ein VPN oder der kostenlose Tor-Browser benutzt werden!“

Folgen des illegalen Streaming

Ihr solltet euch gut überlegen, ob ihr illegales Streaming betreiben möchtet. Na klar ist illegales Streaming immer noch billiger, als wenn ihr über legale Anbieter den Streaming-Dienst abonniert oder Filme kauft. Und auch ein Kinobesuch ist wesentlich teurer. Aber bedenkt die Folgen. Die Filmverleiher wie Constantin Film müssen nicht zwingend nur gegen Anbieter wie Kinox.to vorgehen. Sie können auch stattdessen euch als Nutzer solcher Streaming-Portale mit Abmahnungen überziehen. Und das kann teuer werden.

Allerdings sind Abmahnungen nach wie vor unwahrscheinlich, da eure Daten in illegalen Portalen nicht gespeichert werden – mit einer Ausnahme: Ihr seid Premium-Nutzer. Sicher sein könnt ihr aber nicht. Deshalb lautet unser Rat: Finger weg von illegalen Portalen aller Art.

4 Kommentare

  1. deine mutter sagt:

    die sind nicht die helsten nicht jeder wil geld für filme ausgeben

  2. TF sagt:

    Die „Ausscheidungen“ von Constantin Film braucht man sich sowieso nicht anzusehen. Wenn allerdings das Internet zensiert wird, sollten alle Alarmglocken leuten…

  3. Gottes Wort &Wille sagt:

    Wer will deren Mist schon sehen? Aber wie war das nochmal mit der Presse ? Auch Negative ist gute Werbung._.

  4. Gerd sagt:

    Die Film Giganten sollen sich nicht so anstellen. Denn diese Art Filme zu schauen regt an den Film im Kino zu sehen oder zu kaufen. Also sehe ich eher positives daran.

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