Neue Datenschutzbestimmungen
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Stefanie
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Neue Datenschutzbestimmungen

Facebook vereinfacht Löschen von Drittanbieter-Apps

Wenn es um das Thema Datensicherheit und Datenschutzbestimmungen geht, ist Facebook aktuell sicher nicht das beste Beispiel. Nun hat Facebook seine Datenschutzbestimmungen angepasst und vereinfacht unter anderem das Löschen von verbundenen Drittanbieter-Apps.

Was es damit im Detail auf sich hat, erfahrt ihr bei uns.

Neue Datenschutzbestimmungen bei Facebook

Die Diskusssion um die Datensicherheit bei Facebook kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem bekannt wurde, dass die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica Daten von 50 Millionen US-Facebook-Nutzern gesammelt und genutzt hat, gibt es nun neue Berichte, in denen von deutlich mehr betroffenen Nutzern die Rede ist.

In einem Blogpost gibt Facebook an, dass Cambridge Analytica Zugriff auf Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern erhalten habe. Zwar sind wohl vor allem US-Nutzer betroffen, trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass auch viele deutsche Facebook-Konten darunter sind. Laut eines Berichts des ZDF könnten gar über 300.000 deutsche Nutzer betroffen sein. Als Reaktion auf den Datenskandal hat Facebook aber nun weiter reagiert und seine Datenschutzbestimmungen geändert.

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Facebook passt seine Datenschutzbestimmungen an und vereinfacht das Löschen von Drittanbieter-Apps in den App-Einstellungen. (Bild:pixabay.com/BiljaST)

Neue Sicherheitsprozesse bei Facebook

Nach dem Datenskandal hat Facebook scheinbar erkannt, dass die Plattform bei der Datensicherheit nachbessern muss. Neue Datenschutzbestimmungen und ein neuer Prozess zum Umgang mit Drittanbieter-Apps sollen nun dabei helfen, den Datenschutz bei dem sozialen Netz zu verbessern.

In einem Blogpost erklärt Facebooks Chief Technology Officer Mike Schroepfer die Pläne und den aktuellen Stand deren Umsetzung. So passen die Facebook-Entwickler derzeit die Zugriffsmöglichkeiten diverse Schnittstellen für Drittanbieter-Apps an. Diese sollen so schwerer Zugriff auf eure persönlichen Daten erhalten können. Drittanbieter-Apps sind zum Beispiel Spiele, die euren aktuellen Spielstand direkt auf Facebook teilen, aber auch Websites, bei denen ihr den Login über Facebook nutzt.

Außerdem gibt es Änderungen beim Facebook-Login. Anwendungen, die etwa eure Likes, Fotos oder Beiträge einsehen möchten, überprüft Facebook künftig noch mal separat. Einen solchen Prozess gibt es zwar schon länger, allerdings verschärft Facebook nun nochmal die Richtlinien für die Prüfung.

App-Einstellungen lassen sich leichter ändern

Im Zuge der neuen Datenschutzbestimmungen ermöglicht Facebook es euch nun auch, die App-Einstellungen leichter zu ändern. Ab dem 9. April zeigt Facebook euch oben in eurem News-Feed, welche Apps ihr verbunden und welche Daten ihr mit diesen Apps ausgetauscht habt, heißt es im oben genannten Blogpost.

In den App-Einstellungen könnt ihr anschließend einzelnen Apps den Zugriff wieder entziehen. Bisher ging das nur umständlich für jede App einzelnd. Ab sofort könnt ihr aber auch mehrere Apps auf einmal auswählen und löschen.

Außerdem will Facebook euch im Zuge dieses Prozesses auch darüber informieren, ob eure Daten unberechtigt mit Cambridge Analytica geteilt wurden. Diese Information erhaltet ihr ebenfalls als Benachrichtigung im News-Feed.

Grundsätzlich will Facebook mit den neuen Datenschutzbestimmungen für mehr Transparenz sorgen. Ihr erhaltet so einen besseren Überblick über die Art der Daten, die Facebook über euch sammelt – und auch darüber, wer Zugriff auf sie hat. Die angepassten Datenschutzbestimmungen findet ihr ebenfalls im Facebook-Blog.

Letztendlich seid ihr aber für den Schutz eurer Daten selbst verantwortlich. Überprüft daher am besten regelmäßig, welche Daten ihr auf sozialen Netzwerken teilt und wer Zugriff auf diese hat. Außerdem ist es ratsam, eure Geräte mit einem Virenschutz vor Angriffen von außen zu schützen. Euer PC-SPEZIALIST vor Ort berät euch sowohl zu Antiviren-Software für PCs und Notebooks als auch zum Virenschutz fürs Smartphone.

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