PayPal-Rechnung erhalten?
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Maren
in PC & Notebook

PayPal-Rechnung erhalten?

Neuer PayPal-Betrug mit eigener E-Mail-Adresse

Habt ihr auch in jüngster Zeit eine PayPal-Rechnung bekommen? Und PayPal-Nachrichten, dass ein neues Bankkonto bei PayPal hinzugefügt worden ist? Dann seid ihr vermutlich Opfer eines PayPal-Betrugs geworden.

Ihr seid überhaupt nicht bei PayPal registriert und habt trotzdem merkwürdige Nachrichten bekommen? Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Das Besondere ist in diesem Fall, dass die Nachrichten tatsächlich von PayPal stammen. Es ist also nicht so, dass der Name des Unternehmens missbraucht wird, damit ihr dem PayPal-Betrug auf den Leim geht. Nein, in diesem Fall beginnt der Betrug schon früher. Doch worum geht es genau?

PayPal-Rechnung ist echt

Es könnte sein, dass ihr eine PayPal-Rechnung bekommt, obwohl ihr nicht einmal Kunde bei PayPal seid. Doch bevor ihr eine Rechnung erhaltet, fordert euch PayPal auf, eine Kontoeröffnung zu bestätigen, da ihr ja bereits ein Lastschriftmandat akzeptiert habt. Wie kann das sein, wenn ihr gar nicht bei PayPal registriert seid?

Vermutlich sind hier Datendiebe am Werk, die durch ein Datenleck an eure E-Mail-Adresse und euer Passwort gekommen sind. Alternativ nutzen Kriminelle öffentliche E-Mail-Adressen, eröffnen ein PayPal-Konto und spekulieren, dass die E-Mail-Empfänger, also ihr, das PayPal-Konto ohne Weiteres bestätigen. Im Anschluss können die Betrüger in eurem Namen einkaufen. Und da es kein bestätigtes Bankkonto gibt, bekommt ihr die PayPal-Rechnung und später PayPal-Mahnungen.

PayPal-Betrug - PayPal-Nachricht - PayPal -Rechnung - PayPal-Mahnung. Foto: Pixabay

Es ist kinderleicht, ein PayPal-Konto einzurichten. Das nutzen Betrüger aus. Foto: Pixabay

Wie funktioniert der PayPal-Betrug?

Der PayPal-Betrug kann funktionieren, weil PayPal seinen Kunden stets einige Tage Zeit lässt, um ein hinterlegtes Bankkonto zu bestätigen. In dieser Zeit können die Betrüger allerdings bereits einkaufen, ohne bezahlen zu müssen. Die PayPal-Rechnung geht dann an euch, ihr sollt die Forderung an PayPal begleichen.

Schritt für Schritt funktioniert der Betrug folgendermaßen, nachdem die Kriminellen über eure E-Mail-Adresse verfügen:

  1. Die Betrüger melden sich in eurem Namen bei PayPal an und nennen fremde Bankdaten.
  2. Ab jetzt können die Kriminellen in eurem Namen über PayPal einkaufen.
  3. Ihr bekommt daraufhin eine PayPal-Nachricht mit der Bitte, das angegebene Bankkonto zu bestätigen.
  4. Aber auch ohne diese Bestätigung können die Betrüger in eurem Namen einkaufen.
  5. PayPal kann das angegebene Bankkonto ohne eure Bestätigung nicht belasten und verschickt deshalb eine PayPal-Rechnung an euch.
  6. Während sich die Kriminellen mit Ware eindecken, die sie nicht bezahlen, bekommt ihr PayPal-Mahnungen mit der Info, dass die offenen Forderungen an ein Inkasso-Unternehmen weitergeleitet werden.

Unberechtigte PayPal-Rechnung erhalten?

Da die PayPal-Rechnung tatsächlich echt ist, bleibt eine Frage: Was ist zu tun, wenn ihr eine solche Rechnung oder bereits eine PayPal-Mahnung erhalten habt? Tatsache ist auf jeden Fall, dass ihr als Opfer die Rechnung nicht bezahlen müsst, denn ihr habt keinen Vertrag abgeschlossen und kein PayPal-Konto eröffnet.

Dennoch solltet ihr die Rechnung von PayPal nicht einfach ignorieren. Immerhin seid nicht nur ihr geschädigt, indem euer Name missbraucht wurde, sondern auch das Unternehmen. Es bleibt vermutlich auf den Kosten sitzen. Deshalb solltet ihr PayPal über das Hilfe-Center mitteilen, dass ihr weder ein PayPal-Konto eröffnet noch einen Vertrag abgeschlossen habt. Alles Infos zu den Bezahlmöglichkeiten mittels PayPal findet ihr auf der PayPal-Webseite.

PayPal-Betrug und die Folgen für euch

Wenn eure E-Mail-Adresse samt Passwort durch diesen PayPal-Betrug missbraucht wurde, dann solltet ihr euer E-Mail-Konto schleunigst sichern. Bevor ihr jetzt allerdings eiligst das Passwort ändert, müsst ihr alle Geräte, mit denen ihr ins Internet geht – also Computer, Tablet, Smartphone – unbedingt mit einem aktuellen Antivirenprogramm auf Schädlinge überprüfen.

Habt ihr keine aktuelle Software? Dann ab zu PC-SPEZIALIST vor Ort und ein aktuelles Virenschutzprogramm aufspielen lassen. Um ganz sicher zu sein, dass eure Geräte frei von Schädlingen wie Würmern, Trojanern und Viren sind, empfehlen wir zusätzlich den Sicherheits-Check und, wenn nötig, eine Virenentfernung – natürlich alles zum Festpreis. Danach könnt ihr euer Passwort ändern.

PayPal informieren und Anzeige erstatten

Ihr habt eine PayPal-Rechnung erhalten? Nachdem ihr eure Passwörter geändert habt, um Kriminellen den Zugang zu verwehren, solltet ihr euer Postfach mit der Zwei-Wege-Authentifizierung schützen. Dann versendet der E-Mail-Anbieter bei jedem Anmeldevorgang eine SMS mit einer PIN an euer Handy.

So ist sichergestellt, dass Kriminelle allein mit dem Passwort keinen Zugriff auf euer E-Mail-Konto haben. Natürlich müsst ihr auch PayPal informieren, dass es ein betrügerisches Konto unter eurer E-Mail-Adresse gibt. Und natürlich könnt ihr bei der Polizei eine Anzeige erstatten.

Wir haben schon mehrfach über Betrugsversuche mit PayPal berichtet. Weitere Informationen über fiese Betrügereien findet ihr unter anderem in unseren Blogbeiträgen PayPal-Inkasso-Mail, Neuer PayPal-Spam und PayPal-Trojaner entdeckt.

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