Paypal Inkasso Mail
Author
Benjamin Thiessen, Mo, 31. Jul. 2017
in IT-Sicherheit

Paypal Inkasso Mail

Phishing Mail von Paypal unterwegs

Aktualisiert am 21.02.2020

Eine Paypal Inkasso Mail wird derzeit immer wieder verschickt. Bei der Mail handelt es sich allerdings um einen Betrug. Wie ihr erkennt, welche Paypal Mails echt sind, und welche nicht, erklären wir euch hier.

Viele von euch werden Paypal-Nutzer sein und die Vorteile des schnellen Bezahlens damit genießen. Das Bezahlen von Rechnungen in Online-Shops oder auch bei Ebay wird durch Paypal wirklich erheblich leichter für euch. Allerdings zieht die beliebte Bezahlmethode auch viele Betrüger an. Derzeit wird wieder ein Paypal Betrug mit einer Phishing-Mail durchgeführt.

Paypal Inkasso Mail wirkt echt, ist aber Betrug

Es  gab bereits zahlreiche Phishing Versuche mit gefälschten PayPal E-Mails, über die wir berichtet haben. Zuletzt war es ein Neuer PayPal Betrug, davor ein Neuer PayPal Spam und davor eine PayPal Sicherheitsbenachrichtigung. Auch im aktuellen Fall ist PayPal nicht Versender der E-Mail, stattdessen nutzen Kriminelle den Namen des Unternehmens für ihre Zwecke.

Die aktuelle Paypal Inkasso Mail ist in den letzten Tagen mehrere Male an ein- und dieselben Nutzer geschickt worden. Die Mail nutzt das Logo von Paypal und imitiert auch die Schriftart, die Paypal in seinen offiziellen E-Mails verwendet. In der augenscheinlichen PayPal Mail steht, es hätte eine unzulässige Kreditkartennutzung gegeben. Jetzt müsst ihr euer Konto wieder freischalten. Vorher müsst ihr euch aber in euer Paypal Konto einloggen. Einen Button haben die Betrüger freundlicherweise auch gleich eingebaut.

Dieser Button führt euch zu einer Fake-Webseite, also einer gefälschten Webseite. Wenn ihr hier euren Paypal Login eingebt, habt ihr den Betrügern Tür und Tor geöffnet, sich bei euch einzuloggen und Geld zu überweisen. Lasst also die Finger von der gefälschten Paypal Mail und löscht sie schnellstens.

paypal inkasso mail

Paypal Inkasso Mail: Täuschend echte Phishing-Mail unterwegs

Paypal Mail Betrug erkennen

Wie erkennt ihr denn nun die gefälschte Paypal Mail? An dem Absender könnt ihr es dieses Mal nicht erkennen, denn den haben die Betrüger clever gewählt. Der Absender ist inkasso@paypal.de und klingt damit relativ echt.

Viel schneller erkennt ihr den Paypal Betrug an der falschen deutschen Sprache im Text der E-Mail. Mit der Begrüßung „gehrter Abonnent“ beginnen die Fehler bereits. Im Text heißt es dann: „Bitte helfen Sie uns ein dabei, Ihr um wir Ihr PayPal-Konto wieder neu zu schalten. Bis Wiederaufführung haben wir den unvollständigen Zutritt zu Ihrem PayPal Konto überbrückunghalber.“

Hier haben die Betrüger einfach einen Online Übersetzer für den Text gewählt. Durch das falsche Deutsch ist schnell erkennbar, dass es sich um einen Betrug handelt.

PayPal Betrug melden

Sinnvoll ist es, wenn ihr über die PayPal Hilfeseite Kontakt zu PayPal aufnehmt und dort den Paypal Betrug meldet. Das Unternehmen kann dann reagieren und eine Warnung auf seiner Seite veröffentlichen.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob euer Computer mit einem Computervirus infiziert ist, kommt unbedingt zu eurem PC-SPEZIALIST vor Ort. Mit unserem Sicherheits-Check finden wir potenzielle Sicherheitslücken in eurem System und können sie beheben – zum Festpreis.

Update vom 21. Februar 2020: neue PayPal-Phishing-Kampagne

Cyber-Kriminelle versuchen aktuell wieder, über eine PayPal-Phishing-Kampagne eure Zugangsdaten abzugreifen. Ihr erhaltet dabei angeblich eine E-Mail von PayPal, in der euch meist der Zahlungsseingang über einen Betrag X an den TunesStore oder die Overkill GmbH bestätigt wird. In der E-Mail gibt es einen Link, über den ihr die Zahlung vorgeblich stornieren könnt.

Klickt ihr auf den Link, gelangt ihr zu einer gefälschten Webseite, auf der ihr unter anderem eure PayPal-Zugangsdaten angeben sollt. Auf diese Weise versuchen die Kriminellen, eure Daten abzugreifen und später an euer Geld zu gelangen. Ihr solltet daher auf keinen Fall auf den Link klicken und irgendwo eure Daten angeben. Die Verbraucherzentrale rät dazu, die E-Mail einfach zu löschen.

Ihr habt eure Daten schon eingegeben? Dann ruft sofort eure Bank an und lasst eure Karte sperren!

12 Kommentare

  1. Litkowiec sagt:

    Ich bin kein Kunde von PayPal.
    Gestern habe ich per Mail eine PayPal-Rechnung bekommen , die ich an die Fa. Tunesstore in Höhe
    von 179.99 € begleichen soll. Bei diesem Händler habe ich weder etwas gekauft noch bestellt, die Mail wurde von mir ignoriert ohne sie zu öffnen.

    Was ist in solchen Fall zu tun?

    1. PC-SPEZIALIST-Team sagt:

      Hallo Litkowiec,

      es handelt sich bei diesen angeblichen PayPal-Rechnungen von TunesStore offenbar um eine neue Phishing-Kampagne, die auch schon der Verbraucherzentrale bekannt ist. Es geht den Absendern darum, dass die Empfänger auf den Link in der E-Mail klicken und dadurch auf eine gefälschte Webseite gelangen, wo dann die PayPal-Zugangsdaten abgefragt und entwendet werden.

      Am besten ist es also, diese E-Mail zu ignorieren und zu löschen.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST-Team

      1. Litkowiec sagt:

        Vielen Dank für die prompte Info!

        Gruß Litkowiec

      2. Litk sagt:

        Danke für die prompte Info !

        Gruß Litkowiec

  2. E. Diehl sagt:

    Zuerst möchte ih betonen, dass ich kein Kunde von PayPal bin.
    Ich habe heute die 3. Erinnerung – nicht Mahnung – zur Bezahlung einer angeblichen PayPal-Rechnung bekommen – die angegebene Firma, bei der ich

    diese Rechnung zu begleichen hätte, kenne ich nicht und hab nie was dort bestellt (Industrieartikel wie Paletten usw.) Da ich ja kein Kunde von PayPal bin, hab ich die Mail jedesmal gelöscht, ohne sie zu öffnen, weiß also nichts über die Höhe der angebl. Rechnung.
    Mir ist klar, dass es eine Fishing-Mail ist – aber was soll ich tun?
    Außerdem war in der kurzen „Erinnerung“ ein grammatikalischer Fehler, der mich auch noch stutzig machte. Morgen werde ich die angegebene Firma anrufen zwecks Bestätigung, dass ich nichts bestellt bzw. zu zahlen habe.

  3. landstreicherchinch@emailn.de sagt:

    Schickt mir lieber Geld via Paypal, anstatt euch mit ner Fakeseite ärgern zu lassen^^ dann wisst ihr was ihr schickt und riskiert keinen Betrug :‘)

  4. Bernd A. Hettler sagt:

    Ich habe diese Mailvon der Adresse inkasso@paypal.de erhalten und wundere mich wo die meine Adresse her haben!

    Sehr geehrte/r Bernd A.hettler,

    leider mussten wir gerade feststellen, dass unsere Zahlungsaufforderung ID 105265638 bis heute erfolglos blieb. Nun geben wir Ihnen hiermit letztmalig die Möglichkeit, den nicht gedeckten Betrag der Firma GiroPay24 GmbH zu begleichen.
    Aufgrund des andauernden Zahlungsverzug sind Sie gezwungen zuzüglich, die durch unsere Beauftragung entstandene Kosten von 53,87 Euro zu bezahlen. Bei Rückfragen oder Reklamationen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von drei Werktagen. Um zusätzliche Mahnkosten zu vermeiden, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Konto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungen bis zum 28.07.2017.
    Verbindliche Personalien:

    Bernd A.hettler
    Brandenburger Str 22
    67117 Limburgerhof

    Bitte überweisen Sie den aussehenden Betrag unter Angaben der Rechnungsnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 04 August 2017 auf unserem Konto eingeht. Können wird bis zum genannten Datum keine Überweisung bestätigen, sind wir gezwungen Ihren Mahnbescheid an ein Inkassounternehmen zu übergeben. Alle damit verbundenen Zusatzkosten werden Sie tragen.
    Die vollständige Kostenaufstellung Nr. 105265638, der Sie alle Buchungen entnehmen können, ist beigefügt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Stellvertretender Sachbearbeiter Lars Cock

    1. Anonymous sagt:

      Hallo Bernd,
      ich habe so eine Mail auch schon mehrfach bekommen und jedes Mal ignoriet, allerdings von anderen Mailadressen, teilweise von angeblichen Rechtsanwälten. Bei einer hatteich dann mal bei Amazon nachgefragt und dort sagte man mir, dass das eine Phishing Mail wäre und ich sie einfach ignorieren und löschen soll.
      Liebe Grüße,
      Aline

    2. Tim sagt:

      Habe sie gerade bekommen und hier Gott sei dank Mitleidene gefunden.
      Täuschend echt!
      Grund zur skepsis gab nur, dass der Anhang eine .zip Datei ist, was ungewöhnlich wäre.

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