Mysteriöses Amazon-Paket
Author
Janina Kröger, Mo, 2. Sep. 2019
in Allgemein

Mysteriöses Amazon-Paket

Verschenkt das Online-Warenhaus Laptops und Co.?

Ihr habt ein Amazon-Paket bekommen, obwohl ihr nichts bestellt habt? Im Inneren des Paktes findet ihr einen nigelnagelneuen Laptop. Und einen Lieferschein mit der Notiz: „Wir hoffen, dass Ihnen Ihr Geschenk gefällt.“ Amazon sagt dazu: Es handelt sich um betrügerische Methoden.

Wir berichten, was es mit den unbestellten Amazon-Paketen auf sich hat und welche Gefahren es gibt.

Unbestelltes Amazon-Paket trudelt ins Haus

Das ist wirklich rätselhaft: Amazon-Nutzer berichten von unbestellten Amazon-Paketen, die bei ihnen eintrudeln – teilweise bis zu sechs Stück in einer Woche. Der Inhalt variiert, angefangen bei Handy-Hülle, iPhone-Kabel und Mausefalle über Sexspielzeug, Fernglas und Kopfhörer bis hin zu Smartphone, Überwachungskamera und Laptop. Teilweise liegt den Paketen weder Bestellschein noch Rechnung bei.

Andere Pakete wiederum kommen mit Lieferschein und der Nachricht: „Wir hoffen, dass Ihnen Ihr Geschenk gefällt und würden uns freuen, Sie schon bald bei www.amazon.de begrüßen zu dürfen.“ Manche Nutzer berichten sogar davon, dass noch eine weitere Notiz im Paket lag, mit dem Gruß eines Familienangehörigen. Bei diesem nachgehakt, zeigte sich: Er hat keine Bestellung bei Amazon getätigt.

Wenn das mal nicht verunsichert. Ist das Amazon-Paket wirklich ein Geschenk? Oder hat jemand euer Amazon-Konto gehackt? Schnell die letzte Bestellung bei Amazon gecheckt, aber dort ist von der Bestellung auch nichts zu sehen. Sehr rätselhaft das Ganze.

Zu sehen ist, wie eine Person einen Laptop-Karton aus einem geöffneten Amazon-Paket entnimmt. Foto: PC-SPEZIALIST

Ein unbestelltes Amazon-Paket ist immer mit Vorsicht zu genießen. Foto: PC-SPEZIALIST

Woher kommen Adressen für Amazon-Lieferung?

Bisher, so berichtet es die Verbraucherzentrale, konnten die Hintergründe des Paket-Rätsels nicht aufgeklärt werden. Amazons Pressestelle hält sich äußerst bedeckt. Es sei aber klar, dass die Pakete nicht von Amazon selbst, sondern von Amazon-Händlern des separaten Marketplace stammen. Die Verbraucherzentrale nennt eine Vermutung: Händler aus Fernost eröffnen einen Zweit-Account bei Amazon unter dem Namen der Adressaten und wickeln darüber den Verkauf ab.

Was ihnen das bringt? Die Artikel in ihrem Shop steigen im angezeigten Amazon-Verkaufsranking. Außerdem können die Händler über solche Fake-Accounts einzelnen Produkten oder dem gesamten Shop positive Bewertungen geben. Ein weiterer möglicher Vorteil: Die Händler leeren auf diese Weise kostengünstig ihr angemietetes Lager bei Amazon und sparen sich die Kosten dafür, unverkaufte Produkte wieder nach China zu verschiffen.

Bei Mausfalle, iPhone-Kabel und Handy-Hülle scheint diese Erklärung noch nachvollziehbar. Aber bei einem vergleichsweise teuren neuen Smartphone oder Laptop? Und noch eine Frage drängt sich auf: Woher haben die Händler Namen und Adressen?

Amazon spricht von betrügerischen Methoden

Amazon selbst pocht nach dem Bericht der Verbraucherzentrale jedenfalls darauf, dass die Verkäufer weder Namen noch Adressen von dem Versandhaus-Riesen erhalten haben, und droht den Händlern wegen solch „betrügerischer Methoden“ mit diversen Strafen. Von einer Marketplace-Sperre, der Zurückhaltung von Zahlungen und rechtlichen Schritten ist da zum Beispiel die Rede.

Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass es sich bei solchen Aussagen um leere Drohungen handelt. Wie will Amazon denn bitte herausfinden, wer der Absender der Pakete eigentlich war? Die meisten Empfänger werden die Gunst der unverhofften Amazon-Zustellung vermutlich nutzen und Amazon gar nicht darüber informieren, um keine schlafenden Hunde zu wecken.

Es bleibt dabei: Die Vorgehensweise erscheint äußerst fragwürdig. Wie kann es sein, dass der Marketplace-Händler euren Verwandten kennt und in dessen Namen ein Geschenk versendet – ganz abgesehen davon, dass der Händler überhaupt eure Adresse kennt? Dass es Amazon mit dem Datenschutz nicht so ganz genau nimmt, wurde zuletzt durch die Schlagzeilen um Alexa deutlich.

Keine Handhabe gegen unbestelltes Amazon-Paket

Eine Spekulation dazu gibt es bei der WirtschaftsWoche. Dort heißt es, dass die Händler wahllos Adressen aus dem Internet suchen – das Amazon-Konto können sie dann selbst anlegen. Georg Tryba von der Verbraucherzentrale NRW wird wie folgt zitiert: „Tatsächlich können sich Verbraucher vor den Lieferungen nicht wirklich schützen. Immerhin tauchen Adressdaten an unzähligen Stellen im Internet auf. Und wenn dieser Betrug im großen Stil angelegt ist, könnten Adressen sogar erkauft werden.“

Dass es keine Handhabe gegen die dubiosen Amazon-Pakete gibt, musste ein Nutzer aus Solingen feststellen. Er erhielt gleich elf unerwünschte Amazon-Lieferungen und versucht seitdem, sich gegen die Paket-Flut zu wehren – bislang erfolglos. Er hat sogar schon gerichtlich versucht, dem Konzern die Lieferung weiterer solcher Pakete zu untersagen. In erster Instanz ist sein Vorhaben gescheitert.

Fest steht: Der vermeintliche Paket-Segen kann zu einer richtigen Plage werden – oder möchtet ihr etwa an einem Tag sechs Pakete jeweils mit einer Handy-Hülle bekommen, die nicht zu eurem Handy passt?

Amazon-Sendung mit Vorsicht genießen

Juristisch gesehen, kann euch die Verbraucherzentrale zumindest eine Sorge nehmen: Ihr müsst definitiv nicht für die Kosten der Fake-Pakete aufkommen, selbst wenn darin eine Rechnung liegt. Hier gilt: Wer unverlangt Pakete von Händlern erhält, muss sie nicht zurücksenden. Ihr könnt die gelieferten Gegenstände selbst nutzen, verschenken oder entsorgen – ganz wie ihr möchtet. Es gibt angeblich noch nicht einmal die Pflicht, den Absender zu kontaktieren, falls ein Herkunftsnachweis im Paket steckt.

Auch wenn ihr der Meinung seid, ein geschenkter Laptop oder ein kostenloses Smartphone ist eine tolle Sache: Ihr solltet solche Lieferungen immer mit einer gehörigen Portion Vorsicht genießen. Immer wieder machen Meldungen darüber die Runde, dass verseuchte USB-Sticks absichtlich „verloren“ werden. Steckt der Finder den Stick dann in sein Notebook, fängt er sich einen Trojaner ein, der im schlimmsten Fall das ganze Gerät verschlüsselt. Genau das könnte auch bei den Gratis-Lieferungen von Amazon der Fall sein.

Mit PC-SPEZIALIST fahrt ihr sicher

Wer weiß denn schon, ob auf dem geschenkten Gerät vielleicht eine Malware versteckt ist, die wichtige (Konto-)Daten abgreifen soll? Vielleicht versteckt sich darauf auch ein böser Virus oder ein fieser Wurm, der wohl möglich großen Schaden anrichtet. Solltet ihr also so ein Amazon-Päckchen mit Laptop oder Smartphone erhalten, geht besser auf Nummer sicher. Wie das?

Sucht den PC-SPEZIALISTEN in eurer Nähe auf und lasst das zugestellte Gerät erst einmal sorgfältig durchchecken. Der Experte führt auf Wunsch einen Sicherheitscheck oder eine Systemprüfung durch und übernimmt – sollte sich tatsächlich Malware auf dem Gerät befinden – direkt die Virenentfernung.

Und wenn er schon dabei ist, kann er auch direkt unser Eins-für-alles-Paket auf dem Laptop installieren. Darin enthalten sind die Installation einer Virenschutzsoftware, eine tägliche Systemprüfung, automatisierte Updates, eine Online-Sicherung eurer Daten und Freiminuten für die Fernwartung. Schaut euch einfach mal unser Video dazu an und informiert euch beim PC-SPEZIALIST eures Vertrauens.

 

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.