?>
Amazon Marketplace
Author
Maren Keller, Mo, 7. Nov. 2022
in Aktuelles

Amazon Marketplace

Neuer Amazon-Betrug ist kaum zu erkennen

Immer wieder werden Amazon-Kunden zu Opfern von kriminellen Betrügern. Aktuell ist der Amazon Marketplace betroffen, bei dem Kunden um ihr Geld gebracht werden.

Bei uns erfahren Sie, wie der aktuelle Amazon-Betrug aussieht und warum man ihn kaum erkennen kann.

Amazon Marketplace im Visier der Betrüger

In den Geschäften ist es nicht mehr zu übersehen: Weihnachten naht. Und somit auch wieder die große Zeit der Betrüger, die versuchen, auf Shopping-Seiten ahnungslose Opfer um ihr Geld zu bringen und leider viel zu oft damit Erfolg haben.

Während wir stets den lokalen Handel empfehlen, um das Innenstadtsterben zu reduzieren, nicht zum Betrugsopfer zu werden und kostenlose Beratung zu bekommen, nutzen zahlreiche Menschen verschiedenste Online-Shops, um schnell und günstig an passende Geschenke zu kommen. Das wissen auch Betrüger und so verwundert es nicht, dass aktuell der Amazon Marketplace im Visier der Kriminellen ist.

Während immer mal wieder Phishing-E-Mails und andere Betrugsversuche bei Amazon die Runde machen, sind nun die Händler dran, die ihre Waren über den Marketplace an den Mann oder die Frau bringen wollen. Das Perfide dabei: Dieser Amazon-Betrug ist auf den ersten Blick kaum zu erkennen.

Amazon Marketplace: Amazon-Paket auf Fußboden, Weihnachtsbaum im Hintergrund. Bild: Unsplash/©Wicked Monday

Vor allem zum Jahresende nutzen viele das Online-Shopping, um noch schnell ein Geschenk zu kaufen. Bild: Unsplash/©Wicked Monday

Amazon-Betrug – so funktioniert er

Doch wie funktioniert denn nun der Amazon-Betrug beim Amazon Marketplace? Eigentlich ganz einfach: Die Cyberkriminellen stehlen die Amazon-Zugangsdaten der Händler und übernehmen so deren Konten. Besonders beliebt sind bei den kriminellen Betrügern natürlich Konten, die viele gute Bewertungen haben. Denn gute Bewertungen bedeuten, dass der Händler zuverlässig ist.

Sobald die Betrüger die Konten übernommen haben, stellen Sie Produkte ein, die sie deutlich unter aktuellem Marktwert anbieten. Beispiele sind ein E-Scooter, der im Original fast 900 Euro kosten sollte, nun aber für 450 Euro angeboten wird, oder eine neue Playstation, ebenfalls für 450 Euro, während seriöse Gebraucht-Angebote bei knapp 800 Euro liegen.

In beiden Fällen ist „Yudushop“ der Händler. Dabei handelt es sich um einen Händler, der eigentlich Deko, Schmuckkästchen, Bürozubehör und ähnliches anbietet, wie man auf seiner Homepage einfach feststellen kann. Das unter seinem Namen im Amazon Marketplace plötzlich Technik-Angebote zu finden sein sollen, sollte einen stutzig werden lassen.

Betrug im Amazon Marketplace

Hinter den gekaperten Konten der Amazon-Marketplace-Händler stecken vielfach seriöse, mittelständische Unternehmen, die einfach über Amazon eine breitere Kundschaft ansprechen wollen. Yudushop ist so ein Beispiel. Der Händler kommt aus Mönchengladbach, ist vor Ort sicherlich bekannt, und bietet an, dass alle Waren direkt im Lager angeschaut und mitgenommen werden können. Über den Amazon Marketplace erreicht er eine viel breitete Kundschaft für seine Produkte.

Kriminelle, die die Konten kapern, missbrauchen den Händlernamen, der grundsätzlich schuldlos am Datenklau durch die Betrüger ist. Der einzige Vorwurf, den man machen könnte, ist, dass das Passwort nicht komplex genug war und vermutlich keine Zwei-Faktor-Authentifizierung verwendet wurde.

Wie Sie Ihre Passwörter verwalten können und welche Passwort-Manager sich für verschiedene Ansprüche eignen, erfahren Sie bei uns im Blog. PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe berät Sie gern und übernimmt die Passwort-Manager-Installation.

Amazon Marketplace: Viele Pakete vor einer Haustür. Bild: Pexels/Kindel Media

Damit Ihre online gekauften Pakete ankommen, sollten Sie den Verkäufer stets prüfen. Bild: Pexels/Kindel Media

Unsere Tipps zu Ihrem Schutz

Ob Sie bei Amazon direkt oder über Amazon Marketplace einkaufen, ist nicht immer leicht zu erkennen. Aber natürlich lässt es sich herausfinden.

Sobald Sie ein Produkt aufrufen, erscheint am rechten Rand der Preis, sowie mehrere Button und darunter Infos zu Verkauf, Versand und Rückgaberichtlinien. Schauen Sie hier unbedingt nach, wer der Verkäufer ist und rufen Sie die Original-Webseite des Verkäufers auf. Passt das angebotenen Produkt überhaupt nicht zum sonstigen Shop-Angebot (wie in unserem Beispiel bei Yudushop), lassen Sie am besten die Finger davon.

Was passiert, wenn Sie den Kauf abschließen? Das Geld wird eingezogen, die Ware kommt aber nicht an. Zwar bekommen Sie dank A-bis-Z-Garantie Ihr Geld zurück, aber zunächst einmal haben Sie den Ärger und den Aufwand. Sollten Sie Opfer einer solchen Betrugsmasche werden, sollten Sie den Verkäufer über seine Homepage kontaktieren und ihn informieren.

_______________________________________________

Andere Stimmen zum Thema: PCWelt, Yudushop

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

2 Kommentare

  1. Gordon sagt:

    Wieder nur die halbe Geschichte und somit wertlos.

    Zum einen sind die betrügerischen Angebote sehr leicht zu erkennen und zum anderen sind dem regulären Anbieter wesentlich mehr Möglichkeiten zum Schutz seines Unternehmens auf Amazon gegeben und somit auch eine große Mitschuld zu benennen. Die Unternehmen verschließen ihren Laden ja auch nicht mit einem Zimmerschlüssel. Warum ist man dann beim virtuellen Laden so unglaublich nachlässig?

    Die „Cyberkriminellen“ stellen billige Angebote rein. Und dann? Wie Kunden betrogen werden, wird nicht erklärt und somit auch nicht, wie sie sich schützen können. Warum nicht?

    Es ist eben nicht so, dass die Betrüger die Ware über den Marktplatz verkaufen wollen, denn da greifen die Fraud Systeme von Amazon. Das eingenomme Geld wird einfach nicht ausgezahlt.

    Bitte das nächste Mal eine ordentliche Recherche, wenn man als seriöser Partner für Kunden sich anbiedert.

    1. PC-SPEZIALIST-Team sagt:

      Hallo Gordon!

      Ob betrügerische Angebote im Web leicht zu erkennen sind oder nicht, ist sicherlich von der Erfahrung eines jeden Einzelnen abhängig. Pauschal kann man auf jeden Fall nicht sagen, dass dieser Betrug leicht zu erkennen ist.
      Des Weiteren wird in unserem Beitrag genau erklärt, wie die Kunden betrogen werden. Anscheinend haben Sie den Artikel nicht bis zum Ende gelesen.
      Und im aktuellen Fall werden eben doch über den Marketplace Waren verkauft, nachdem die Kriminellen die Konten gekapert haben. Warum die Marktplatz-Händler ihre Konten nicht besser schützen, müssen Sie die Händler fragen. Fakt ist, der Kunde ist letztlich der Dumme, denn er hat den Ärger, dass er Ware gekauft hat, die er nicht bekommt.

      Viele Grüße
      Ihr PC-SPEZIALIST-Team