Mauer-App lässt Geschichte erleben
Author
Maren Keller, Mo, 9. Sep. 2019
in Smartphone & Tablet

Mauer-App lässt Geschichte erleben

Berliner Mauer in Augmented Reality

Sie teilte Ost- und West-Berlin, Freunde und Familie – die Berliner Mauer. Seit fast 30 Jahren gibt es sie schon nicht mehr, dafür allerdings eine Mauer-App. Sinn und Zweck: Während die Mauer heute zum Glück fast nirgends mehr erhalten ist, soll die App die Geschichte am Leben halten.

Für eine ganz Generation ist die Berliner Mauer ein kaum fassbarer Teil der Geschichte. Wir zeigen, wie eine App die Geschichte erlebbar macht.

Mauer-App MauAR – was kann sie?

Die Mauer-App MauAR gibt es bislang zwar nur für iOS, dennoch lohnt sie sich. Die Berliner Mauer teilte über Jahrzehnte eine Stadt und fiel vor 30 Jahren. Am 9. November 1989 öffnete sich die Mauer. Sie hatte 28 Jahre, zwei Monate und 28 Tage Freunde und Familie aus Ost- und West-Berlin getrennt. Sie verlief durch Gebäude, unterbrach Straßen. Aber wo genau stand sie?

Heute sind in Berlin kaum noch Teile von ihr zu finden. Wer wirklich noch ein Stück Mauer sehen möchte, muss suchen. Auch an die ehemaligen Grenzübergänge erinnert heute kaum noch etwas.

Mit der Mauer-App MauAR, die es bislang nur für iOS im AppStore gibt, könnt ihr euch in die Vergangenheit versetzen lassen. Seid ihr in Berlin zu Besuch, könnt ihr, nachdem ihr die App installiert habt, durch die Kamera-Funktion eures Handys die Berliner Mauer und ihre Geschichte erfahren.

MauAR zeigt Mauer und Wachtürme in Augmented Reality. Foto: Screenshot

Mauer-App MaurAR zeigt Ost und West

Der Name der Mauer-App MauAr ist eine Verknüpfung aus Mauer und AR, also Augmented Reality. Dank AR ist es möglich, dass ihr beim Spaziergang durch Berlin die Geschichte der Stadt mit ganz neuen Augen seht und den tatsächlichen Mauerverlauf erfahrt. Immerhin kennt eine ganze Generation die Mauer zum Glück nur noch vom Hörensagen. Mithilfe der App könnt ihr sehen, welchen Weg die Mauer mitten durch Berlin über eine Länge von 156 Kilometern nahm, wo der ehemalige Osten war und der ehemalige Westen Berlins endete.

Ihr könnt die App aber auch außerhalb Berlins verwenden und euch mit einem 3D-Modell zeigen lassen, wie sich die Mauer von einem Stacheldraht zu einem Steinwall mit Stacheldraht bis hin zu einem Grenzsperrsystem mit Wachtürmen entwickelt hat. Dafür müsst ihr lediglich die Kamera des Smartphones starten.

Geschichte im AR-Film erleben

Eine weitere Möglichkeit ist, sich die Geschichte in einem AR-Film erzählen zu lassen. Zwei Hauptdarsteller erzählen euch ihre Erlebnisse in den Jahrzehnten der Teilung. Die Kinder Andreas aus Ost-Berlin und Johanna aus West-Berlin lassen euch beispielsweise daran teilhaben, wie sie den Bau der Mauer erlebt haben.

Wenn sich am 9. November 2019 die Öffnung der Mauer zum 30. Mal jährt, könnt ihr auch diesen historischen Moment durch Andreas‘ und Johannas Augen erleben. In mehreren Kapiteln werden so die wichtigsten Ereignisse filmisch dargestellt.

Grundlage sind Dutzende Interviews mit Zeitzeugen auf beiden Seiten der Mauer, aus denen mit Originalerzählungen zwei Biografien erstellt wurden. Einen ersten Eindruck bekommt ihr auf der Homepage der Entwickler.

Die App-Screenshots zeigen Ausschnitte aus dem Kartenmaterial der App. Foto: Screenshots

Mit der App „Die Berliner Mauer“ unternehmt ihr geführte Touren entlang von Mauerresten und Denkmälern. Foto: Screenshot

Reise zur Mauer mit „Die Berliner Mauer“

Mit dem Thema Mauerfall beschäftigt sich auch die App „Die Berliner Mauer“. Sie wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung und Deutschlandradio veröffentlicht und ist sowohl für iOS als auch Android erhältlich.

Wisst ihr, wo die Mauer wirklich stand? Die App „Die Berliner Mauer“ gibt Antwort. Sie zeigt auf einer interaktiven Karte den ehemaligen Mauerverlauf. Zusätzliche Infos gibt es durch Fotos, Audioclips und Texte zu bedeutsamen Orten wie dem Brandenburger Tor oder dem Potsdamer Platz. Die App basiert auf der Webseite chronik-der-mauer.de.

Zwar könnt ihr mit dieser App, anders als mit MauAR, nicht direkt an der Mauer entlang spazieren, dafür bekommt ihr an mehr als 75 Sehenswürdigkeiten Informationen und könnt euch im Entdeckermodus auf Mauerreste aufmerksam machen lassen. Das Herzstück der App stellen „geführte Touren entlang von Mauerresten, Denkmälern und Orten [dar], an denen die Geschichte der Teilung Deutschlands geschrieben wurde“, heißt es auf chronik-der-mauer.de.

Dramatische Ereignisse in Ton und Bild

Die Mauer-App dokumentiert die Geschichte der Teilung. Angefangen vom Mauerbau bis hin zum Mauerfall vor 30 Jahren. Dafür nutzt sie etwa 250 Fotos, 50 Audios, 25 Videos und zahlreiche Texte. Sie alle geben euch die Ereignisse von damals historisch korrekt wieder.

Die Entwickler haben dabei besonderen Wert auf die möglichst genaue Wiedergabe des Mauerverlaufs mit Hinterlandmauer, Todesstreifen und Sperrelement gelegt. Denn während die Westberliner bis an die Mauer heran durften, gab es im Osten Sperrzonen und Todesstreifen, in der das Militär patrouillierte und die für das Volk absolut tabu waren.

In der App dominiert allerdings nicht die Sicht von West nach Ost auf die Mauer. Es gibt ebenso zahlreiche Fotos, wie die Ostberliner die Sperrzone gesehen haben. Die App ist – ebenso wie MauAR – kostenlos und sowohl in deutscher als auch englischer Sprache erhältlich. Da sie zum 50. Jahrestag des Mauerbaus veröffentlicht wurde, gibt es die App bereits seit 2011. Sie ist also längst nicht mehr neu auf dem Markt, hat aber an Aktualität nicht verloren.

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