Fragwürdiger Instagram-Spam
Author
Janina Kröger, Mi, 2. Okt. 2019
in Aktuelles

Fragwürdiger Instagram-Spam

Bei Instagram zu Gruppe hinzugefügt – und jetzt?

In Wellen erfassen Spam-Nachrichten die Social-Media-Plattform Instagram. Dabei erhaltet ihr die Nachricht: „XX möchte dich zu dieser Gruppe hinzufügen.“ Garniert ist die Einladung in die Instagram-Gruppe mit dem Bild einer leicht bekleideten Frau. Eindeutig: Das ist Instagram-Spam.

Was es mit dem Instagram-Spam auf sich hat und was ihr dagegen tun könnt, lest ihr bei uns.

Instagram-Spam – ungefragt zu Gruppe hinzugefügt

Das nervt: Ihr erhaltet eine Benachrichtigung über eine Nachricht bei Instagram, ruft die App auf und dann ist es nichts anderes als Instagram-Spam. Aber was genau ist das zu sehen? Es handelt sich hier meistens um eine Einladung in einen Gruppen-Chat. Neben der Information „XY möchte dich zu dieser Gruppe hinzufügen“ wird euch das Bild einer aufreizend gekleideten, attraktiven Frau angezeigt – einer Frau mit ganz offensichtlichen Reizen.

Eine ganze Reihe anderer Nutzer scheint bereits Teil dieser Instagram-Gruppe zu sein. Ihr kennt davon aber höchstwahrscheinlich niemanden. Also: Was hat es mit dieser Gruppe auf sich und warum werdet ihr einfach zur dieser Gruppe hinzugefügt?

Der Hinweis „Klicken Sie auf die Schaltfläche unten“ und der seltsame Name der einladenden Person – eine Kombination aus real erscheinendem Namen und einer Zahlenfolge – verraten schon den Grund hinter dieser fragwürdige Gruppen-Einladung: Es handelt sich um Instagram-Spam.

Zu sehen sind drei Screenshots aus der Instagram-App mit Instagram-Spam. Sie zeigen die Einladung in einen Instagram-Chat, die Melden-Funktion und die Benachrichtigung über blockierte Personen. Bild: Screenshots Instagram

So könnt ihr die Einladenden des fragwürdigen Instagram-Spams melden. Bild: Screenshots Instagram

Instagram-Spam über Sex-Spam-Bots

Diese Art von Instagram-Spam kommen – so weit es sich beobachten lässt – in Wellen. Aktuell hat so eine Welle wieder ganz stark die Social-Media-Plattform erfasst. Warum? Dafür gibt es nicht wirklich eine Erklärung. Cyberkriminelle versuchen einfach immer wieder, ihre Betrügereien auf diese Weise durchführen zu können. In diesem Fall nutzen sie sogenannte Sex-Bots, die euch über den Link auf eine fremde Webseite locken sollen.

Und diese Seiten haben es in sich. Manchmal handelt es sich um pornographische Seiten; manchmal geht es den Kriminellen aber auch einzig und allein darum, an eure Daten zu kommen; oder – im schlimmsten Fall – ihr fangt euch über den Link oder den Besuch der verlinkten Webseite einen Virus ein.

Egal, welcher Fall nun zutrifft: Wenn ihr eine Einladung in so einen Instagram-Gruppen erhaltet, solltet ihr dem Link auf gar keinen Fall folgen – es kann sich nur um eine Falle handeln!

Lässt sich der Spam verhindern?

Das Problem ist: Seid ihr einmal Opfer dieser Instagram-Spam-Kampagne geworden, haben euch die Spam-Bots der Cyberkriminellen erst mal auf dem Schirm, sodass ihr davon ausgehen könnt, weitere solcher Nachrichten zu bekommen. Leider gibt es aktuell noch keine Option in den Einstellungen, über die ihr das Hinzufügen in solche Gruppen verhindert könnt.

Trotzdem haben wir eine kleine Anleitung für euch, wie ihr mit dem Instagram-Spam umgehen solltet:

  • Instagram-Spam melden: Damit Instagram den Spam-Bots Herr werden kann, ist es enorm wichtig, dass ihr den in die Gruppe einladenden Instagram-Account meldet. Dazu tippt im geöffneten Gruppen-Chat ganz oben auf die Information zu den Gruppenmitgliedern. Es öffnet sich daraufhin ein Fenster mit der Liste aller Account-Namen. Hier sucht ihr den Einladenden aus, tippt auf die drei Punkte und schon könnt ihr den Account blockieren und melden. Wenn ihr die „Person“ meldet, wird sie auch direkt blockiert.
  • Gruppe verlassen: Zurück in der Gruppe erhältst du automatisch die Nachricht, dass du jemanden in dieser Gruppe blockierst. Dir werden drei Handlungsoptionen gegeben – in der Gruppe bleiben, Gruppe verlassen und abbrechen. Hier solltet ihr die Option „Gruppe verlassen“ wählen.
  • Instagram privat einstellen: Einen Versuch wert ist es außerdem, euren eigenen Account auf privat einzustellen. Dazu geht ihr zu eurem Profil, dann oben auf die drei Balken, danach auf die Einstellungen ganz unten, wählt dort den Punkt Privatsphäre aus und stellt dort die Konto-Privatsphäre auf privat. Nutzer berichten allerdings, dass auch diese Methode nicht vollständig vor dem Instagram-Spam schützt.

Mit diesen Tipps könnt ihr die Instagram-Spam-Nachrichten zwar nicht vollständig abblocken. Aber zumindest verhindert ihr, dass euch ein und derselbe Spam-Bot noch einmal belästigt.

Instagram-Probleme ernst nehmen

Instagram scheint mit dem Ausschalten der Spam-Bots und Fake-Profile definitiv überfordert zu sein. Andernfalls würde es nicht immer wieder zu solchen Instagram-Spam-Wellen kommen. Immerhin bekommt ihr nach unserer Erfahrung schon wenige Tage, nachdem ihr ein solches Profil gemeldet habt, eine Nachricht darüber, dass das Konto entfernt worden ist.

Instagram bedankt sich bei euch und versichert, dass der Inhaber des besagten Kontos nicht erfährt, wer ihn gemeldet hat. Und weiter: Meldungen wie deine sind wichtig, damit Instagram auch weiterhin ein sicherer Ort bleibt, an dem sich alle wohlfühlen.

Ihr seht: Ihr solltet die fragwürdigen Instagram-Accounts auf jeden Fall sofort melden – vor allem, wenn ihr in eine Gruppe hinzugefügt werden, in der kinderpornographische Inhalte zu sehen sind. Hier macht ihr euch sogar strafbar, wenn ihr den einladenden Instagram-Account, nicht meldet.

Zu sehen ist ein Screenshot aus Instagram. In einer Nachricht bedankt sich die Plattform für das Melden des Instagram-Spams. Bild: PC-SPEZIALIST

Diese Nachricht bekommt ihr, wenn ihr den Instagram-Spam gemeldet habt. Bild: PC-SPEZIALIST

Virus durch Instagram-Spam eingefangen?

Habt ihr auch schon solche Instagram-Spam-Einladungen erhalten oder wurdet bei Instagram ungefragt in eine Gruppe hinzugefügt? Berichtet uns in den Kommentaren von euren Erfahrungen.

Falls ihr bereits in die Falle getappt und dem Link gefolgt seid, macht ihr euch jetzt vielleicht Sorgen, ob ihr euch möglicherweise einen Virus eingefangen habt. Am besten ist, ihr stattet in diesem Fall dem PC-SPEZIALISTEN in eurer Nähe einen Besuch ab. Er kann euer Gerät einer Virenprüfung unterziehen und übernimmt auf Wunsch selbstverständlich auch die Virenentfernung.

Vielleicht benötigt ihr auch einen guten Virenschutz, um euch vor solchen Fällen abzusichern. Dann nehmt am besten einfach Kontakt zu unserem Profi auf und lasst euch zu den Optionen beraten.

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