Crossplay verbindet Konsolen
Author
Susanna Hinrichsen-Deicke, Di, 8. Okt. 2019
in Games

Crossplay verbindet Konsolen

Plattformübergreifende Spiele revolutionieren Gaming

Crossplay ist die nächste große Entwicklung für die Spielebranche. Ab jetzt heißt es also: Egal ob PC oder Spielkonsolen – mehrere Nutzer mit unterschiedlicher Hardware können das gleiche Spiel zusammen spielen.

Warum Crossplay erst jetzt groß raus kommt, welche Vorteile und Nachteile es gibt und welche Spiele es bereits ermöglichen, erfahrt ihr bei uns.

Crossplay: Jetzt ist auch die Playstation bereit

Unterschiedliche Hardware beim Zocken stellte bislang immer ein Hindernis dar. So spaltete die Frage, ob man PC, Xbox oder Playstation spiele, oftmals die Lager. Und nicht nur die Hardware an sich ist ausschlaggebend. Auch ist nicht jedes Spiel für jede Hardware verfügbar. Exklusive Playstation oder Xbox-Spiele beeinträchtigen ebenso die Auswahl der Spiele.

Doch die Ära könnte jetzt ein Ende haben, denn Jim Ryan, CEO von Sony, hat nun das Ende der Beta-Phase für Crossplay mit der Sony Playstation verkündet. Was heißt das? Durch Crossplay können Spieler zusammen spielen und sind unabhängig von der Hardware, die die unterschiedlichen Player nutzen.

Hardware-seitig ist also der Grundstein gelegt. Jetzt ist es an den Spiele-Entwicklern, die Funktion in ihre Titel einzubauen und Crossplay-Games zu entwickeln. Ein Meilenstein dürfte dabei das neue „Call of Duty: Modern Warfare“ sein, das Mitte September in einer Open-Multiplayer-Beta getestet werden konnte und am 25. Oktober erscheint.

Das Bild zeigt einen Screenshot aus dem Spiel Call of Duty: Modern Warfare, welches man Crossplay spielen kann. Bild: Screenshot, Gameinformer

Call of Duty: Modern Warfare wird als das erste große Spiel gehandelt, das Crossplay ermöglicht. Bild: Screenshot, Gameinformer

Crossplay: Warum zieht Sony jetzt erst mit?

Warum macht Sony erst jetzt beim Crossplay mit? Ganz so stimmt das nicht. Denn bereits der Erfolgstitel „Fortnite“ läutete bei Sony ein Umdenken ein, dass im September 2018 begann. Die Fortnite Crossplay-Beta ermöglichte es Spielern an plattformübergreifenden Multiplayerpartien teilzunehmen (PlayStation 4, Android, iOS, Nintendo Switch, Xbox One, Microsoft Windows, und Mac).

Vor diesem Schritt gab es immer Vorbehalte seitens des Konzerns. So wurden zum Beispiel Bedenken für den Jugendschutz oder technische Aspekte angeführt. Doch diese hat der Konzern jetzt beiseite geschoben. Ein Grund dürfte die wachsende Konkurrenz durch Google Stadia sein.

Ein anderer Grund ist die weiterhin große Gamer-Gemeinschaft. Allein in Deutschland gibt es über 34 Millionen Gamer. Damit werden alle eingeschlossen, die – egal ob über den PC, eine Konsole, ein Smartphone oder Tablet – regelmäßig Computer- und Videospiele spielen. Durch Crossplay ist unwahrscheinlich, dass diese Zahl zukünftig sinkt. Auf dieses Geschäft kann auch Sony nicht verzichten.

Welche Herausforderungen bringt Crossplay?

Ein Problem bei den plattformübergreifenden Multiplayerpartien sind die Steuerungstypen. Ein konkreter Unterschied zeigte sich in der Beta des Ego-Shooters „Call of Duty: Modern Warfare“. Spieler von Controller und Maus sind hier standardmäßig getrennt. Der Grund ist, dass Maus-Spieler wegen der präzisen Steuerung gerade bei Shootern im Vorteil sind.

Dies lässt sich durch die Zielhilfe in der Controller-Steuerung, den sogenannten Aim-Bot, nicht komplett übergehen. Für Profis lassen sich diese Einschränkungen allerdings auf Wunsch deaktivieren.

Auch das Thema Jugendschutz sollte hier nochmal auf den Plan gerufen werden. Xbox beispielsweise bietet Eltern die Chance die Jugendschutz-Funktionen mittels eines Kinderkontos zu nutzen. Sollten Eltern um den Schutz ihres Kindes besorgt sein, wenn es Crossplay nutzt, können Eltern Crossplay in den Einstellungen des Kinderkonto deaktivieren.

Das Bild zeigt ein Wallpaper des Spieles Minecraft, welches bereits seit 2017 Crossplay für die Player anbietet. Bild: Minecraft

Minecraft ist eine Legende auf dem Gaming-Markt und ermöglicht Crossplay bereits seit 2017. Bild: Minecraft

Crossplay schon seit 2017 erfolgreich im Einsatz

Das neue „Call of Duty: Modern Warfare“ wird zwar aktuell als erster Schritt in der Crossplay-Revolution gehandelt, aber Kenner wissen, dass der Klassiker „Minecraft“ hier bereits vorher Meilensteine setzte. So trat das Better-together-Update bei „Minecraft“ schon im September 2017 in Kraft. Spieler der Plattformen Xbox, Android, iOS, Nintendo und Windows 10 können seitdem zusammen spielen. Doch die Playstation fehlt bislang.

Mit der Etablierung von Crossplay kommt gleichzeitig aber auch die Frage auf, ob die Konsolen-Hersteller wie Xbox und Playstation zukünftig ihr Geschäftsmodell abändern müssen. Denn wenn Spiele nicht mehr exklusiv für Plattformen verfügbar sind, ist auch die Bindung zu den Herstellern gelockert.

Auch auf welche Hardware Freunde und Familie setzen, um gemeinsam spielen zu können, ist nun kein ausschlaggebendes Kaufkriterium mehr. Wie die Microsoft, Sony und Co. diese neuen Herausforderungen angehen, bleibt abzuwarten.

Crossplay: Wie seht ihr das?

Freut ihr euch über die Möglichkeit, bald mit euren Freunden zu zocken – egal welches Gerät ihr nutzt? Oder war dieses Problem für euch nie relevant, weil ich eh lieber allein zockt? Wir sind gespannt auf eure Meinung. Lasst sie uns in den Kommentaren wissen.

Vielleicht habt ihr aber auch beim Spielen der „Call of Duty: Modern Warfare“-Beta gemerkt, dass eure Grafikkarte euch nicht mehr zu spielerischen Höchstleistungen bringt. Euer PC-SPEZIALIST vor Ort berät euch gerne bei der Wahl und dem Einbau einer neuen Grafikkarte oder bei anderen Hardware-Komponenten, die euren Gaming-PC wieder auf Vordermann bringen. Gern steht euch unser Experte vor Ort aber auch zur Verfügung, wenn ihr noch nicht so recht wisst, was genau eure alte Hardware wieder auf Vordermann bringt. Unsere erfahrenen Experten helfen euch gern weiter.

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