Funkloch-App
Author
Maren Keller, Di, 19. Nov. 2019
in Aktuelles

Funkloch-App

Bundesnetzagentur veröffentlicht erste Funkloch-Karte

Die Funkloch-App ist eine App, mit der ihr melden könnt, wie gut die Netzabdeckung dort ist, wo ihr euch gerade aufhaltet. Jetzt hat die Bundesnetzagentur eine erste Karte herausgegeben, die zeigt, wie gut das Handynetz an welchem Ort ist.

Wir ihr die Karten nutzen könnt und seit wann es sie gibt, erfahrt ihr bei uns.

Funkloch-App zeigt viele weiße Flecken

Dass Deutschland in Sachen Mobilfunkausbau einem Entwicklungsland gleicht, ist längst nichts Neues mehr. Die Kritik an der digitalen Infrastruktur ist denn auch lang – angefangen bei vielen „weißen Flecken“ bis hin zu nicht konkurrenzfähig. Immerhin hat die Bundesregierung in ihrer Digitalklausur am vergangenen Wochenende beschlossen, über eine Milliarde Euro für den Bau neuer Mobilfunkmasten in die Hand zu nehmen. So mahnte denn auch der Branchenverband Bitkom mehr Tempo an. „Im Koalitionsvertrag steht 297 Mal das Wort ‚digital‘, dennoch fällt Deutschland im internationalen Digitalvergleich weiter zurück“, erklärte Verbandspräsident Achim Berg gegenüber dem General Anzeiger.

Dazu passt dann auch die jüngst von der Bundesnetzagentur veröffentlichte Funkloch-Karte, die ihr über die Funkloch-App in eurem Web-Browser aufrufen könnt. Auch wenn die Karte auf den ersten Blick recht lila aussieht und somit für guten Netzausbau steht, der Eindruck täuscht. Vergrößert ihr die Kartenansicht oder sucht nach einem speziellen Ort, dann überwiegt häufig die weiße oder blaue Farbe, die für keinen Empfang steht.

Screenshot der Netzabdeckungs-Karte, basierend auf Daten der Funkloch-App. Bild: Screenshot Breitbandmessung

Die große Übersichtskarte der Funkloch-App zeigt vor allem eine gute Netzabdeckung. Im Detail sieht es dann anders aus. Bild: Screenshot Breitbandmessung

Vielfältige Nutzung der Funkloch-App

Wenn ihr die Funklock-App aufruft, könnt ihr oben rechts einen Ort eingeben, von dem ihr wissen möchtet, welche Mobilfunkverbindung euch dort zur Verfügung steht. Standardmäßig ist eingestellt, dass der Wert aller Mobilfunkbetreiber innerhalb der vergangenen zwölf Monate für alle Arten der Netzabdeckung angegeben wird. Wofür die einzelnen Ziffern (2G, 3G und 4G) stehen, erfahrt ihr in unserem Blogbeitrag über die Netzabdeckung.

Die Filter könnt ihr aber natürlich verändern. Seid ihr Telekom-Kunde, interessiert euch die Abdeckung von Vodafone vermutlich nicht. Wählen könnt ihr zwischen den Netzbetreibern Telekom, Telefónica und Vodafone. Auch den Zeitraum der Netzabdeckung könnt ihr einschränken. Zur Auswahl stehen Zeiträume zwischen drei und 24 Monaten. Außerdem entscheidet ihr, welche Netzabdeckung euch angezeigt wird: Die Angaben variieren zwischen „kein Empfang“ und 4G.

Ergebnisse der Mobilfunkabdeckung

Bei der Nutzung der Funkloch-App müsst ihr aber beachten, dass ihr nur Angaben zur Netzabdeckung bekommt, wenn jemand die App bereits verwendet hat und einen Ort gemeldet hat. Wenn ihr also einen weißen Fleck auf der Karte seht, dann heißt das nicht automatisch, dass dort kein Empfang ist. Und wenn jemand im Rahmen seines Mobilfunkvertrages nur 3G nutzen kann, erfasst die App auf dem Handy keine Daten über die 4G-Abdeckung. All das müsst ihr bei der Nutzung der App im Hinterkopf behalten.

Angezeigt werden die Ergebnisse der Messungen in Waben, die ihr euch in mehreren Zoomstufen genauer angucken könnt. Aber die Bundesnetzagentur weist darauf hin, „dass die Messpunkte nicht gleichmäßig über das Bundesgebiet und auch nicht gleichmäßig innerhalb einer Wabe verteilt sind. Die Ergebnisse sind aussagekräftiger, je mehr Messpunkte von unterschiedlichen Nutzern hinterlegt sind. Die Ergebnisse können nach Regionen und Netzen variieren.“

Die Funkloch-App zeigt, wie gut das Netz der unterschiedlichen Anbieter im Örtchen Spenge in Ostwestfalen ist. Bild: Screenshots Breitbandmessung/Montage PC-SPEZIALIST

Dreimal Netzabdeckung in Spenge: Die Anbieter Telekom (links), Telefónica (Mitte) und Vodafone haben unterschiedlich gute Netze. Bild: Screenshots Breitbandmessung/Montage PC-SPEZIALIST

Karte zur Funkloch-Abdeckung braucht viele Nutzer

Wie unterschiedlich die Netzabdeckung sein kann, zeigt das beschauliche Spenge, eine kleine Gemeinde im ostwestfälischen Flachland. Klickt ihr euch nacheinander durch die einzelnen Netzbetreiber, ist leicht erkennbar, welcher Betreiber das beste Netz zur Verfügung stellt.

Auch in Marienborn gibt es Auffälligkeiten: Während die Zufahrtsstraßen zu dem kleinen Städtchen noch mit 4G ausgestattet sind, ist innerorts gar kein Empfang vorhanden. Und in Halle in Westfalen ist in der Kleinstadt größtenteils 4G vorhanden, im Nachbarörtchen Ascheloh gibt es dagegen teilweise überhaupt keinen Empfang.

Ihr seht, nur wenn die Funkloch-App von möglichst vielen Usern genutzt wird, lassen sich zuverlässige Aussagen über die Mobilfunkabdeckung treffen. Über den Button „Funklöcher erfassen“ bekommt ihr Infos, wie ihr selbst dazu beitragen könnt, Funklöcher bekannt zu geben. Ladet euch einfach aus dem jeweiligen App Store (Google/Apple) die App herunter und folgt den Anweisungen auf eurem Handy.

Eure Meinung zur Funkloch-App ist gefragt

Wie findet ihr die App? Werdet ihr sie benutzen oder nutzt ihr sie sogar schon? Denkt ihr, dass der Druck auf die Verantwortlichen durch eine öffentliche Verbreitung, wo welches Netz ist, größer wird, sodass der Ausbau des Mobilfunks schneller voranschreitet? Immerhin wurde in Meseberg gerade beschlossen, mehr als eine Milliarde Euro in den Bau neuer Mobilfunkmasten zu investieren. Teilt uns eure Meinung in unseren Kommentaren mit.

Übrigens, auch bei eurem Smartphone solltet ihr an den Virenschutz denken. PC-SPEZIALIST vor Ort berät euch umfassend zu den gängigen Produkten. Und nicht nur eure mobilen Geräte sollten stets gut geschützt vor Angriffen von außen sein. Auch euren heimischen PC dürft ihr den Gefahren des Internets nicht ungeschützt aussetzen. Sonst drohen Datenverlust, Datenklau oder Verschlüsselung. Wir empfehlen den besten Schutz: das Eins-für-Alles-Paket von PC-SPEZIALIST, mit dem ihr rundum sorglos im Internet surfen könnt.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.