Karte gesperrt
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Maren Keller, Di, 30. Jun. 2020
in Aktuelles

Karte gesperrt

Phishing eurer Mastercard-Daten droht

Das Zahlen mit Karte wird immer populärer. Vor allem in der Corona-Krise greifen immer mehr Bürger beim Bezahlen in Supermarkt und Co. zur Karte. Doch es droht Ungemach, wenn ihr eine E-Mail erhaltet mit dem Hinweis, dass eure Karte gesperrt ist.

Worum es geht und was ihr dann tun solltet, erfahrt ihr bei uns.

Karte gesperrt – Mastercard betroffen

Unterschiedlichste E-Mails, die angeblich vom Mastercard-Kundenportal oder dem Kundenservice stammen, werden gerade in Massen versendet, berichtet verbraucherschutz.com. In verschiedenen Worten vermitteln die Absender immer dieselbe Botschaft: Ihr habt angeblich eure Daten nicht aktualisiert, deshalb wird eure Karte gesperrt. Notwendig sei die Aktualisierung, um alle relevanten Infos in Bezug auf eure Karte zu haben. Nur dann könne die Bank auf mögliche finanzielle Schäden schnell reagieren.

Mit der aktuellen E-Mail werden euch noch einmal 48 Stunden gegeben, um die Daten im verlinkten Formular auf den neuesten Stand zu bringen. Macht ihr das nicht, droht euch die endgültige Kontoschließung, die Kosten in Höhe von 49,99 Euro zur Folge hat.

Na klar, bei einer solchen Androhung ist jeder gewillt, das Formular auszufüllen und abzusenden. Denn wer will schon Scherereien mit seiner Bank haben? Aber Stop! Kann das wirklich sein, dass Mastercard Konten schließt, wenn ihr eure Daten nicht aktualisiert?

Jeanshosentasche mit vier Mastercard-Kreditkarten symbolisiert das Karte gesperrt ist. Bild: Pixabay

Zahlreiche Mastercard-Kreditkarten sind in Umlauf. Jetzt droht Phishing. Bild: Pixabay

Ist Mastercard eine Bank?

Zunächst einmal ist es so, dass ihr bei der Bank eurer Wahl Kunde seid und euch eure Bank die EC-Karte oder Kreditkarte zur Verfügung stellt. Mastercard ist keine Bank, sondern nur eine Gesellschaft für Zahlungskarten, so zumindest steht es bei Wikipedia. Dazu gehören auch die anderen Großen im Geschäft: Visa und American Express.

Wenn Mastercard also keine Bank ist, sondern nur die Karten über eure Bank ausgibt, dann kann es nicht möglich sein, das Mastercard eure Konten sperrt. Denn das kann nur eure Bank. Wieso aber schickte dann Mastercard die Aufforderung, die Kontodaten zu aktualisieren, um eine Schließung des Kontos zu verhindern? Ganz einfach: Die E-Mail stammt nicht von Mastercard, sondern von Kriminellen, die den Namen des Unternehmens missbrauchen.

Karte gesperrt – was tun?

Was hat es nun also mit der Drohung auf sich, dass euer Konto gesperrt wird? Die Antwort ist kurz und einfach: nichts. Es handelt sich lediglich um eine Androhung oder Einschüchterung, damit ihr ohne nachzudenken den Formularlink anklickt und das Formular ausfüllt.

Wenn ihr das tut, erhalten die Kriminellen Zugriff auf eure Kontodaten, auf eure Online-Passwörter und alles, was sie wissen müssen, um euch das Geld aus der Tasche beziehungsweise vom Konto zu ziehen. Eventuell fordern sie sogar ein Bild von Vorder- und Rückseite eurer Karte. Kommt dieser Forderung auf keinen Fall nach. Ignoriert die E-Mail, löscht sie am besten ohne weitere Klicks auf integrierte Links.

Ganz vermeiden könnt ihr solche gefährlichen Phishing-E-Mails nicht, denn immer wieder werden Daten gehackt und im Darknet verkauft. Auch Mastercard hatte schon ein Datenleck, wie ihr bei uns im Blog lesen könnt. In unserem Ratgeber Was ist Phishing? erklären wir die Vorgehensweisen der Kriminellen und wie ihr euch schützen könnt. Einen passenden Antiviren-Schutz oder das Rundum-sorglos-Paket namens Eins-für Alles-Paket bekommt ihr bei eurem PC-SPEZIALIST vor Ort.

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