Amazon-Fake-Mails kursieren
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Janina Kröger, Di, 14. Jul. 2020
in Aktuelles

Amazon-Fake-Mails kursieren

Gefälschte E-Mails von Amazon machen aktuell die Runde

Alte Masche, neue Serie: Es sind wieder einmal Amazon-Fake-Mails unterwegs – und zwar massenweise. Die E-Mails sind mit korrekter Adresse und gut gefälschtem Design leider so gut gemacht, dass viele Empfänger darauf hereinfallen. 

Wie die falschen Amazon-E-Mails aussehen und womit Sie dieses Mal locken, erfahrt ihr bei uns. 

Amazon-Fake-Mails kommen immer wieder

Dass im Namen von Amazon Fake-E-Mails versendet werden, ist nichts Neues. Entsprechend oft haben wir auch schon bei uns im Blog über falsche Amazon-Mails berichtet. Da ging es mal um eine angebliche reBuy-Bestellung, ein anderes Mal um eine vermeintliche Gesetzesänderung, dann um eine Verifizierung der Amazon-Kundendaten. Und wieder andere Phishing-Kampagnen drehten sich um eine Sicherheitsmeldung von Amazon und einer Meldung mit dem Betreff „Konto deaktiviert“.

An Einfallsreichtum mangelt es den Hintermännern dieser bösartigen Kampagnen also nicht. Sie sind inzwischen sogar so kreativ, dass aktuell eine ganze Reihe unterschiedlicher Amazon-Fake-Mails kursieren. Auf der Seite verbraucherschutz.com werden diese gesammelt. Vielleicht habt auch ihr eine verdächtige Amazon-Mail bekommen? Wichtiger Hinweis: Amazon selbst hat mit dem Versand dieser E-Mails nichts zu tun.

Zu sehen ist der Screenshot von aktuellen Amazon-Fake-Mails. Bild: verbraucherschutz.com

Diese und weitere Amazon-Fake-Mails kursieren aktuell. Bild: verbraucherschutz.com

Das sind die aktuellen Amazon-Fake-Mails

Offenbar verbreiten die Cyberkriminellen seit einigen Tagen wieder vermehrt verschiedene Versionen von Amazon-Fake-Mails. In der jeweiligen Betreffzeile sind Hinweise wie „Wichtige Mitteilung!“, „Benachrichtigung: Ihr Konto wurde gesperrt“, „Wichtige Informationen zu Ihren Einstellungen“ oder „In Ihrem Konto ist ein Fehler aufgetreten. Bitte prüfen Sie Ihr Konto sofort.“ zu finden.

All diese falschen Amazon-Mails haben gemeinsam, dass es darin einen sogenannten Call-to-Action-Button gibt. Ihr sollt dazu verleitet werden, darauf zu klicken, dadurch zu einer gefälschten Webseite zu gelangen und dort eure Benutzerdaten einzugeben. Ein klarer Fall also von Amazon-Phishing. Was Phishing genau ist, könnt ihr in unserem Ratgeber nachlesen.

Das Problem an der Sache: Sowohl die Amazon-Phishing-Mails als auch die gefälschten Webseiten sind so gut gemacht, dass ihr sie nur schwer von der echten Amazon-Seite unterscheiden könnt. Solltet ihr darauf hereinfallen und eure Nutzerdaten eingeben, werden oft noch weitere sensible Daten abgefragt – darunter Adresse, Kreditkarteninformationen, Verfügungsrahmen und Bankverbindung. Möchtet ihr wirklich, dass solche Daten in die Hände von Kriminellen geraten?

Auf Amazon-Fake-Mails hereingefallen?

Vielleicht ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen und ihr habt eure Daten auf einer Amazon-Phishing-Webseite angegeben. Dann solltet ihr als erstes sämtliche Beweise sichern, damit ihr den Hacker anzeigen könnt und eventuelle unrechtmäßige durchgeführte Zahlungen bei eurer Bank rückgängig zu machen. Am einfachsten geht das über Screenshots. Anschließend empfehlen wir euch, die folgenden Schritte durchzuführen:

  • Prüft, ob ihr euch noch mit euren Anmeldedaten auf der echten Amazon-Webseite anmelden könnt,
  • Sofern das funktioniert, solltet ihr unbedingt als erstes ein neues Passwort eingeben. Wichtige Hinweise zur Passwortsicherheit findet ihr bei uns im Ratgeber. Falls ihr dasselbe Passwort auch für andere Online-Konten verwendet, ändert es auch dort. Grundsätzlich solltet ihr es vermeiden, ein und dasselbe Passwort mehrfach zu verwenden.
  • Kontrolliert nun eure bei Amazon hinterlegten Informationen. Es ist zum Beispiel möglich, dass der Hacker inzwischen die E-Mail-Adresse geändert hat. Auch Bankverbindung, Lieferadresse, Handynummer und ausgelöste Bestellungen solltet ihr überprüfen. Ihr findet eine ungewünschte Bestellung? Dann setzt euch unmittelbar mit Amazon in Verbindung.
  • Richtet die Zwei-Schritt-Verifizierung ein. Damit geht ihr auf Nummer sicher, dass in Zukunft keine unbefugten Dritten Zugang zu eurem Amazon-Konto bekommen.
  • Erstattet Strafanzeige bei der Polizei. Das geht entweder online oder bei der nächsten Polizeidienststelle.

Eurer Passwort ist in der Zwischenzeit durch den Hacker geändert worden? Dann versucht, über die Funktion „Passwort vergessen“ ein neues Passwort anzufordern. Solltet ihr damit Erfolg haben, führt ihr anschließend die oben genannten Schritte durch. Hat der Hacker allerdings auch eine neue E-Mail-Adresse hinterlegt, habt ihr schlechte Karten. Es bleibt euch nur, euch telefonisch mit Amazon in Kontakt zu setzen.

Amazon-Phishing – geht auf Nummer sicher!

Manche Phishing-Kampagne haben es nicht nur auf eure Daten abgesehen, sondern bringen zudem Malware auf eure Geräte. Sollten bei Computer, Laptop oder Handy irgendetwas anders sein als sonst, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass ihr euch bereits einen Virus eingefangen habt. Ein Indiz könnte zum Beispiel sein, dass euer Gerät von jetzt auf gleich viel langsamer ist.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob Schadsoftware euer System befallen hat, wendet euch am besten an PC-SPEZIALIST in eurer Nähe. Unser Fachmann findet mit einer Systemprüfung schnell heraus, ob etwas nicht stimmt und führt bei einem tatsächlichen Befall eine gründliche Virenentfernung durch. Nehmt Kontakt auf und lasst euch beraten.

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