Elektronischer Personalausweis
Author
Janina Kröger, Mi, 15. Jul. 2020
in Verschiedenes

Elektronischer Personalausweis

Was funktioniert die Online-Ausweisfunktion?

Elektronischer Personalausweis kommt mit Online-Funktion – das ist eine Nachricht, die im Jahr 2010 neu war. Durchgesetzt hat sich der Online-Personalausweis bis heute noch nicht. Oder habt ihr ihn schon einmal genutzt?

Welche Online-Funktionen die eID hat und wie die Aussichten sind, erfahrt ihr bei uns.

Elektronischer Personalausweis – schon genutzt?

Vielleicht erinnert ihr euch noch dunkel daran, dass ihr, als ihr zuletzt einen neuen Personalausweis abgeholt habt, dabei auch einen Informationszettel zur Online-Funktion erhalten habt. Aber habt ihr euch anschließend auch damit befasst und die sogenannte eID – so die Abkürzung für „electronic identity“ – sogar schon einmal genutzt? Vermutlich eher nicht.

Das liegt dann wohl daran, dass es in Deutschland noch nicht allzu viele Möglichkeiten gibt, den Online-Ausweis zu nutzen. Allerdings wollen Bund und Länder jetzt richtig loslegen und bis zum Jahr 2022 mehr als 500 Verwaltungsleistungen auch online anbieten – angefangen beim Antrag für einen Personalausweis bis hin zum Antrag auf Elterngeld. Dieses Vorhaben soll durch das Onlinezugangsgesetz realisiert werden.

Ob dabei wohl Estland als Vorbild genommen wird? Dort ist man in Sachen Digitalisierung schon deutlich weiter. 99 Prozent aller staatlichen Verwaltungsleistungen laufen dort vollkommen im Netz ab. 3.000 Dienstleistungen können die Estländer bequem online erledigen. Nicht schlecht, oder?

Zu sehen sind Vorder- und Rückseite des Personalausweises mit Erklärungen. Es geht um das Thema elektronischer Personalausweis. Bild: BMI

So ist der Personalausweis aufgebaut. Und wie funktioniert unser elektronischer Personalausweis? Bild: BMI

Elektronischer Personalausweis mit wenigen Funktionen

Welche Funktionen unser elektronischer Personalausweis jetzt schon hat, lässt sich nicht so einfach zusammenfassen. Das Problem: Jedes Bundesland, sogar jede Kommune, kocht in Sachen Personalausweis-Online-Funktion ihr eigenes Süppchen. Das könnt ihr online beim Personalausweisportal sehen. Dort findet ihr zunächst eine Deutschlandkarte und müsst darauf das jeweilige Bundesland auswählen. Darunter sind dann Kreise, Städte und Kommunen aufgeführt, inklusive ihrer jeweiligen Online-Dienste.

Für ganz Deutschland lässt sich erst einmal eine Funktion festhalten: Mit dem elektrischen Personalausweis könnt ihr im Internet eure Identität beweisen und theoretisch eine rechtsverbindliche Unterschrift leisten. Aktuell könnt ihr dadurch zum Beispiel beim Kraftfahrt-Bundesamt euren aktuellen Punktestand abfragen, über das BAföG-Portal eures Bundeslandes einen BAföG-Antrag stellen und auf euer Rentenkonto bei der Deutschen Rentenversicherung zugreifen. Die weiteren Möglichkeiten findet ihr beim erwähnten Personalausweisportal.

Wie funktioniert der Online-Ausweis?

Ihr fragt euch an dieser Stelle vielleicht, wie der Online-Ausweis funktioniert. Der heutige Personalausweis ist mit einem Chip ausgestattet. Darin gespeichert sind Name, Anschrift, Geburtstag und gegebenenfalls Künstler- oder Ordensname und akademischer Titel. Um die Online-Ausweisfunktion nutzen zu können, müsst ihr folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ihr müsst die Online-Ausweisfunktion aktivieren. Falls ihr das noch nicht gemacht habt, könnt ihr das bei dem für euch zuständigen Bürgeramt erledigen – allerdings gegen Gebühr.
  • Mit dem Online-Ausweis bekommt ihr per Post eine Transport-PIN, eine Entsperrnummer (PUK) und ein Sperrkennwort. Zur Aktivierung der Funktion ersetzt ihr die fünfstellige Transport-PIN durch eine selbstgewählte, sechsstellige PIN. Das geht im Bürgeramt, an einem Bürgerterminal oder über die AusweisApp2.
  • Die AusweisApp2 müsst ihr dazu, aber auch generell, auf eurem Handy installieren. Sie löst das Kartenlesegerät ab, dass ihr früher unbedingt haben musstet, um den elektronischen Personalausweis überhaupt nutzen zu können.

Auf der offiziellen Webseite zur Ausweis-App findet ihr einige Video-Tutorials, die euch bei der Verwendung der eID-Funktion helfen sollen. Darunter auch dieses:

Onlinezugangsgesetz – das sind die Pläne

Die Vision ist, dass ihr – wie in Estland – in Zukunft Verwaltungsdienstleistungen aller Behörden in Bund, Ländern und Kommunen online mit wenigen Mausklicks erledigen könnt. Insgesamt sind 600 Dienste identifiziert worden, die sich dazu eignen. Sie tragen die Bezeichnung OZG-Leistungen.

Die Umsetzung erfolgt in zwei verschiedenen Digitalisierungsprogrammen – nämlich mit dem „Digitalisierungsprogramm Bund“ und dem „Digitalisierungsprogramm Föderal“. Damit trägt man den jeweiligen Zuständigkeiten Rechnung. Definiert ist das alles im erwähnten Onlinezugangsgesetz. Es ist seit August 2017 in Kraft. Aber ob es sich tatsächlich bis 2022 realisieren lässt? Ihr dürft gespannt sein – und könnt euch derweil auf der offiziellen Webseite über den Stand der Dinge informieren.

Fest steht jedenfalls schon jetzt: Ihr werden für die digitalen Bürgerdienste ein Nutzerkonto für das Verwaltungsportal benötigen – und das ist ohne elektronischen Personalausweis nicht möglich.

Elektronischer Personalausweis – aber sicher!

In der Broschüre zum elektronischen Personalausweis heißt es, dass eure Daten beim Ausweisen in der digitalen Welt immer gut geschützt sind. Ausweisdaten werden demnach nur übermittelt, wenn ihr eure PIN eingebt – und zwar grundsätzlich nur per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Als zusätzliche Schutzmechanismen ist die Vergabe eines Pseudonyms genauso möglich wie die Zwei-Faktor-Authentisierung.

Ihr solltet aber zusätzlich sicher gehen, dass das für die Online-Ausweisfunktionen verwendete Gerät gut geschützt ist. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um ein PC, Laptop oder Handy handelt. Der PC-SPEZIALIST in eurer Nähe unterstützt euch dabei. Er stattet euer Gerät mit einem passenden Virenschutz aus und kann mit einem Sicherheitscheck auch prüfen, ob sich auch nirgendwo ein Virus versteckt. Mit einer professionellen Virenentfernung macht er Viren, Würmern und Trojanern den Gar aus. Ihr möchtet mehr wissen? Dann nehmt Kontakt zu ihm auf!

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