Anklage wegen Urheberrechtsverletzung
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Maren Keller, Fr, 13. Okt. 2017
in Aktuelles

Anklage wegen Urheberrechtsverletzung

E-Mail droht mit Abmahnung

Habt ihr auch eine E-Mail bekommen, in der eine Anklage wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung angekündigt wird? Nur keine Panik. Zwar drohen euch die Absender mit einer Abmahnung bei Gericht, aber Sorgen braucht ihr euch trotzdem nicht zu machen.

Warum ihr euch keine Sorgen machen müsst? Das und was hinter der E-Mail wirklich steckt, erfahrt ihr bei uns.

Wir haben schon mehrfach über unterschiedliche Abmahnungen und Anklagen berichten. Lest deshalb auch unsere Beiträge zur Telekom Mahnung und Adobe Abmahnung.

Anklage Urheberrechtsverletzung

Hinter der Anklage wegen einer Urheberrechtsverletzung steckt ein gefährlicher Trojaner.

Anklage wegen Urheberrechtsverletzung

Im aktuellen Fall handelt es sich um eine angebliche Urheberrechtsverletzung, die diese scheinbare Anklage nach sich zieht. Doch von vorn. Wie lautet der Inhalt der E-Mail? Ihr bekommt eine E-Mail, in der euch vorgeworfen wird, eine Urheberrechtsverletzung begangen zu haben. Deswegen werdet ihr nun angeklagt. Laut E-Mail sollt ihr euch unbedingt mit der Anklage vertraut machen. Anschließend sollt ihr dem Absender antworten. Tut ihr das nicht, drohen die Absender, vor Gericht zu ziehen.

E-Mail droht mit Urheberrechtsklage

In der E-Mail drohen die Absender mit einer Urheberrechtsklage. Doch wer sind die Absender? Laut E-Mail handelt es sich aktuell um eine Frau namens Rosemary McCallum, die die Absenderadresse rosemary@alsg.net.au verwendet. Die Absender können natürlich variieren. Bereits bekannte Absender lauten: Allkind Joinery (reception@allkind.com.au) und Allkind Joinery (enquiries@allkind.com.au). Fakt ist, die E-Mail ist ein Fake und soll euch in die Falle locken.

Wortlaut der Anklage E-Mail

Der genaue Wortlaut der Anklage E-Mail ist folgender: „Lieber Abonnent Frau xxx! Sie wurden für Urheberrechtsver verklagt. Wir schicken Ihnen Beweise und eine detaillierte Beschreibung. Wir bitten Sie, sich mit dem Dokument dringend vertraut zu machen und uns eine Antwort zu geben, sonst werden wir gezwungen sein, uns beim Gericht zu bewerben.“

Weitere Details zur E-Mail

Im Anschluss folgt der Download Link „Beweise und detaillierte Beschreibung“. Und dann bekommt ihr sogar noch die Erklärung, warum ihr diese E-Mail erhalten habt: Weil ihr nämlich angeblich Klienten der Firma Abundant Life Solution seid. Der Anklage E-Mail ist eine postalische Adresse in Australien angehängt. Solltet ihr die Adresse im Internet suchen, stoßt ihr auf eine Einfamilienhaussiedlung, aber nicht auf eine Firma. Lasst euch auch auf keinen Fall davon irritieren, dass ihr persönlich angesprochen werdet. Immer wieder werden E-Mail-Konten gehackt, so dass Kriminelle Namen und Adressen verwenden können. Wie unter anderem beim Yahoo-Datenklau oder die vom BKA gefundene Hacker-Sammlung.

Anklage ist gefährlicher Trojaner

Wir warnen eindringlich davor, den Link „Beweise und detaillierte Beschreibung“ anzuklicken. Denn hinter der augenscheinlichen Anklage verbirgt sich ein gefährlicher Trojaner. Von Urheberrechtsverletzung dafür keine Spur. Ziel der Absender ist es, dass ihr Angst bekommt. Angst vor einer möglichen Anklage. Doch das wird nicht passieren. Dafür passiert etwas anderes: Sobald ihr den Link anklickt, startet der Download „Detaillierte_Beschreibung.zip“. Und damit holt ihr euch die Malware auf den Rechner. Möglich ist, dass eure persönlichen Daten ausspioniert werden. Möglich ist aber auch, dass weitere Schadsoftware nachgeladen wird und ihr die Kontrolle über euren Rechner verliert. Auch eine Verschlüsselungssoftware kann auf diesem Weg auf euren Rechner gelangen, so dass ihr Opfer einer Lösegelderpressung werdet. Am besten ist, ihr löscht solche E-Mails schnellstens.

Tipps und weitere Infos zur Urheberrechtsverletzung

Wie ist das richtige Vorgehen bei solchen E-Mails? Eine erste Auffälligkeit ist ja immer, wenn eine solche E-Mail nicht in korrektem oder in holperigem Deutsch verfasst wird. Das ist hier eindeutig der Fall. Ein zweiter Hinweis ist immer, dass ihr einen Link in der E-Mail anklicken sollt. Auch das ist hier der Fall. Ein weiterer wichtiger Hinweis ist ein euch unbekannte Absender. Da ist generell Vorsicht geboten.

Doch was ist zu tun, wenn ihr dem Link gefolgt seid und der Download gestartet wird? Habt ihr einen aktuellen Virenscanner, dann startet ihn schnellstens. Ändert eure Passwörter, informiert eure Bank und kommt am besten zu PC-SPEZIALIST. Mit unserem Sicherheits-Check überprüfen wir, ob Kriminelle Zugriff auf euren Computer haben oder Sicherheitslücken vorhanden sind. Mit einer abschließenden Virenentfernung vertreiben wir dann jeden Virus, Wurm oder Trojaner.

Weitere Infos zur Urheberrechtsverletzung und der damit verbundenen Anklage findet ihr in den Berichten Trojaner-Warnung, Urheberrechtsver?, Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung und Vorsicht Spam Mail.

2 Kommentare

  1. Gustav Sucher sagt:

    Hallo, danke für den Erfahrungsbericht. Ich antworte oft gar nicht auf E-Mails, die nicht korrekt in Deutsch geschrieben wurden. Im schlimmsten Fall google ich auch die A-Mail Adresse. Möglicher weise ist diese schon als Betrüger Adresse bekannt. Vielen Dank für den super Blog!

  2. Luise sagt:

    Ich habe eine ähnliche E-Mail erhalten und wurde ebenfalls durch das schlechte Deutsch misstrauisch. Da mein Teenager-Sohn einen eigenen Laptop hat, hatte ich kurz Angst, tatsächlich etwas falsch gemacht zu haben. Sicherheitshalber werde ich mich an einen der Anwälte wenden, die sich auf Abmahnungen und Urheberrechtsverletzungen spezialisiert haben.

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